rls

 

19.6.2011

b

Geschichte und Gegenwart der Burschenschaften

Auf Anregung der jungen Mitstreiter im Club der RLS in Eisenach fand am 15. Juni um 19.00 Uhr im Theater am Markt (TAM) eine Veranstaltung mit dem freien Publizisten Jörg Kronauer zum Thema  „Studentenbewegungen in Deutschland – ein kritischer Rückblick“ statt, die der Gymnasiast  Tobias  Wolfram  dem Inhalt angemessen moderierte.
52 Besucher, unter ihnen besonders Jugendliche, folgten den kenntnisreichen mit Quellen belegten und bildlich dargestellten  Ausführungen des Referenten. Vortrag und anschließende Diskussion  zeichneten einen historisch kritischen Überblick zu den Ursachen, zum Wesen , den Strukturen, Formen und Traditionen der Studentischen Verbindungen im Allgemeinen und dem elitär-konservativen, patriarchalischen und völkischen Charakter der Deutschen Burschenschaften im Besonderen.
Der Referent konnte die hohen Erwartungen voll erfüllen. Er vermochte es mit einer Aufmerksamkeit erheischender Rhetorik die Zuhörer zu fesseln und mitdenken zu lassen.
Aus der Sicht des Gehörten und Gesehen ist die Entscheidung des OB unserer Stadt, Herrn       Matthias Doht, von einer Begrüßung der Teilnehmer des Burschentages Abstand zu nehmen, nach meiner Meinung nicht nur aus aktueller (Spiegel-Online), sondern auch aus historischer Bewertung zeitgemäß und zu unterstützen.
Zum wiederholten Male erwies sich eine politische Bildungsveranstaltung des Clubs der RLS Eisenach unter dem Logo „Linker Disput am Fuße der Wartburg“  aufklärend und mobilisierend.

E, Uxa


18.5.2011

rl

Hartz IV und der Sozialstaat in Thüringen

Am 17.5.2011 hatte die RLS Thüringen  e.V. Club Eisenach zum Thema „Wie Hartz IV den Sozialstaat veränderte“ zum 30. „Linken Disput am Fuße der Wartburg“ in den „Augustiner“ eingeladen, der besonders junge Gäste folgten.
Der Referent des Abends, Herr Matthias Bärwolff, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und dort vor allem mit der Bekämpfung der Kinderarmut befaßt, gab eine aus seiner praktischen Sicht der Dinge detailreiche Darstellung der Demontage des Sozialstaates als Folge der Agenda 2010 im Allgemeinen und von Hartz IV im Besonderen. Als herausgehobene Schwerpunkte behandelte er dabei die Kinderarmut im Land und Wege zu deren Minimierung sowie das Verhältnis von Soll und Ist in der Umsetzung des BVG-Urteils zur Neuberechnung der Regelsätze.
In der anschließenden lebhaften und sachlichen Diskussion konnte an persönlichen Beispielen belegt werden, wie groß der Nachholbedarf in der sozialen Gerechtigkeit im Lande Thüringen ist.


M. Günther


19.04.2011

sk

Vorurteilsfreie-kritische Sicht auf die Vergangenheit ist die unverzichtbare Voraussetzung für einen realistischen Blick auf Gegenwart und Zukunft!

Ausgehend von diesem Anspruch hatte die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Club Eisenach zu einer Diskussion über die besonderen Beziehungen zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten in Thüringen während der Zeit von 1919 bis 1949 in den „Augustiner-Bräu“ eingeladen. Kompetenter Referent war Dr. Steffen Kachel, der in den letzten Jahren zu diesem Thema forschte und promovierte.Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Forschungsergebnisse, denen umfangreiches Studium von Archivunterlagen und Biografien zugrunde liegt. Es kam zu vielen interessanten Anfragen und lebhaften Meinungsäußerungen der Teilnehmer und zu klar formulierten Antworten durch den Referenten, ohne Tabus hinsichtlich strittiger Betrachtungen und Haltungen zu erfolgter oder abgelehnter Zusammenarbeit oder den Umständen und Folgen des Zusammenschlusses beider Parteien im Lande Thüringen.Auch gesellschaftliche, geschichtliche und kulturelle Hintergründe wurden nicht ausgeblendet, einschließlich der Rolle der Besatzungsmächte.Begrenzt wurde die Diskussionsfreudigkeit wie bei der Veranstaltung im Monat März mit der Pastorin Ilsegret Fink nur durch den Zeitfaktor.

