Herzlich Willkommen auf der Webseite dielinke- eisenach.de
Ganz herzlich begrüßen wir auch die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes.
„Im Übrigen werdet Ihr genauso wie wir von unserer Regierung verarscht! Auch Ihr seid das Volk!!!“
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und laden Sie herzlich
zu unseren stets öffentlichen Veranstaltungen ein.
Unser Büro in der Georgenstrasse 25 ist für Sie von
Montag 9.00- 16.00 Uhr
Dienstag 9.00- 18.00 Uhr
Mittwoch 9.00- 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung.
Veranstaltung am 8. Mai: Jüdisches Leben in Eisenachs Straßen
Am 8. Mai jährt sich zum 67. Mal die Befreiung Deutschlands vom
Nationalsozialismus und dem Ende des 2. Weltkrieges in Europa.
Am 9. Mai 1942, vor 70 Jahren, wurden jüdische Kinder, Frauen und
Männer aus Eisenach in die Vernichtungslager deportiert.
Das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach lädt deshalb zu einer
Veranstaltung am 8. Mai 2012, 18:30 Uhr ins Wartburgradio 96,5,
Georgenstraße 43 ein.
Die Medienpädagogin Franziska Klemm wird „Jüdisches Leben in Eisenachs
Straßen“, ein Projekt des Wartburg-Radio 96,5 und des Landesjugendringes
Thüringen e. V. in Kooperation mit dem Jugendprogramm ZEITENSPRÜNGE, der
Stiftung Demokratische Jugend und des Thüringer Ministeriums für Soziales,
Familie und Gesundheit vorstellen.
Drei Schüler und zwei Schülerinnen suchten in ihrer Freizeit nach den Spuren
des jüdischen Lebens in Eisenach, sprachen mit Zeitzeugen und gingen der
Frage nach, was heute noch an die Menschen erinnert, die in der Zeit des
Nationalsozialismus aus Eisenach fliehen mussten oder deportiert wurden.
Dr. Reinhard Brunner wird an die Deportation jüdischer Einwohner und
Einwohnerinnen aus Eisenach am 9. Mai 1942 erinnern.
Der Abend wird musikalisch begleitet durch Almuth Heinze (Geige) und
Thomas Rhiel (Gitarre). Sie spielen Klezmer und jüdische Musik.
Mit freundlichen Grüßen
Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach
Herzlichen Glückwunsch an alle, die ihre Stimme der Zukunft unserer Stadt gaben.
Herzlichen Glückwunsch natürlich auch der neuen Oberbürgermeisterin Katja Wolf.
Die erste Oberbürgermeisterin in der Geschichte der Stadt am Fuße der Wartburg.
Allen Helfern, Fürsprechern aus den anderen Parteien und Gruppierungen ein dickes DANKE!!!
Nun heißt es anzupacken. Wahlversprechen einzulösen!
Als Vorstandsvorsitzender der Partei DIE LINKE in Eisenach und Bürger Eisenachs würde ich mir wünschen, dass künftig Politik der Vernunft und nicht des Parteibuches, dass Politik nicht mehr zu Lasten der Menschen sondern zum Wohle aller, ob groß oder klein, alt oder jung, Arbeiter oder Gewerbetreibender statt findet. Das Bürger nicht mehr ausgeschlossen aus den politischen Entscheidungen, sondern mit eingebunden werden.
Für die nächsten sechs Jahre wünsche ich mir, dass man im Stadtparlament anfängt sich wieder auf den politischen Auftrag der Wähler, nämlich das Wohl der Bürger zu konzentriert und Parteiquerelen der Vergangenheit angehören.
Einfach wird es in Zukunft nicht für unsere Stadt und den Menschen die in ihr wohnen.
Sparen wird auch Katja Wolf müssen. Ein Diktat verfehlter Politik der EU, Bund und Land!
Eisenach ist hoch verschuldet und auch sie wird immer nur Geld ausgeben können, welches sie von EU, Bund und Land erhält.
Katja Wolf steht aber für eine sozial gerechte, vor allen durchschaubare Politik und wenn man im Stadtrat wieder künftig in der Lage sein würde, offen und ehrlich, im Interesse der Bürger zu entscheiden, wären wir Eisenacher auf dem Weg in eine bessere Zukunft.
Michael Richter
Am Mittwoch, den 4. April, veröffentlichte Günter Grass sein Gedicht „Was gesagt werden muss“ und er sagte dies mit einer Deutlichkeit, die hier in den letzten Jahren verschwiegen wurde. Noch am gleichen Tag setzte ein medialer Amoklauf gegen den Literaturnobelpreisträger ein. Vergessen schien Grass Regierungs- und Parteitreue, die noch vor dreizehn Jahren in seiner Unterstützung der rot-grünen Koalition bei deren Kriegsbeteiligung gegen Jugoslawien gipfelte, vergessen seine Nähe zu dem großen Wegbereiter des Sozialabbaus, Gerhard Schröder. Grass, einst Liebling der SPD und der meisten Medien, hatte ein Tabu gebrochen. Plötzlich waren sich fast alle – egal welcher politischer Couleur – einig: Grass hat mit dem Text nicht nur den Bogen überspannt, er hat vielmehr ein hasserfülltes, antisemitisches Pamphlet verfasst, denn Kritik an Israels Politik ist in Deutschland unerwünscht, und wer es wagt, vor der Kriegsgefahr durch Netanjahu und Barak zu warnen, sieht sich vor Ort einem Frontalangriff ausgesetzt.
Die Warnung Willy Brandts »Krieg ist die ultima irratio« hat Grass in seinen Zeilen mit seiner eigenen Sprache wiederholt, aber seit 1999, als in Deutschland eine große Parteienkoalition von SPD,GRÜNE bis hin zur CDU diesen Satz nicht mehr umsetzen wollten wird jede Kritik an Kriegseinsätzen der Friedensbewegung in Deutschland der medialen Kritik ausgesetzt.
Grass zentrale These "Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden" polarisiert natürlich. Da melden sich auch gleich die verschiedenen Lager zu Wort. Von "Antisemitismus" ist sofort die Rede. Doch die Probleme liegen meines Erachtens tiefer! Grass äußert in seinem Gedicht seine Befindlichkeit, seine sehr persönliche Sicht der Dinge. Da geht es um Grass und seine eigene Biografie, da geht es um Iran, Israel und den Weltfrieden - ein weites Feld für spätere Gedichtinterpretationen. Natürlich hat sein Gedicht auch eine politische Dimension, aber welche? Einerseits gelingt es Grass, auf einige wichtige Probleme unüberhörbar aufmerksam zu machen: vor allem auf die israelischen Atomwaffen und die deutsche Lieferung von U-Booten als Trägerwaffen für eben diese Atomwaffen. Nein, den ernsten Gefahren, die von der gegenwärtigen israelischen und iranischen Atompolitik ausgehen, wird das Gedicht von Günter Grass nicht gerecht! Da ist Israel, das dem Atomwaffensperrvertrag nicht beigetreten ist, nicht einmal bereit, den Besitz von Atomwaffen zuzugeben und der Iran, der dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten ist, verweigert Kontrolleuren der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) die effektive Kontrolle seiner öffentlichen Versicherung, keinen Atomwaffenbesitz anzustreben. Günter Grass wird trotzdem mit seinen Zeilen letztlich dazu beitragen, die Problematik des Konflikts um Israel, Iran und die Atomwaffen bewusst zu machen und nicht nur uns Leser motivieren, sich ernsthaft mit diesem komplexen Thema auseinanderzusetzen! Wir verteidigen das Recht aller deutscher Bürger die menschenverachtende Politik des Staates Israel zu kritisieren, ohne als Antisemiten diffamiert zu werden. Diese Taktik dient nur dazu, jegliche Kritik an der israelischen Politik abzuwürgen, wie auch vom real existierenden Antisemitismus abzulenken. Ein „jüdischer“ Staat sollte und wollte ein Staat sein wie jeder andere und als solcher Muss auch Israel Menschenrechte respektieren und sich dem Völkerrecht beugen. Auch deshalb beobachten wir die Waffenlieferungen der Bundesregierung an Israel mit Sorge und fordern diese auf, den nötigen Druck auszuüben, auch durch Sanktionen, um Inspektionen und Kontrollen des israelischen Atomprogramms zu ermöglichen wie für jedes andere Land üblich ist. Wir befürworten einen atomfreien Nahen Osten. Es darf keine "reflexhafte mediale Verurteilung" geben, ohne sich mit der Problematik in der Realität auseinander setzen zu wollen bzw. zu müssen. Eine Friedensbotschaft, eine Osterbotschaft, die christlich-neoliberale Klasse in Deutschland hadert mit Grass, warum?? Wer schweigt macht sich mitschuldig, die Bevölkerung ist nicht Teil des Kolateralschadens eines bevorstehenden Angriffskriegs der Israelischen Armee Wo aber nun der Antisemitismus in Grass‘ Gedicht sein soll, erschließt sich mir auch beim zehnten Lesen nicht. Allenfalls eine gewisse Vereinfachung – aber es ist ein Gedicht und keine politische Analyse! Und Grass will aufrütteln gegen einen drohenden Krieg. Für die Analyse sind andere zuständig, diese sind nun aufgefordert sich endlich in Bewegung zu setzen.