Das von Dr. Steffen Kachel zu diesem Thema verfasste und von uns erworbene Buch wird sicher zu ergänzenden Informationen genutzt.

Eberhard Uxa


15.03.2011

ilse

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Club Eisenach hatte am Dienstag, dem 15. März zum christlich-marxistischen Dialog in der Gegenwart eingeladen.
Prominente Referentin war die Theologin Ilsegret Fink, Leitungsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Aus aktuellem Anlass begann die Veranstaltung mit einer Gedenkminute für die Opfer der Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan und einem Protest gegen die profitorientierte, menschheitsbedrohende, zivile und militärische Atompolitik. Dazu brachte auch die Referentin kurz aber eindeutig ihre vom christlichen Ethos geprägte Haltung zum Ausdruck.
Mit dem anschließenden Vortrag erlebten die Teilnehmer eine faszinierende, engagierte, lebenserfahrene und bescheidene Persönlichkeit, die mit profunden Kenntnissen der Geschichte der Theologie und des Marxismus ausgestattet das vorgegebene Thema behandelte.
Ihre eigene Herkunft, Tätigkeit und Entwicklung als Leitfaden nutzend, dieselbe immer wieder hinterfragend und selbstkritisch betrachtend, gelang es ihr, mit einer Aufmerksamkeit erzeugenden Rhetorik die Zuhörer mitdenken zu lassen.
Die anschließende Diskussion wurde so zu einem Lehrbeispiel des Dialogs und der Toleranz – geprägt vom Bedürfnis der Anwesenden. Viele Teilnehmer hatten den Wunsch, sich bei Frau Fink für neu gewonnene oder erneut bestätigte eigene Kenntnisse und Haltungen zu bedanken.
Es kann angenommen werden, dass bei einer möglichen zweiten Veranstaltung mit Frau Fink keiner der Zuhörer fehlen wird und darüber hinaus andere neugierig macht.

Eberhard Uxa


16.02.2011

ch

Die Diplomphilosophin und wissenschaftliche Referentin für Parteien und soziale Bewegungen in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Cornelia Hildebrandt, Mitarbeiterin von Michael Brie referierte im Februar-Diskussions-Abend der Rosa-Luxemburg-Stiftung-Club Eisenach in der Gasstätte „Augustinerbräu“ zum Thema: „Linke Parteien in Europa“. Der Referentin gelang es, unter Einsatz vielfältigen Materials-Statistiken, Grafiken und Textvergleichen, Einblicke in die Strukturen linker Organisationen und Bewegungen in Europa, insbesondere der Europäischen Union zu geben. Dabei zeigte sich ,dass ein Vergleich der linken Parteien nicht einfach ist, da sie sich in ihrer Zusammensetzung (sozial, Alter, Geschlecht), den Grad ihrer gesellschaftlichen Verankerung in ihren Ländern, ihrer Geschichte und nicht zuletzt in ihrer programmatischen Zielsetzung z.T. Stark unterscheiden. Die genannten Unterschiede führten natürlich zu gezielten Nachfragen und Meinungsäußerungen in der Diskussion, die aus Zeitgründen nach zwei Stunden beendet wurde. Es gelang aber Ursachen für Erfolge und auch Niederlagen linker Parteien in Europa zu erkennen und Bezüge zu unserer Partei herzustellen. Auf alle Fälle ein gelungener Beitrag zur laufenden Podiumsdiskussion. Die lebhafte Diskussion, in der Zeit bedingt nicht alle Wortmeldungen berücksichtigt werden konnten und abschließende Wertungen zeigten, dass ein Thema von Interesse gewählt wurde und sich die Erwartungen der Teilnehmer erfüllten – eine gute Voraussetzung für nachfolgende Veranstaltungen.

Eberhard Uxa


18.01.2011

rls

Mit dem Thema „DIE MILITÄR UND SICHERHEITSPOLITIK DER LINKEN“ wurde am Dienstag in der Gaststätte „Augustiner“ die diesjährige Veranstaltungsreihe der „Rosa-Luxemburg-Stiftung-Club- Eisenach“ eingeleitet. Mit seiner Ankündigung in der Presse hatte das Thema bei den zahlreichen Gästen großes Interesse geweckt, dem voll Genüge getan wurde. Dem Referent, Dr. Klaus Hartmann, gelang es in einem rhetorisch wirksamen, faktenreichen historischen Exkurs die Haltung der Linken zu Armeen und bewaffneter Gewalt unter den jeweils konkret historischen Bedingungen in ihrer Vielfalt und ihrer oft folgenreichen Widersprüchlichkeit darzustellen und ebenso die Einflüsse der wissenschaftlich-technischen Entwicklung wie Einbeziehung des Weltraums, Massenvernichtungswaffen, elektronische Kampftechnik und Truppenführung und andere Bedingungen zu berücksichtigen.

Diskutiert wurde auch die weit in das 19.Jahrhundert zurückreichenden Forderungen linker Kräfte, die Armeen abzuschaffen und andererseits die Überhöhung der Gewaltandrohung-und Anwendung in beiden Weltkriegen und in der Zeit des kalten Krieges von beiden imperialen Seiten und ihren Vasallen. Auf den vorliegenden Programmentwurf der Linken Bezug nehmend, wurde der Wunsch geäußert, die Zielvorstellungen der Linken hinsichtlich der Umgestaltung der Armee zu präzisieren.

Die lebhafte Diskussion, in der zeit bedingt nicht alle Wortmeldungen berücksichtigt werden konnten und abschließende Wertungen zeigten, dass ein Thema von Interesse gewählt wurde und sich die Erwartungen der Teilnehmer erfüllten. Eine gute Voraussetzung für nachfolgende Veranstaltungen.


E. Uxa


14.12.2010

rls

Bei traditioneller Besucherzahl diskutierte der Club der „Rosa-Luxemburg-Stiftung das Thema „Was heißt heute Links“. Referent des Abends war Dr. Manfred Günther. Inhaltlich spannte der Referent einen weiten Bogen, von den geschichtlichen Zusammenhängen der Entstehung das Begriffs „Links“, bis zu aktuellen Bezügen der Programmdebatte. Außergewöhnlich war der zeitliche Umfang der Debatte, der sich über fast drei Stunden erstreckte.

Dr. Manfred Günther


16.11.2010

Stopp der Atomenergie

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Die aktiven Teilnehmer an der jüngsten Protestaktion gegen den Castor-Transport im Wendland, Volker Hinck und Isaak Kirsch aus Erfurt, berichteten, unterstützt mit Bild- und Tondokumenten in der 24. Veranstaltung des Clubs der Rosa-Luxemburg-Stiftung Eisenach über die Geschichte, Hintergründe und Entwicklung des Antiatomenergie-Protestes in Deutschland.
Gemessen an der Gefährlichkeit des fossilen Rohstoffes Uran – vom Abbau bis zum ungeklärten Endlager - ist der Protest gegen diese Gefahren, auch in der Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen, unverzichtbar.
Einig waren sich alle Anwesenden darin, dass der aktuelle Aufschwung der Protestbewegung die logische Folge des Zurückweichens der schwarz-gelben Koalition vor der Atomlobby in Form der Laufzeitverlängerung der Atomreaktoren gegen den erreichten Atomkonsens ist und dass die Reaktion des Staates auf den gerechtfertigten zivilen Ungehorsam der Protestteilnehmer unangemessen erfolgte.
Die gesamte Veranstaltung erwies sich gleichermaßen als gelungener Beitrag zur Programmdiskussion der Partei DIE LINKE wie zur Ehrung des 20.Jahrestages der Gründung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Herzlicher Beifall verabschiedete die beiden aktiven Protestteilnehmer, auch als Dank und Anerkennung für die vielen Tausend im Wendland.