Mit oster- und friedenspolitischen Grüßen
Ihr Leser Uwe Schenke und Familie
Nicht nur für Menschen mit Behinderungen, auch für ältere Leute oder Eltern und Großeltern mit kleinen Kindern gibt es im Stadtzentrum Hürden, die man, ist man "gut zu Fuß", meist gar nicht bemerkt.
Um solche Hindernisse auch als solche wahrzunehmen lädt die Landtagabgeordnete Katja Wolf zu einem Stadtrundgang Barrierefrei am 10.04.2012 um 10 Uhr ein. Sie möchte gerne wissen wie ältere Menschen, Rollartorfahrer aber auch Kinderwagenfahrer ihre Stadt wahrnehmen.
Denn Ziel des Stadtrundganges ist es, Erkenntnisse zu gewinnen und konkrete kommunalpolitische Initiativen für Eisenach zu entwickeln.
Nach diesem Rundgang möchte Katja Wolf einen kleinen Bericht schreiben und mit den Betroffenen Zukunftsideen entwickeln.
Ich würden mich freuen, wenn Sie mich diesem Vormittag begleiten würden.
Mit freundlichen Grüßen
Katja Wolf (MdL)
Katja Wolf stellt sich in den Ortsteilen vor
Langsam aber sicher begibt man sich in die letzten zwei Wochen des Wahlkampfes. Katja Wolf liegen die Ortsteile der Stadt Eisenach am Herzen. So gab es zahlreiche Besuche mit der Fraktion in dieses Legislatur. In ihrem Wahlprogramm ist zu lesen, „Katja Wolf will ein faires Eisenach , zuverlässig auch für die Ortsteile.“ Um sich über ihr Wahlprogramm ein genaues Bild machen zu können, lädt Katja Wolf am 12. April um 18 Uhr in Stockhausen in die Linde ein. Und am 18.04.2012 um 19Uhr in das Kulturhaus nach Neukirchen.
In gut zwei Wochen wählen die EisenacherInnen einen neuen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin. Die Eisenacherinnen haben die Wahl zwischen 5 Kandidaten auszuwählen. Man konnte das eine oder andere über die Einzelpersonen in den Medien lesen bzw. die Kandidatinnen auf Veranstaltungen erleben. Für alle die dies verpasst haben oder gern noch mehr über Katja Wolf erfahren möchten, sind herzlich am Freitag den 13. April um 19 Uhr in die Karlshalle (Karlsplatz 7) eingeladen. Dort wird die Landtagabgeordnete ihr Wahlprogramm kurz vorstellen und steht dann für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Katja Wolf (MdL)
Einladung Kandidaten zum Anfassen – Plausch mit Gästen
Politik muss auch Spaß machen, sagen sich die beiden Kandidaten der Linken zur Kommunalwahl in Eisenach und im Wartburgkreis Katja Wolf und Sascha Bilay. Sie laden daher zum Küchenplausch in den Kunstpavillon (Wartburgallee) Eisenach am 16.04.2012 um 19 Uhr ein. Auf dem Menüplan steht: „Mehr als rote Soße“. Katja Wolf und Sascha Bilay werden an diesem Abend allen Interessierten beim Kochen näher bringen, warum man gerade ihnen am 22. April Ihre Stimmen geben sollte, welche politischen Ziele sie als Oberbürgermeisterin und als Landrat haben, aber auch für was sich die beiden sonst so interessieren bzw. welche Hobbies sie haben. Lassen Sie sich überraschen, was die beiden Kandidaten mit dem extra für diesen Abend engagierten Koch aus Berlin Dietmar Bartsch servieren.
Katja Wolf und Sascha Bilay stehen Ihnen gemeinsam mit dem Bundestagabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Bundestag Dietmar Bartsch an diesem Abend zur Verfügung, um Fragen zu beantworten. Gerne kommen sie bei einem Rotwein mit Ihnen in einen “Küchenplausch“.
Katja Wolf (MdL)
Das Bildungs- und Teilhabepaketpaket wurde vor einem Jahr,am 1.April 2011 auch in Eisenach gestartet. Es sieht für die rund 2300 Kinder aus Familien mit geringem Einkommen Zuschüsse für Mittagessen, Vereinsbeiträge, Lernförderung, Schülerbeförderung,Klassenfahrten und persönlicher Schulbedarf vor.
Die Gesamtzuständigkeit für die Erbringung der Leistungen für Bildung und Teilhabe - hier waren sich Verwaltung und Politik einig - wurde in die Händen der Stadtverwaltung gelegt.Nach einem Jahr ist die Bilanz einigermaßen ernüchternd und eine anfängliche Befürchtung hat sich bestätigt: Trotz der durchaus engagierten Verwaltung, der umfangreichen Informationspolitik, des Nachlaufens selbst durch Lehrer und Kita-Mitarbeiterinnen wurden bis heute nur etwa 61 Prozent (1400 Anspruchsberechtigte) der Kinder erreicht.Die Nachfrage nach den Leistungen, die dem Nachwuchs gesetzlich zusteht, blieb weit hinter den Möglichkeiten zurück. Ob die Mittel fließen, hängt aber vor allem auch und vor allem vom Engagement der Eltern ab,denn sie müssen entsprechende Anträge beim Sozialamt stellen. Festzustellen ist,dass bei einem großen Teil unserer Kinder die Förderung so vorbei gegangen ist. Es liegt natürlich auch an der gigantischen Verwaltungsbürokratie, die Stadt hat deshalb bis zu 2 Mitarbeiter für diese Arbeit einbinden müssen.
Zum Bildungs- und Teuilhabepaket gehört auch der Ausbau Schulsozialarbeit,hier sehe in der Umsetzung für die Zukunft noch Handlungsbedarf.
Ich unterstütze die Forderung des Paritätischen Wohlfahrtsverband, der einen verbindlichen Rechtsanspruch auf Teilhabe für alle Kinder- und Jugendlichen fordert sowie eine bedarfsgerechte Anpassung der Regelsätze.
Uwe Schenke, Vorsitzender Sozialausschuss
Einladung zum Ostereierfärben
Am Mittwoch, dem 4. April 2012 lädt die Landtagsabgeordnete Katja Wolf zum Ostereierfärben in das Abgeordnetenbüro Katja Wolf, Georgenstraße 25, in Eisenach ein. Ab 15 Uhr sind alle herzlich willkomen. Kinder, Jugendliche und alle die Lust haben, sich ihre Ostereier selbst zu gestalten, sind ganz herzlich dazu eingeladen.
Katja Wolf (MdL)
Katja Wolf (Die Linke.) unterstützt Protestaktion für Erhalt des Eisenacher Landestheaters
Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE aus dem Landtag und Kommunalparlamenten unterstützen die Protestaktion für den Erhalt des Eisenacher Landestheaters am Samstag. „Gemeinsam mit Kulturschaffenden, Künstlern, Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern von Vereinen und Verbänden möchten wir ein klares und kraftvolles Zeichen für den Fortbestand der Eisenacher Bühne setzen“, unterstreicht Katja Wolf, Landtagsabgeordnete der LINKEN aus Eisenach.
Das Trauerspiel um die Zukunft des Theaters in der Wartburgstadt müsse schnellstens beendet werden. „Es ist richtig, dass sich vor Ort lautstarker Protest regt“, fügt die Kulturpolitikerin der LINKEN, Dr. Birgit Klaubert, hinzu. Zudem werde auf Antrag der LINKEN die unklare Situation u. a. des Eisenacher Theaters Thema im Landtag. „Wir werden das Thema der Theater- und Kulturfinanzierung auf die Tagesordnung der kommenden Plenardebatte setzen“, informiert die Politikerin der LINKEN.
Die beiden Abgeordneten appellieren an die Landesregierung, „ihre parteitaktischen Spielchen zu beenden und gemeinsam den Erhalt des Landestheaters zu sichern“. „Statt Kulturkannibalismus zu fördern, muss es doch um die Rettung des kulturellen Erbes und der kulturellen Angebote gehen“, sagt Katja Wolf abschließend.
Katja Wolf (MdL)
Freunde und Förderer des Landestheaters Eisenach e.V.
Aufruf zur PROTESTAKTION für den Erhalt des Eisenacher Landestheaters,
Samstag 31.03.2012: Großer LÄRMAUFZUG und stille FÜRBITTE
Treffpunkt: 10.00 Uhr Theaterplatz
Wir wehren uns dagegen, dass durch Unfähigkeit und verantwortungslose, parteipolitische Machtspiele Eisenachs Kultur zerstört wird!
Vom Theaterplatz ausgehend werden wir lärmend über den Karlsplatz und den Johannisplatz zum Bachdenkmal ziehen. Dort kommen wir gegen 11.00 Uhr zur Ruhe, um im Schatten des berühmtesten Sohnes unserer Stadt für den Erhalt unseres Theaters und die Bewahrung unseres wertvollen kulturellen Erbes zu beten.
Erscheinen Sie zahlreich mit allem, was Krach macht und dem festen Willen, gemeinsam diese Stadt zu retten! Plakate nicht vergessen!!!
Für Rückfragen erreichen Sie mich unter der Mobilnummer 0173 97 85 089.
Mit freundlichen Grüßen
Stefano Weidner
zu Ehren der Märzgefallenen am 18.03.2012
10.00 Uhr Frankfurter Straße
Vor 92 Jahren starben hier im Kreuzungsbereich, im Rahmen eines deutschlandweiten Generalstreikes zur Verteidigung der Weimarer Republik, 5 unbewaffnete Eisenacher Bürger, als Polizei und Militärs mit Handgranaten und Gewehrsalven in die Demonstrationsmenge feuerten. Diese 5 Eisenacher Bürger mit Wohnsitz am Wolfgang, Frankfurter Straße und Katharinenstraße (August Gustav Schmidt, Emil August Volkert, Friedrich August Voigt, Heinrich Adolf Niemeier und Karl Emil Mengel) starben neben ca. 2.000 anderen Zivilisten, vor allem Arbeiter, im Kampf gegen Teile der Reichswehr, Freikorpsverbände und Sicherheitspolizei. Ebenso viele gaben ihr Leben bei standrechtlichen Hinrichtungen.Der Kapp-Lüttwitz-Putsch gegen die neue politische Ordnung der Weimarer Republik war ein rechtsgerichteter Putsch, welcher den Traum aller Demokratiefeinde u. a. von einer "weißen Armee" erfüllen sollte und letztlich am entschlossenen Generalstreik der Arbeiter scheiterte. Hier zeigte sich aber auch deutlich, worunter die Weimarer Republik von Anfang an litt und was ihr schließlich 1933 zum Verhängnis wurde.Große Teile entscheidender gesellschaftlicher Gruppierungen (Reichswehr, Professorenschaft, Studentenschaft, Rechtsparteien...) hatten Mentalitäten, Einstellungen und auch Interessen, welche den Ideen und dem Modell der Ersten Demokratie feindselig gegenüberstanden. Aktionen von rechts wurden vom tonangebenden Bürgertum in Politik, Universität, Justiz vielfach mit nationalem Wohlwollen betrachtet.Dagegen gingen Regierung und Militär mit großer Härte gegen Aktionen von links, vor allem gegen "aufständische" Arbeiter, vor. So wurden z. B. von 705 amtlich bekanntgewordenen Straftaten der Rechten bis 1922 bereits 412 amnestiert, 176 Verfahren eingestellt, 109 durch Tod oder sonstige Gründe nicht weiter verfolgt, noch nicht erledigt 7 und bestraft nur eine einzige Person. Von den Mördern der 5 Eisenacher wurde keiner zur Verantwortung gezogen. Wir kommen leider nicht umhin, gewisse Ähnlichkeiten der damaligen Weimarer Zeit auf die Gegenwart, auf die heutige Bundesrepublik Deutschland zu reflektieren.
Um nur einige Beispiele an diesem Ort des Gedenkens zu nennen:
Ca. 20% der Bevölkerung sind, vorsichtig ausgedrückt, der nationalistischen und neonazistischen rechtsradikalen Ideologie nicht abgeneigt. Die ständige und seit Jahrzehnten betriebene Verharmlosung des Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus durch die Politik, ebenso Versuche der untauglichen und geschichtsverfälschenden Gleichsetzung von DDR-Diktatur mit der Hitlerdiktatur, die skandalösen Vorgänge und das absolute Versagen der Politik in Bund und Ländern, einschließlich Verfassungsschutz- und Polizeibehörden, bezüglich der Morde an ausländischen Mitbürgern und einer Polizistin durch den neofaschistischen NSU und die Verstrickungen der NPD; "der Staat ist auf dem rechten Auge blind" ist nur eine der daraus folgernden Meinung der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung grundgesetzwidrige Beobachtung und Verfolgung von Abgeordneten der Linken durch den Verfassungsschutz. Kriminalisierung von demokratischen und antifaschistischen Demonstranten, welche Zivilcourage leben, sich gegen Nazi-Aufmärsche stellen auf die Gefahr für die eigene Gesundheit und persönliche Freiheit durch unverhältnismäßige gewaltsame Polizeieinsätze und strafrechtliche Verfolgung durch deutsche Justiz. Aussagen hochrangiger deutscher Politiker wie "In Europa wird wieder deutsch gesprochen.", welche im Inland den Nationalismus befördern und Argwohn im Ausland hervorrufen, weil es an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte erinnert und vieles mehr...
Die Lehren aus der Weimarer Republik, ebenso die Entwicklung eines wiedererstarkenden Neofaschismus und Nationalismus in Deutschland und darüber hinaus zeigen uns, daß die Demokratie keinem unumstößlichen Naturgesetz unterliegt, sondern tagtäglich von den Menschen, die in ihr leben, verteidigt werden muß. Erst recht, wenn der Staat und seine Institutionen dabei offenkundig versagen!
Damit ehren wir am besten die Märzgefallenen des Jahres 1920, ehren wir am besten unsere 5 ermordeten Eisenacher Bürger!
Zum Abschluß folgende mahnende Zeilen von Bertold Brecht:
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt
und lässt andere kämpfen für seine Sache
Der muß sich vorsehen: denn
Wer den Kampf nicht geführt hat
Der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal den Kampf vermeidet
Wer den Kampf vermeiden will: denn
Es wird kämpfenfür die Sache des Feinds
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.