E.Uxa, 17.11.2010

 


19.10.2010

Programmdebatte-praktisch

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In der traditionell gut besuchten Veranstaltung des Eisenacher CLUBS des RLS am 19.10.2010 im ,,Augustiner" befassten sich der Referent, Herr Tobias Schulze, Mitarbeiter für Forschung und Bildung bei der Bundestagsfraktion der DIE LINKE und die Gäste in Vortrag und Diskussion mit den Höhen, Tiefen und Ausblicken aus der Regierungsbeteiligung in Berlin.
Bekanntlich ist dieses Problem generell und dessen konkret-historische Berliner Umsetzung innerhalb der DIE LINKE nicht unumstritten. Das belegte auch diese Veranstaltung. Die gebotene Sachlichkeit und der erforderliche Realismus des Vortrages setzten sich auch in der Diskussion, die übrigens auf Wunsch der Gäste verlängert wurde, fort. Am Ende gab es für die Mehrheit der Anwesenden Konsens darin, wenn der Wählerwille sich so entscheidet, darauf vorbereitet zu sein Verantwortung zu übernehmen und in der praktischen Ausübung der Macht bei aller notwendigen Kompromissfähigkeit das linke Profil der Partei nicht aus dem Auge zu verlieren. Für DIE LINKE vor Ort war es eine gute Gelegenheit des produktiven Gedankenaustauschs in der aktuellen  Programmdebatte.

Dr. Manfred Günther


15.9.2010

Offene Fragen der Linken

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waren Diskussionsgegenstand der Septemberveranstaltung des Clubs der RLS Eisenach.
Dem Referenten, Dr. Lutz Brangsch, Mitarbeiter des Instituts für Gesellschaftsanalyse bei der RLS gelang es, die wichtigsten offenen Fragen in der Programmdebatte der DIE LINKE zu benennen und die anschließende Diskussion anzuregen.
Hilfreich war sein Hinweis, dass diese Debatte in einer im Werden befindlichen neuen Partei stattfindet, deren Strukturen noch ungefestigt sind und deren Mitgliedschaft sich aus sehr unterschiedlichen weltanschaulichen Quellen rekrutiert.
Der Erfolg dieser Debatte wird wesentlich davon abhängen wie es gelingt, bei allem notwendigen Disput, die politische Kultur im Umgang miteinander zu wahren.
Im Zentrum der offenen Fragen stehen: die Bewertung des Charakters der gegenwärtigen Gesellschaft, die Ursachen des Schneiderns des Staatssozialismus sowjetischer Prägung,
Inhalt und Lösung der Eigentumsfrage, bürgerlicher Parlamentarismus und Regierungsbeteiligung der Linken, die Klassenfrage und das Problem der öffentlichen Sicherheit, also das Gewaltmonopol des Staates.
In der sehr umfänglichen, engagierten und sachlichen  Diskussion, sie wurde auf Wunsch der Besucher über das übliche Maß hinaus um 30 Minuten verlängert, zeigte sich als Tendenz der Widerspruch zwischen der Erwartung an die Programmkommission auf Kürzung des Programms und den Hinweisen darauf was alles noch in das Programm „hinein müsse“.
Die Veranstaltung erwies sich als gelungener  Auftakt für die folgenden Einzelinhalte zur Programmdebatte der LINKEN.
Am 19.Oktober lädt der Club zur Debatte um das Problem des bürgerlichen Parlamentarismus und der Regierungsbeteilung der LINKEN.