Norbert Göpfert
Am 22. April sind OB - Wahlen, auch daran möchten mobilitätseingeschränkte Bürger aktiv teilhaben und im Wahlbüro ihre Stimme abgeben.
Rund 31 Prozent der Menschen, die in Eisenach leben, sind derzeit über 65 Jahre, darüber hinaus leben 14 Prozent der Eisenacher mit einer amtlich anerkannten Behinderung.
Am 1. Mai 2002 trat das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) in Kraft. Mit ihm wurde dem Benachteiligungsgebot ("Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Artikel 3 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz) für Menschen mit Behinderungen Geltung verschafft.
Kernstück des Behindertengleichstellungsgesetzes ist die Herstellung einer umfassenden Barrierefreiheit. Sie wird im § 4 des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) beschrieben.
Die Thüringer Kommunalwahlordnung (ThürKWO) legt im § 28 Abs. 1 folgendes fest:
„(1) Die Gemeindeverwaltung bestimmt für jeden Stimmbezirk einen Wahlraum, der sich, soweit möglich, in einem öffentlichen Gebäude befindet. Die Wahlräume sollen nach den örtlichen Verhältnissen so ausgewählt und eingerichtet werden, dass allen Wahlberechtigten, insbesondere behinderten und anderen Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung, die Teilnahme an der Wahl möglichst erleichtert wird".
Tatsächlich enthält § 28 der Kommunalwahlordnung leider nur eine „Soll-Vorschrift“ zur Barrierefreiheit von Wahlräumen, aber angesichts des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes sind die Organisatoren vor Ort gefordert, Teilhabe zu ermöglichen.
Es ist ein Armutszeugnis, dass drei Jahre nach Unterzeichung der UN-Behindertenrechtskonvention und angesichts der alternden Gesellschaft die Barrierefreiheit in der Stadt einen so geringen Stellenwert einnimmt. Der Zugang von Menschen mit Behinderungen und anderen mobilitätseingeschränkten Eisenacherinnen und Eisenacher zu den Wahllokalen sichert ihnen die Teilhabe an einem wichtigem Grundrecht: ihrem Wahlrecht. Die Briefwahl ist kein Ersatz für das Recht im Wahllokal seines Wahlbezirks zu wählen wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger. Sie ist als einzige Möglichkeit eine Diskriminierung. Wirkliche gesellschaftliche Gleichstellung im Alltagsleben in Thüringen bedeutet für behinderte Menschen eben auch, eigenständig und selbstbestimmt die Wahlhandlungen vornehmen zu können und sich nicht sogenannter ‘Hilfspersonen’ bei der Stimmabgabe bedienen zu müssen, Die Stadt muss jedoch jede Diskriminierung abbauen und daher allen die Wahl im Lokal selbst ermöglichen. In diesem Sinne müssen in allen Wahllokalen darüber hinaus Ausfüllhilfen für Sehbehinderte zur Verfügung stehen, die ihnen ermöglichen ihr Wahlrecht wahrzunehmen.
Die durch meine Anfrage im Stadtrat offen darliegenden Defizite in diesem Bereich sollten für die Stadtverwaltung Anlass sein, nach anderen barrierefreien Örtlichkeiten zu suchen. Eine Möglichkeit dafür wären etwa die Gemeinschaftsräumlichkeiten in SWG-Gebäuden. Desweiteren sollte der Bürger unserer Stadt auf seinen Wahlunterlagen erkennen, ob sein Wahllokal barrierefrei zugänglich ist.
Jetzt – 6 Wochen vor der Wahl – wenden sich Betroffene, an uns, mit der Befürchtung ausgeschlossen zu werden; ihr demokratisches Mitbestimmungsrecht nicht selbstbestimmt wahrnehmen zu können. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus, ich bin seit vielen Jahren selbst Wahlvorsteher in der Mosewaldschule, wurden offenbar nach keinerlei Alternativen geprüft, aber die Stufen vor dem Wahlbüros bleiben eine unüberwindbare Hürde. „Es wird dann wohl so sein, dass ich nicht wählen gehen kann“, so eine Bürgerin in meiner letzten Sprechstunde.
Uwe Schenke
Infowoche bei der LINKEN
Die Woche vom 12-15 März steht bei den Linken unter dem Motto „Links informiert“. Man hat sich kompetente Fachleute eingeladen, die für viele Lebensbereiche beratend wirken.
Montag, den 12. März ist das Bürgerbüro der Landtagfraktion von 14-16 Uhr im Abgeordnetenbüro von Katja Wolf zu Gast.
Das Bürgerbüro sieht sich als Anlauf- und Servicestelle für Bürgerinnen und Bürger sowie Bürgerinitiativen. Alexander Klein steht in den zwei Stunden für alle Fragen zur Verfügung.
Um 10 Uhr am Dienstag informiert der Rechtsanwalt Roland Gerstner alle Interessierten rund um das Thema Alg II. Das Thema Rente steht am Mittwoch ab 14 Uhr auf dem Programm. Sigurd Hoppe beantwortet alle Fragen zu diesem Themenkomplex bis 16 Uhr. Abgeschlossen wird die Woche am Donnerstag durch Sascha Bilay. Er berät rund um das Thema Wasser und Abwasser.
Katja Wolf (MdL)
Der Unwahrheit ein Ende bereiten
(Zum Leserbrief des Vorstandes des MC Eisenach TLZ vom 18.02. 2012)
Die Verbreitung von Unwahrheiten scheint zur politischen Kultur in unserem Landes zu werden, besonders in Wahlkampfzeiten, wie aus dem oben genannten Leserbrief hervorgeht.
Dem Vorstand des MC Eisenach ist dabei nicht einmal etwas vorzuwerfen, denn die Informationen samt den unwahren Schlussfolgerungen erhielt er von politischen Vertretern, in diesem Falle, der SPD. Wir hatten dazu in der Presse schon einmal Stellung genommen. Aber dies zur Kenntnis zu nehmen, statt Unwahrheiten zu konservieren und wahlkampftauglich zu machen, gehört eben auch nicht mehr zu den ganz normalen bürgerlichen Umgangsformen. Unsere Bedenken als Anlass der Anfrage waren, ob es richtig ist, dass große, kommerzielle und finanziell potente Nutzer städtischer Einrichtungen für ihre Veranstaltungen die Leistungen, welche die Stadt für sie erbringt, nicht zu bezahlen brauchen. Dazu gehören ausdrücklich nicht die Vereine der Stadt Eisenach, auch nicht der Sommergewinn, das Lutherfest usw.
Wir haben immer, und das weiß die SPD ganz genau, der kostenlosen Nutzung städtischer Einrichtungen für Vereine der Stadt und soziale Einrichtungen zugestimmt und dabei bleibt es. Wir haben ferner zahlreiche Vereine mit Zuwendungen aus Mitteln der „Initiative 54“ der Thüringer Landtagsfraktion der LINKEN unterstütz. Zudem sind viele Mitglieder von uns selbst ehrenamtlich in Vereinen tätig, und man muss uns nicht erklären, wie wichtig und notwendig das ist.
Wir verbitten uns diese Verdrehungen und Unterstellungen und behalten uns ggf. rechtliche Schritte vor.
Karin May
Fraktionsvorsitzende DIE LINKE.
im Stadtrat Eisenach
LINKE bekräftigt ihre Forderung nach Einzelunterbringung von Asylbewerbern
„Auch nach dem Besuch der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Gerstungen bleibt DIE LINKE bei ihrer grundsätzlichen Forderung zur dezentralen Einzelunterbringung von Asylbewerbern im Wartburgkreis“, erklären gemeinsam Landtagsabgeordnete Katja Wolf und die beiden Kreisvorsitzenden Anja Müller und Sascha Bilay.
Die Linkspolitiker informierten sich vor Ort im Asylbewerberheim über die aktuelle Situation der Unterbringung. Anerkennend nahmen sie dabei zur Kenntnis, dass die Kreisverwaltung inzwischen die Betreibung der Anlage übernommen und erste Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden. Dennoch sei die Situation aus Sicht der Linkspolitiker nicht zufrieden stellend. Prinzipiell sei die dezentrale Einzelunterbringung die menschlichere Variante für die Betroffenen. „Zudem haben wir nachgewiesen, dass die zentrale Heimvariante in Gerstungen teurer ist als das Wohnen der Flüchtlinge in ganz normalen Wohnungen. Die eingesparten Mittel sollten besser für die Integration der Asylbewerber eingesetzt werden“, fordern das Kreistagsmitglied Anja Müller und der Landratskandidat Sascha Bilay.
Zu begrüssen sei aus Sicht der beiden Linkspolitiker auch, dass seit kurzem ein Sprachkurs für die Bewohner angeboten werde. Problematisch sei allerdings, dass der Wartburgkreis keine 20 Euro im Monat verfügbar machen könne, um eine Tageszeitung für das Asylbewerberheim zu finanzieren. Damit werde das Sprachtraining und die Information der Bewohner behindert. „Damit sich die Menschen im Asylbewerberheim besser über die aktuellen Geschehnisse in der Region informieren und die deutsche Sprache trainieren können, wird DIE LINKE in der Wartburgregion ein Zeitungsabonnement finanzieren“, teilen Anja Müller und Sascha Bilay abschliessend mit.
Katja Wolf Anja Müller Sascha Bilay
MdL Kreisvorsitzende Kreisvorsitzender
Zum Leserbrief des Vorstandes des MC Eisenach TA Eisenach vom 18.02. 2012:
Wahlkampf- und Faschingszeiten treiben oft seltsame Blüten, wie wir am Wochenende mit dem Leserbrief des MC Eisenach unschwer erlesen durften.
Es ist schade, dass sich ein Verein,den ich sehr schätze, durch die städtische Verwaltungspolitik einseitig instrumentalisieren lässt, vor allem dann, wenn das geschriebene Wort objektiv nicht der Wahrheit enspricht.
Richtig ist,dass unsere Fraktion vor über einem Jahr - im Dezember 2010 - in einer Stadtratsanfrage, Rechnungen des Regiebetriebes, die für Leistungen an Dritte ausgereicht wurden, ohne das die Stadträte in die Entscheidungsfindung mit einbezogen wurden,thematisierten.
Unsere Forderung seit der vorliegenden Antwort des Oberbürgermeisters ist,dass solche Entscheidungen,die in den benannten Zeitraum über 89000 Euro ausmachten, öffentlich und transparent gemacht werden, denn die Eisenacher Steuerzahler und ihre Vereine haben ein Recht darauf zu wissen, wo ihr Geld ausgegeben wird.Die LINKE Fraktion steht deshalb ohne "wenn und aber" hinter ihren städtischen Vereinen, denn sie tragen massgeblich zur Atraktivität unserer Stadt bei und sind eine wichtige soziale Säule. Es sollte aber auch in deren Interesse sein, Transparenz und Empathie für städtische Entscheidungen einzufordern, um eine Nachhaltigkeit für die Arbeit vor Ort in Zukunft zu erreichen. Falsch ist,dass die thüringer Linksfraktion eine Anfrage "über Nutzungsgebühren für Eisenach" im Landtag einbrachte.
Ein Blick in die Anfragen, Thüringer Abgeordnete hätte dem Leserbriefschreiber wesentlich weiter geholfen, dort ist die Anfrage 1828 vom September 2011,des Grünen Abgeordneten Meyer nachzulesen, die sich mit dem thüringenweit einmaligen städtischen Verfahren der Ausreichung von finanziellen Mitteln beschäftigte.
Wir sind gerne bereit, auch weiterhin das Gespräch mit den Vereinen zu suchen,ich hätte mir dies aber bereits im Vorfeld gewünscht.
Uwe Schenke,Vorsitzender Sozialausschuss
Katja Wolf ( Die Linke. ): Gute Nachrichten für Schloss Wilhelmsthal
Im vergangenen Jahr hat sich viel im Schloss und im Park Wilhelmsthal getan.
Die wichtigsten Sanierungsarbeiten haben begonnen. Doch es stellte sich heraus, dass die Schäden erheblich umfangreicher waren, als nach den Voruntersuchungen zu erwarten war.
Die Stiftung sah bereits 100.000 Euro aus eigenen Mitteln für Schloss Wilhelmsthal in diesem Jahr vor, ohne dass die zusätzlich erforderlichen Mittel bisher vom Land bereitgestellt werden konnten. Gestern gab nun Kulturminister Christoph Matschie bekannt, 250000 Euro frei zu geben, um die maroden Dachauflager zu erneuern und den Dachstuhl wieder auf zu setzten.
Katja Wolf begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. „Ich bin froh, dass die Nachfragen im Landtag auch zu dieser Entscheidung geführt haben. Ohne die Landesförderung wäre die Nachhaltigkeit der begonnen Maßnahmen der Park- und Schlossanlage in Gefahr.“
Aus der Sicht der Landtagsabgeordneten war dies eine notwendige Entscheidung, die schon seit Wochen überfällig war.
Katja Wolf (MdL)
Katja Wolf (Die Linke.):Auch der Wartburgkreis wäre von Schiefergasförderung betroffen
Nach der heutigen Sitzung des Umweltausschusses, der sich umfassend mit Gewinnung von Erdgas aus Schieferstein befasst hat, spricht die Umweltpolitikerin der Linksfraktion, Katja Wolf, von nicht zu unterschätzenden Risiken.
Für viele sei der Tagesordnungspunkt zur Schiefergasförderung ein Aha-Erlebnis gewesen. Die Firma BNK Petroleum habe ihr Konzept zur Förderung dieses Gases in Thüringen vorgestellt. Die Muttergesellschaft aus Kanada produziere schon viele Jahre in den USA und habe damit Erfahrungen. Erkundungen fänden auf einem großen Gebiet in Thüringen statt. Von Heiligenstadt bis Jena, von Nordhausen bis tief in den Ilmkreis. Es seien insgesamt elf Landkreise betroffen, eine Fläche von ca. 100 km mal 50 km. Auch der Wartburgkreis gehört dazu, dort will man in der Gemeinde Hörselberg-Hainich auf Erkundung nach Gas gehen.
Bisher gebe es noch keine Erkundungsbohrungen, diese seien ab 2014 vorgesehen. Zurzeit liefen jedoch umfangreiche Vorarbeiten.
Verhindern könne man die Förderung von so genanntem unkonventionellem Gas wohl kaum noch. "Die Risiken sind jedoch aus Sicht der LINKEN nicht zu unterschätzen. Wir wollen keine Panikmache betreiben, sehen diese Technologie aber kritisch", so Katja Wolf weiter. Sie verweist auf die Technik des hydraulischen Aufbrechens von porösem Gestein im Untergrund, bei der mit einer Flüssigkeit aus verschiedenen Chemikalien und Sand das im Gestein enthaltene Gas im Untergrund gelöst und nach oben befördert wird. Das dabei mögliche Thüringer Gasaufkommen würde auf bis zu zehn Prozent des jährlichen deutschen Bedarfs geschätzt.
Die LINKE befürchtet mit dieser Technologie die langfristige Förderung fossiler Energien. Die Risiken des dabei eingesetzten Chemiecocktails seien nicht abzuschätzen. "Es handelt sich um vorwiegend giftige Stoffe. Außerdem sind die Auswirkungen der Druckerhöhungen im Untergrund nicht immer beherrschbar", sagt Frau Wolf und fordert "viel mehr den stärkeren Ausbau regenerativer Energien. Wer die Einspeisevergütung für Solarenergie so stark kürzt, aber auf der anderen Seite die Förderung von Schiefergas in Thüringen befürwortet, macht sich unglaubwürdig". Die Linksfraktion fordert die Behörden auf, keine voreiligen Genehmigungen auszusprechen.