E.Uxa (gekürzt)

 


04.09.2010

Friedensveranstaltung mit Dr. Diether Dehm u. Pablo Ardouin (Chile) am 4. September 2010

d


Im Rahmen des Friedenstages in Eisenach am 04.09.2010, organisiert durch DGB, DIE LINKE, DIE GRÜNEN, JUSOS und des Clubs der RLS Eisenach, erlebten am Abend im Antiquariat der Buchhandlund „Leselust“ am Markt in Eisenach 42 Gäste eine Veranstaltung unseres Clubs, die die gewohnte Vorm unserer Vortragsreihe „Linker Disput“ sprengte. Das zufällige Zusammentreffen unserer Veranstaltung mit dem 40. Jahrestag des Wahlerfolgs der UNIDAT POBULAR in Chile setzte einen besonderen aktuellen Akzent. Im Zentrum der Lieder und Texte stand der Kampf gegen den Krieg in Geschichte und Gegenwart. Besinnliches und Satirisches ergänzten in gelungener Synthese das Anliegen des Abends. Aus den angekündigten 90 Minuten wurden am Ende durch Zugaben und Diskussion knapp 3 Stunden.
Der Friedenstag fand so nach der guten Nachmittagsveranstaltung auf dem Markt mit jungen Künstlern der Musikschulen “J. S. Bach“ und „Alexander Blume“ einen gelungenen Abschluss.

Dr. Manfred Günther


16.06.2010

sch

Jammern bringt nichts!

So lautet die zitierte Textstelle aus einem Brief Rosa Luxemburgs, den sie aus dem Gefängnis an einen Freund und sozialdemokratischen Mitkämpfer schrieb. Damit leitete Dr. J. Schütrumpf, Geschäftsführer des Dietz-Verlags, seinen Vortrag zum Leben und Wirken dieser bemerkenswerten Persönlichkeit der nationalen und internationalen sozialistischen Bewegung ein.
Vor den zahlreichen Besuchern, darunter nicht wenige Jugendliche, der Veranstaltung entstand das Bild einer hochbegabten und vielseitig gebildeten  Intelektuellen polnisch-jüdischer Herkunft, die ihre ganze Kraft und Leidenschaft in den Dienst sozialistischer Visionen, Ziele und Tageskämpfe stellte.
Dr. Schütrumpf stellte Bezug zu den verschiedenen Bildern dieser Revolutionärin und deren Ursachen her. Gehasst von reaktionären Militärs und Vertreten des kapitalistischen Systems, geliebt und verehrt im In- und Ausland aber auch als Ikone benutzt und dabei viele ihrer Erkenntnisse zur sozialistischen Demokratie entstellend oder gar unterdrückend. Früh hatte sie erkannt, dass fehlende Demokratie und Öffentlichkeit in der sozialistischen Bewegung unweigerlich zur Diktatur einer Handvoll von Revolutionären führen muss und letztlich im Terror endet.
Rosa Luxemburg zu ehren fordert vor allem, sich mit ihrem Leben  und ihren Schriften zu beschäftigen – diese zu nutzen, unsere Geschichte aufzuarbeiten und Lehren für die weiter Entwicklung linker Bewegungen zu ziehen.
Das Erlebnis und Ergebnis dieses Vortrages zeigte sich in der gespannten Aufmerksamkeit der Zuhörer. Der Beifall dankte dem Referenten für die wertvollen, mit innerer Anteilnahme vorgetragenen Informationen.
Der Club der Rosa-Luxemburg-Stiftung hat damit erneut Interesse und Spannung für weitere Veranstaltungen erzeugt. Die nächste Diskussionsrunde mit Michael Brie, am 14. Sept. wird die aktiven Teilnehmer und neue Gäste bestimmt nicht enttäuschen.

Eberhard Uxa


11.05.2010

Es geht auch anders!