5 Gründe gegen Gauck
DIE LINKE Thüringen wird den gemeinsamen Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen,
CSU/CSU, FDP und SPD, Joachim Gauck, nicht als Bundespräsidenten wählen. Fünf Gründe
sprechen dagegen:
1.) Gauck unterstützt Thilo Sarrazin. Dem Autoren des rassistischen und
sozialdarwinistischen Buches „Deutschland schafft sich ab“, Thilo Sarrazin, attestierte
Gauck ausdrücklich „Mut“ für die Äußerung seiner unwissenschaftlichen Thesen.
Angebliche „politische Korrektheit“ verschleiere angeblich die Debatte über „die
wirklichen Probleme“, so Gauck. („Die Leute müssen aus der Hängematte aufstehen“,
Gauck im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung, 20.02.2012 (Original-Interview
Oktober 2010), http://www.sueddeutsche.de/politik/gauck-gespraech-von-die-leutemuessen-
aus-der-haengematte-aufstehen-1.1288292-5).
2.) Gauck verteidigt den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. 2010 sagte Gauck
der „Saarbrücker Zeitung“ er finde den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan
„erträglich und gerechtfertigt“. Als er sich dann im selben Jahr in der Fraktion DIE
LINKE im Bundestag als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten vorstellte,
bestätigte er, dass er für den Krieg in Afghanistan sei und verteidigte den Krieg gegen
Jugoslawien. Dazu bemühte er, so die Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz, die
Lügen der damaligen Bundesregierung aus SPD und Grünen, dass die Serben KZs
bauen würden (SPD und Grüne demonstrieren Unfähigkeit zum Politikwechsel,
05.07.2010, http://christinebuchholz.de/2010/07/05/spd-und-grune-demonstrierenunfahigkeit-
zum-politikwechsel/).
3.) Gauck verteidigt Sozialabbau und kritisierte die Gegner von Hartz-IV. Gauck
verteidigte 2010 in seiner Vorstellung als Kandidat für das Amt des
Bundespräsidenten in der Fraktion DIE LINKE im Bundestag die „Hartz IV“-Gesetze
und kritisierte einen „Fürsorgestaat“. Er leugnete den untrennbaren Zusammenhang
von sozialen und liberalen Freiheitsrechten. Als „töricht und geschichtsvergessen“
kritisierte er bereits 2004 die „Montagsdemonstrationen“ gegen Hartz-IV und den
Sozialabbau (SPD und Grüne demonstrieren Unfähigkeit zum Politikwechsel,
05.07.2010, http://christinebuchholz.de/2010/07/05/spd-und-grune-demonstrierenunfahigkeit-
zum-politikwechsel // Rheinische Post: Hartz IV - Weiter Streit um
„Montagsdemonstrationen“, 09.08.2004, http://www.rponline.
de/politik/deutschland/hartz-iv-weiter-streit-um-montagsdemonstrationen-
1.1622178).
4.) Gauck hält die kapitalismuskritische „Occupy“-Bewegung für einen „Irrtum“
und „unsäglich albern“. Gauck erklärte 2011, die kapitalismuskritischen Debatten
rund um die „Occupy-Bewegung“ halte er für „unsäglich albern“ und einen Irrtum. In
der Kritik an „Stuttgart 21“ zeige sich eine „abscheuliche“ Neigung zu Hysterie und
Angst (Gauck findet Antikapitalismus-Debatte albern, Süddeutsche Zeitung,
17.10.2011, http://www.sueddeutsche.de/politik/occupy-beweung-und-die-macht-derfinanzmaerkte-
gauck-empfindet-antikapitalismus-debatte-als-unsaeglich-albern-
1.1166051).
5.) Gauck hält die Beobachtung der LINKEN durch den Verfassungsschutz für
richtig. Interviewfrage der „Rheinischen Post“ an Joachim Gauck:„Sollte die
Linkspartei weiter vom Verfassungsschutz beobachtet werden?“ Antwort Gauck:
„Unser Verfassungsschutz arbeitet nicht im luftleeren Raum, sondern er befolgt einen
gesetzlichen Auftrag und seine Arbeit muss auch einer gerichtlichen Überprüfung
standhalten. Er ist nicht eine Vereinigung von Leuten, die neben unserem Rechtsstaat
existiert und Linke verfolgt. Wenn der Verfassungsschutz bestimmte Personen oder
Gruppen innerhalb dieser Partei observiert, wird es dafür Gründe geben.“ (Rheinische
Post, 20.02.2012 (Originalinterview Juni 2010), http://www.rponline.
de/politik/deutschland/bundespraesident/ich-bin-ein-linker-liberalerkonservativer-
1.2293759).
Katja Wolf ( Die Linke.) Wulffs Rücktritt war längst überfällig
„Der Schritt von Christian Wulff an heutigen Tag war der einzig richtige“, sagt Die Linke. Landtagsabgeordnete. Es war mehr als überfällig, um das Amt nicht weiter zu beschädigen.
Die letzten Monate waren unsäglich. Christian Wulff wird, für sie, leider als einer von Affären geplagte Bundespräsident allen in Erinnerung bleiben. „Wer Fehler macht, sollte auch dazu stehen, daher ist diese Entscheidung die einzig richtige, nur Wochen zu spät.“ sagt die Politikerin.
Er hat mit seinem Verhalten das Bild eines Politikers in ein unschönes Licht gerückt. „Ein für mich verheerender Eindruck entstand in den letzten Monaten. Sein Agieren wirft das Bild auf, dass Politik käuflich sei und von einem Mitnahmecharakter geprägt ist.“, betont Wolf.
„Nun ist es wichtig, gute neue Kandidaten oder Kandidatinnen zu finden. Das verlorene Vertrauen muss wieder erarbeitet werden“, sagt die Eisenacherin.
Für Katja Wolf wäre dazu ein breites Bündnis wünschenswert, daher ist Joachim Gauck für sie kein Wunschkandidat für das Amt.
An die Internationale Öffentliche Meinung – Die Wahrheit über Griechenland
Offener Brief von Mikis Theodorakis
Es gibt eine internationale Verschwörung mit dem Ziel der Vollendung der Zerstörung meines Landes. Sie begannen 1975 mit Ziel die neugriechische Kultur, sie fuhren mit der Perversion unserer neueren Geschichte und unserer nationalen Identität fort und versuchen jetzt, uns mit Arbeitslosigkeit, Hunger und Verelendung auch biologisch auszulöschen. Wenn sich das griechische Volk nicht vereint erhebt um sie zu aufzuhalten, ist die Gefahr der Auslöschung Griechenlands existent. Ich siedele sie in den nächsten zehn Jahren an. Von uns wird nur das Andenken an unsere Zivilisation und unsere Kämpfe für die Freiheit verbleiben.
Die LINKE. Stadtratsfraktion lädt interessierte oder ratsuchende Bürger zu einer Bürgersprechstunde am Montag, den 20.02.2012 in den Ortsteil Neukirchen ein. Ab 18 Uhr steht Ihnen die Fraktion für Fragen oder Anregungen zur Verfügung. ( Kulturhaus, Hötzelsrodaerstraße 2) Ab 19 Uhr wird die Fraktion dann eine öffentliche Fraktionssitzung in Vorbereitung auf die am Freitag stattfindende Stadtratssitzung durchführen.
Gabi Zimmer in Bad Salzungen
Die Europa – Abgeordnete Gabi Zimmer besucht am Dienstag, den 21. Februar 2012 die Wartburgregion. Um 18.00 Uhr lädt Sie zu einer Diskussionsrunde in das Hotel „Salzunger Hof“ in Bad Salzungen ein. „Der Euro und der soziale Zusammenhalt in Europa“
Neoliberale Globalisierung und damit einhergehende Privatisierung haben die Ungleichheiten in der Welt dramatisch verschärft. Das Kopenhagener Bekenntnis zu sozialem Ausgleich (UN-Gipfel 1995) steht im Widerspruch zur Politik der Herrschenden. Mit der Lissabon-Strategie und ihrer "Neujustierung" im Frühjahr 2005 ordnet sich die EU vollends dem globalen Konkurrenzkampf unter und verweigert sich den Herausforderungen eines sozialen und solidarischen Europas.
OB Kandidatin war Gast beim Seniorenbeirat der Stadt Eisenach
„So langsam aber sicher, beginnt der Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters“, sagt die Kandidatin der Linken Katja Wolf.
„Merken tut man dies ganz deutlich, der Terminkalender füllt sich und es gibt vermehrt Anfragen von Vereinen und Verbänden2, so die Landtagsabgeordnete weiter.
Am 13. Februar durfte ich Gast beim Seniorenbeirat der Stadt Eisenach sein. Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Die Frage, wie werden die Interessen von Senioren berücksichtigt ist für mich eine wichtige. Ein gemeinsames Leben von Jung und Alt ist für eine Stadt wie Eisenach sehr bedeutsam.
Deutlich wurde an diesem Vormittag, dass sich die Senioren mehr Mitspracherechte wünschen. Es gab einen regen Austausch zwischen allen Beteiligten. Diskutiert wurde neben dem Thema barriesfreies Wohnen auch der Dauerbrenner Tor zu Stadt.
Katja Wolf (MdL)
Einladung zum Frauentag
Zum diesjährigen Frauentag haben wir uns etwas Besonderes überlegt. Wir würden Sie gerne zu einer thematischen Stadtführung 800 Jahre Geschichte "Frauen in Eisenach" einladen.
Erleben Sie mit mir gemeinsam Geschichte aus einer anderen Perspektive.
Hören Sie von Frauen, wie die Hl. Elisabeth, Julie v. Bechtolsheim, Charlotte v. Stein, Luise v. Göchhausen, Luise Reuter, die das Gesicht der Wartburgstadt mit prägten und über ihre Grenzen hinaus bekannt wurden. Eine Führung nicht nur für Frauen!
Ich würde mich freuen, Sie am Donnerstag den 8. März um 12.00Uhr am Rathaus zu begrüßen. Die Führung wird bis 13.30 Uhr dauern.
Mit freundlichen Grüßen
Katja Wolf
Linksfraktion setzt ACTA auf die Tagesordnung der nächsten Landtagssitzung
ACTA war am Wochenende in vielen Thüringer Städten ein großes Thema. Auch in Eisenach gingen viele junge Menschen auf die Straße und protestierten. Sie forderten Internet ohne verschärfte Überwachung. „Für mich ist es bemerkenswert, wie viele Jugendliche sich gerade auch in Eisenach engagiert haben. Egal ob mit oder ohne ein Parteibuch. Eine super Bündnisarbeit wurde da geleistet.“ sagt die Landtagsabgeordnete. Das Thema bewegt viele Menschen. Aus diesem Grund thematisiert Die Linke im Rahmen einer Aktuellen Stunde in der Landtagssitzung kommende Woche das Handelsabkommen über Produkt- und Markenpiraterie (ACTA).
Katja Wolf erklärt dazu: "Der Ratifizierungsstopp in einzelnen Ländern als Reaktion auf die weltweiten Proteste ist die einzig richtige Antwort. Auch die Ankündigung, ACTA durch den Europäischen Gerichtshof prüfen zu lassen, ist folgerichtig. Aber kritikwürdig ist und bleibt der dem ACTA zu Grunde liegende Ansatz, die Verfügungsmacht von Unternehmen über immaterielle Güter und kreative Leistungen international durchzusetzen und Instrumente zum Vorgehen gegen Urheberrechts- und Markenschutzverletzungen auch im privaten, nichtgewerblichen Bereich auszubauen und zu verschärfen."
Wolf teilt die Sorge vieler Menschen, dass ACTA die unterzeichnenden Staaten dazu anhält, den Internetverkehr zu überwachen, Internet-Provider in Haftung zu nehmen und einzelne Nutzerinnen und Nutzer zur Rechenschaft zu ziehen. Die Abgeordnete kritisiert aber auch die verheerenden Auswirkungen auf sogenannte Entwicklungsländer, die dringend preisgünstige Arzneimittel, Generika und eigens hergestelltes Saatgut benötigen. Das Abkommen gewährt den unterzeichnenden Staaten weitgehende Möglichkeiten, "verdächtige Waren" zu konfiszieren und zu zerstören. Dies betrifft auch generische Medikamente und Saatgut, die im internationalen Handel das Gebiet von ACTA-Vertragspartnern passieren.
"Wir erhoffen uns eine klare Positionierung des Landtages im Rahmen der Aktuellen Stunde gegen ein Handelsabkommen, das Freiheitsrechte zugunsten von Verwertungsrechten einschränkt", so Wolf abschließend.
Katja Wolf (MdL)
Dresden am 13. Februar 2012
- Ein Tag des Gedenkens und der Mahnung zugleich -
Am Montag, den 13. Februar 2012 jährte sich zum 67. Mal eines der schrecklichsten Kapitel in der Geschichte Dresdens. Von Dienstagabend bis zum darauffolgenden Tag im Februar des Jahres 1945 flogen RAF und USAAF, Welle auf Welle, Luftangriffe auf die von Flüchtlingen überfüllte Stadt Dresden. Die genauen Opferzahlen konnten nie festgestellt werden. Sie gingen in die Zehntausende. Dresden war der Schlußpunkt der sogenannten Bomberoffensive gegen das faschistische Deutschland, ein Bombenkrieg ohne Ansehen der Ziele und der Opfer.
Der Luftkrieg gegen das faschistische Deutschland war aber auch die Folge des Tragens der Kriegs- und Brandfackeln der Hitlerfaschisten nach ganz Europa und die Welt. Von den faschistischen Nachtangriffen auf London und Coventry (stellvertretend für tausende Städte und Dörfer) führt ein direkter Weg nach Hamburg und Dresden.
Der deutsche Hitlerfaschismus war eine offene und grausame terroristische Diktatur nach Innen und nach Außen, der nach vorsichtigen Schätzungen 50 bis 60 Mio. Menschen zum Opfer fielen. Er war eine Barbarei unvorstellbaren Ausmaßes, welche selbst vor der fast völligen Auslöschung und industriemäßigen Vernichtung jüdischen Lebens und der jüdischen Kultur in ganz Europa nicht Halt machte. Dieser Hitlerfaschismus erwuchs aus dem deutschen Kapitalismus heraus, aus der Schwäche und den gravierenden Mängeln der Demokratie der Weimarer Republik, ja aus seiner mangelnden Wehrhaftigkeit gegen die deutlich sichtbaren Keime des kommenden Faschismus.
13. Februar 2012, ein Tag des Gedenkens angesichts der unzähligen Opfer und des unermeßlichen Leides, welches das Inferno über Dresden gebracht hat!
13. Februar 2012, ein Tag der Mahnung an uns alle, alles dafür zu tun, damit sich dieses schwarze Kapitel in unserer Geschichte niemals wiederholt und ein solches Leid und Elend der Menschheit für alle Zeit erspart bleibt!
Haben wir schon alles dafür getan? Ich sage nein!
Schon das Grundgesetz in seiner Präambel und mit seinen Grundrechten in den Artikeln 1 bis 19 und Artikel 20 als Verfassungsgrundsatz dem Widerstandsrecht verbietet allein schon den Faschismus auf deutschem Boden. Aber reicht das aus? Ich sage nein!
Schon Bertold Brecht stellte zu seinen Lebzeiten fest: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch." Er meinte damit die mangelnde Aufarbeitung und das Ziehen von Lehren aus dem Hitlerfaschismus in der alten Bundesrepublik.