So lautete das Motto der letzten Diskussionsrunde der Rosa-Luxemburgstiftung Club Eisenach. Sie fand Traditionsgemäß in der Gaststätte „Augustiner-Bräu“ mit ca. 30 Teilnehmern statt. Otto Meyer-emeritierter Studentenpfarrer aus Münster / Westfahlen gab , gab die  Diskussionsgrundlage zu dieser interessanten These und Fragestellung.
Seine bemerkenswerte Entwicklung und Tätigkeit in vielen Bereichen machte zusätzlich neugierig. Die mit seinem Beruf verbundene profunde Kenntnis der christlichen-Soziallehre, seine antifaschistische Grundhaltung, gestärkt durch sein Pfarramt in Bergen-Belsen, viele Beiträge in kirchlichen Zeitschriften, in den Marxistischen Blättern und eine regelmäßige Mitarbeit im Ossietzky-Verlag sprechen für sein linkes-soziales Engagement. Einen entscheidenden Beitrag leistete er auch in Zusammenarbeit mit namhaften Sozialwissenschaftlern (Dr. phil. Gisela Notz von der Friedrich-Ebert-Stiftung und Professor Dr. phil. Arno Klöne, Universität Paderborn) bei der Herausgabe des Buches „Es geht anders“. Otto Meyer ließ es nicht dabei bewenden, die Mär von der Alternativlosigkeit  zu Sozialdemontage, Arbeitslosigkeit und weiteren Demokratieabbau zurückzuweisen.  Er zeigte Alternativen zur gegenwärtigen Realität auch anhand nachvollziehbarer Rechenmodelle.
Er wies aber auch darauf hin, dass sie nur wirksam sein können, wenn ein Zusammenwirken aller an Veränderungen interessierten Kräfte – Gewerkschaften, Parteien und Initiativen – dieselben auf demokratischer Grundlage durchsetzt.
Sozialer Friede sei Grundvoraussetzung für ein friedliches Miteinander – auch Völker und Länderübergreifend.
Nachfragen und Diskussionen gab es zu den angebotenen Modellrechnungen. Zum Teil geäußertes Unverständnis oder Zweifel zeigen, dass es nicht genügt etwas emotional anzuerkennen oder abzulehnen. Wir müssen auch bereit sein, uns stärker auf Fakten und konkrete Zahlen zu stützen.
Anders ist dem Vorwurf der Utopie nicht zu begegnen.
Für weitere Vorhaben ist anzustreben, die Themen stärker einzugrenzen, um mehr Konkretheit bezüglich der Inhalte und Aussagen zu erreichen.

Eberhard Uxa


26.03.2010

RW

"Glück und internationaler Frauentag"

Das waren die Grundthemen der Märzveranstaltung des Rosa-Luxemburg Clubs Eisenach gemeinsam mit dem Frauenzentrum der Stadt.

Das historische Ambiente des Reuter-Wagner Museums war dafür ein kulturvoller Rahmen.

Einleitend gab Dr. Manfred Günther einen interessanten geschichtlichen Überblick zur Entstehung des Ehrentages und seinen Zusammenhang mit bekannten Frauenrechtlerinnen und seine mit sozialen Kämpfen verbundene Aufwertung bis hin zur weltweiten Anerkennung durch die UNO.

Frau Dr. phil. Viola Schubert-Lehnhardt gelang es, die so erzeugte Aufmerksamkeit und Neugier noch zu steigern und den Glücksbegriff im Wandel der Zeiten, vor allem im Zusammenhang mit den gesellschaftlich-sozialen Existenzbedingungen der Frauen nachdenkenswert und handlungsorientierend zu erläutern.

Das hohe Interesse und die großen Erwartungen an das Thema kamen schon in der Anwesenheit von zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Ausdruck. Beifall und Diskussionsbeiträge bewiesen, dass sie nicht enttäuscht wurden. So setzten sich Diskussionen und Wertungen auch noch bei einem anschließenden Imbiss mit einem Glas Wein fort.

Eberhard Uxa


22.02.2010

      Autorenabend mit Dr. Edelbert Richter

Die Vorstellung des Buches „Die Linke im Epocheumbruch“  durch den Autor ließ am 16. Februar im „Augustiner“ Stammgäste der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Interessierte zu einem anregenden Diskussionsabend zusammenkommen.
Neugier wecken und befriedigen – das gelang dem Autor durch bild- und gleichnishafte Interpretationen bestimmter Schwerpunkte des Buchinhaltes in meisterhafter Rhetorik.
Im Mittelpunkt seiner Darlegungen standen im wesentlichen zwei Probleme – der Zusammenhang von Leninismus und Neoliberalismus und die daraus für die linke Bewegung zu ziehenden Schlüsse.
Neue Sichten und Hinterfragungen lösten eine umfängliche und außerordentlich rege Diskussion aus, die nur der begrenzte zeitliche Rahmen beendete.
Der Zuspruch im Erwerb des neuen Buches belegte das nachhaltige Interesse der Besucher an neuen, auch ungewöhnlichen Ansichten und Thesen zu gesellschaftlichen Veränderungen, die die linke Bewegung herausfordert.
Die Brisanz des Problems erhöht sich u. a.  auch damit, dass DIE LINKE mitten in der Programmdebatte steht.

E.Uxa, Teilnehmer


 

19.01.2010

Wahlfälschung im Mai 1989 und Demokratieverständnis

darin bestand der Inhalt der Diskussionsrunde des Clubs der Rosa-Luxemburg-Stiftung Eisenach am 19.Januar 2010 in der Gaststätte „Augustiner-Bräu“.
30 Interessierte waren der Einladung gefolgt und hörten kritisch-aufmerksam die Ausführungen von Bernd Löffler und Wolfgang Musigmann, beide in Opposition zu den staatlich-politischen Verhältnissen in der DDR und aktiv an der Öffentlichmachung und Veränderung derselben beteiligt. So wie sie auch heute systemkritisch den bürgerlich-demokratischen  Parlamentarismus mit dessen Parteienstruktur nicht als letztes Wort der Demokratie sehen.
Zustimmung und Widerspruch – oft emotional vorgetragen – bestimmten die Diskussion und die Anfragen an die Referenten. Das war auch nicht anders zu erwarten, denn die Teilnehmer der Debatte bestanden fast ausschließlich aus Zeitzeugen dieser Geschichtsperiode – bis in die Gegenwart.
Es war nicht Ziel der Veranstaltung, einseitig Gericht zu halten – wie heute leider häufig üblich- sondern offen und sachlich über das Geschehene zu reden, die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen zu respektieren und vor allem Wege zu beschreiten, die Machtmißbrauch, Ausgrenzung und Unterdrückung heute und in der Zukunft verhindern.
Die außerordentlich lebhafte Diskussion wurde, trotz Verlängerung, nur durch das Zeitlimit beendet.
Dem allgmein geäußerten Wunsch nach Fortsetzung zu späterer Zeit sollte entsprochen werden.

E. Uxa, Teilnehmer

 

 


 

08.12.2009

Gerechtigkeit...
diese viel gebrauchte – auch missbrauchte – oft missverstandene und ungenügend hinterfragte Zustandsbeschreibung und Forderung war Gegenstand der gut besuchten
11. Diskussionsrunde des Rosa-Luxemburg-Clubs Eisenach am 8. Dezember im Cafe Nicole.
Dr. Manfred Günther schaffte mit einem interessanten historisch-gesellschaftlichen Exkurs -verbunden mit aktuellen Untersuchungsergebnissen und Fallbeispielen eine gute Grundlage für interessante Fragestellungen und zu persönlichen Haltungen aller Teilnehmer.
Es ist sicher nicht verwunderlich, dass der Bereich der sozialen Gerechtigkeit, Beispiele aus dem Alltag, persönliche Erfahrungen und Forderungen dominierten.
Ein Diskussionsergebnis war, dass es bei aller Allgemeingültigkeit des Begriffes (Goldene Regel der Moral) immer wieder notwendig ist, die konkret-historischen Bedingungen dafür in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen (soziale, ökonomische, rechtliche, moralische) zu überprüfen und entsprechende Forderungen und Kriterien neu zu formulieren.
Nur die notwendige zeitliche Grenze der Veranstaltung beendete die Diskussion – das Interesse an ihr bestand fort. Deshalb war es gut zu erfahren, dass der Club der RLS Eisenach ähnliche Themen vorbereitet.

Eberhard Uxa, Eisenach

rl

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Rosa Luxemburg


»Wie Lassalle sagte, ist und bleibt die revolutionärste Tat, immer ›das laut zu sagen, was ist‹.«

Rosa Luxemburg

 Die Rosa Luxemburg Stiftung trägt den Namen einer der großen Frauen des 20. Jahrhunderts.

Rosa Luxemburg (1871–1919) war eine herausragende Vertreterin demokratisch-sozialistischen Denkens und Handelns in Europa. Mit all ihrer Kraft versuchte sie, den Weltkrieg, der dann von 1914 bis 1918 tobte, zu verhindern. Neben Karl Liebknecht war sie die wichtigste Repräsentantin internationalistischer und antimilitaristischer Positionen in der SPD. Sie war eine leidenschaftliche und überzeugende Kritikerin des Kapitalismus und schöpfte aus dieser Kritik die Kraft für revolutionäres Tun. Voller Hoffnung begrüßte sie die russische Revolution, blieb als revolutionäre Demokratin aber kritisch und wach: Hellsichtig attackierte sie die diktatorische Politik der Bolschewiki.

Rosa Luxemburg gehörte Zeit ihres Lebens benachteiligten, oft verfolgten Minderheiten an. Bedingt war das zum einen durch Geburt und Schicksal: Sie war Jüdin – und wenn sie auch zur Religion keinen Bezug hatte, entging sie doch dem Antisemitismus nicht. Bedingt war es zum anderen aber auch durch ihren Willen zu einem selbstbestimmten Leben – gegen die engen Vorstellungen ihrer Zeit.

Rosa Luxemburg war eine promovierte Akademikerin – zu einer Zeit, da noch kaum Frauen studierten. Sie war eine der wenigen Frauen in der aktiven Politik – Vorurteile gegenüber Frauen, die in der Öffentlichkeit eine Rolle spielten, waren bis weit in die linken Parteien hinein verbreitet.

Rosa Luxemburg lebte ihre Lieben nicht als Ehefrau – eine Provokation wider die Moralvorstellungen ihrer Zeit.

Rosa Luxemburg war eine Exilantin. Trotz ihrer deutschen Staatsbürgerschaft blieb sie in den Augen ihrer politischen Feinde eine Ausländerin, eine Polin.

Rosa Luxemburg war eine revolutionäre Linke – in ihrer damals russisch besetzten polnischen Heimat ein todeswürdiges Verbrechen, in ihrer deutschen Wahlheimat ein Grund für stete Verfolgung.

Rosa Luxemburg ist Märtyrerin der deutschen Novemberrevolution. Sie wurde am 15. Januar 1919 von Mördern in Uniform erschlagen – Leuten, die zu jenen Kreisen gehörten, die später offen die Übergabe der Macht an die Nationalsozialisten unterstützten.

Rosa Luxemburgs Schicksal ist untrennbar verbunden mit der Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung, den Kämpfen zwischen ihren verschiedenen Strömungen und schließlich ihrer Spaltung. Sie war Mitbegründerin der Spartakusgruppe und dann der KPD.

Rosa Luxemburg ließ und lässt niemanden gleichgültig. Kompromisslos und stimmgewaltig vertrat sie ihre Überzeugungen. Mit menschlicher Wärme und mitreißendem Temperament vermochte sie jeden für sich zu gewinnen, der sich vorurteilsfrei auf sie einließ. Verschreckt indes reagierten jene, die sich ihr nicht gewachsen fühlten.

Rosa Luxemburgs unversöhnlicher Kampf gegen den Krieg und die Radikalität, mit der sie auf der Verbindung von politischer Freiheit und sozialer Gleichheit bestand, haben auch für uns Heutige an Strahlkraft nichts verloren.

 

Die Rosa Luxemburg Stiftung fühlt sich dieser demokratischen Sozialistin verpflichtet.