Die heutigen "Verfassungsschützer", eskortiert von der herrschenden Politik scheinen auf dem rechten Auge nach wie vor blind und ihre Angriffsrichtung zielt nach Links.
Die Justiz macht Jagd auf Linke und Antifaschisten.
Wenn der sächsische FDP-Justizminister meint, Blockaden gegen Neonazi`s in Dresden seien nicht notwendig, so halte ich ihm entgegen, heute mehr denn je. Es gilt, jeden Keim eines aufkommenden Neofaschismus mit zivilem Ungehorsam entgegenzutreten, wenn die Staatsmacht versagt oder es nicht will!
Wenn ein Herr Lorenz Haase von der Staatsanwaltschaft Dresden die provokanten und überzogenen Polizeieinsätze gegen die antifaschistischen Demonstranten 2011 als "verhältnismäßig" einstuft und damit auch die Disloziierung zahlreicher Wasserwerfer und sogar gepanzerter SPW mit Räumschild zwecks Einsatz gegen Antifaschisten am 13. Februar 2012 legalisiert bzw. legitimisiert, so halte ich ihm entgegen, das er Geist und Buchstaben unseres Grundgesetzes mit solchen Argumentationen und Handlungen außer Kraft setzt!
Ich habe es begrüßt und es in der Sache als sehr hilfreich empfunden, als am 13. Februar 2012 selbst Vertreter der jüdischen Gemeinden vor dem Dresdner Polizeipräsidium ihren Unmut und Protest gegen den neuerlichen Nazi-Aufmarsch bekundeten. Ich bin überzeugt, das dies einen starken Eindruck auf Dresdens Polizeidirektion und deren Einsatzkräfte hinterlassen hat. Provokante und überzogene Gewalteinsätze der Polizei blieben an diesem Tage aus.
Der 13. Februar 2012 hat wieder gezeigt, welche Kraft ziviler Ungehorsam und gewaltfreier Widerstand entfalten kann. Die Neonazi`s wurden wieder gestoppt!
Das Demonstrationsrecht hat nach der Lesart des Grundgesetzes seine Grenzen. Niemals wieder Krieg, niemals wieder Faschismus!!! Diese Lehre aus unserer geschichtlichen Vergangenheit verbietet Nazi-Aufmärsche jeglicher Art und verdammt faschistische Ideologien bis in alle Ewigkeit!!!
Wann endlich haben auch in Dresden und anderswo auch die letzten Politiker und Verantwortungsträger in den Ministerien und Verwaltungen die Kraft, jegliche neofaschistischen Aktivitäten und Ideologien wirksam und entschlossen entgegenzutreten und Einhalt zu gebieten? Faschismus ist keine Meinungsäußerung, Faschismus war, ist und bleibt ein Verbrechen an die Menschheit und an die Menschlichkeit!!!
Norbert Göpfert
Veranstaltungshinweis des Clubs der Rosa-Luxemburg Stiftung Eisenach
Fairer Handel mit Südfrüchten
Aktuelle Entwicklungen und soziale Projekte am Beispiel der Dominikanischen Republik sind Thema der nächsten Veranstaltung des RLS Clubs Eisenach.
Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels. (Definition der internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO e.V., WFTO und EFTA)
Volker Schmidt wird über die neuesten Entwicklungen im Fair Trade Handel in der Dominikanischen Republik am Dienstag den 21. 02.2012 um 19 Uhr im Augustinerbräu Eisenach berichten und einen kleinen Film über die Produktion „seiner" Biobananen zeigen.
Wir konnten heute medial vernehmen, dass die Zahl der Hartz IV-Kinder drastisch gesunken und die Kinderarmut in Deutschland deutlich zurück gegangen ist. Nun gibt es ja den berühmten Churchill Spruch »Ich glaube nurderStatistik, die ich selbst gefälscht habe“ und genau so ähnlich sieht es mit den hier vorliegenden Zahlen der Bundesregierung aus. Die vorliegende Statistik, nach der die Zahl der Hartz-IV-Kinder von 2006-2011 um 257.000 gesunken sei, ist kein Phänomen, wenn man sich die Zahlen, die dahinter stehen anschaut. In dieser Zeit wurden 598.231 weniger Kinder geboren. Die Zahl sank zwar, der Anteil der Hartz-IV-Kinder an der Gesamtkinderzahl stieg jedoch. Laut den vorliegenden Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank die Zahl der Hartz-IV-Kinder von September 2006 bis September 2011 um 257.000 auf „nur noch“ rd. 1,65 Mio. Kinder. Dies sei ein Rückgang um 13,5 Prozent. Das klingt zwar relativ positiv, ist aber ein Musterbeispiel für geschicktes Weglassen bzw. Zahlenmanipulation. Während die Zahl nämlich von 2006 die Jahrgänge 1991-2005 beinhaltet, basiert die Zahl von 2011 auf den Jahrgängen 1996-2010. Laut Geburtenstatistik des Statistischen Bundesamts beträgt die Differenz der Jahrgänge 1991-1995 zu den Jahrgängen 2006-2010 genau 589.231 Geburten. Allein durch den Geburtenrückgang hätte die Zahl der Hartz-IV-Kinder also um rd. 590.000 Kinder zurückgehen müssen, es war aber nicht einmal die Hälfte. Dementsprechend ist die Veränderung der Armutssituation aus meinem Fokus nicht positiv, sondern negativ. Auch nicht berücksichtigt haben die Systemmedien die Umwandlung von Arbeitslosen in Working Poor, bei der die Regierungsparteien dem schlechten Vorbild der USA folgen. Von den Erwerbstätigen verdiente die Hälfte lt. aktuellster verfügbarer Einkommensteuerstatistik des Statistischen Bundesamts weniger als 22.500 € Jahres-Haushaltseinkommen – brutto. Das sind weniger als 1.177 € netto bei einem Single. Bei einem Paar ist es aufgrund der Steuerklasse netto etwas mehr, dafür pro Kopf sogar noch weniger. Das betrifft auch mehrere Millionen Kinder, die in Haushalten mit Einkommen knapp über Hartz-IV-Niveau leben. Die Datenbasis „nur Hartz-IV-Niveau ist Kinderarmut“ blendet den größten Teil des Problems aus und verfälscht die Armutsstatistik, siehe auch Manipulation der Gesamt-Armutsdefinition. So wurden weitere Sozialleistungen aus dieser Statistik heraus gemogelt, so erhalten weitere Hunderttausende Kinder in Deutschland Sozialhilfe, die ja seit 2005 abgegrenzt vom Hartz IV Satz ausgezahlt wird. Ich wünsche mir von meiner Zeitung ein Hinterfragen der vorgestellten manipulierten Zahlen der Bundesregierung, die kritiklos medial an uns Medienkonsumenten weiter gegeben werden.
Uwe Schenke
Sind die „Brandstifter“ von gestern, die „Brandbekämpfer“ von morgen!
Während sich die Grünen und Sozialdemokraten innerhalb und außerhalb ihrer Partei über den Umgang mit der Steigerung des Rentenalters auf 67 streiten - ein Gesetz welches sie in ihrer Regierungszeit unter Müntefering und Steinbrück als Alternativlos den Bürgern verkaufte - kommt die Schützenhilfe nicht nur aus dem LINKEN und DGB Bereich, sondern von Seehofer (CSU) , dem anderen Koalitionspartner aus dieser Zeit. Seehofer hatte in einem Zeitung – Interview die Rente mit 67 eine „fiskalische Rentenkürzung“ genannt. Als notwendige Bedingung nannte er die „Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50“. Seehofer hat sich nicht etwa von den Linken überzeugen lassen, die seit Jahren gegen eine Rente mit 67 die Bürger mobilisierten, sondern er reagierte damit auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. 2010 gingen demnach 47,5 Prozent der Altersrentner vorzeitig in den Ruhestand. 2005 waren es nach vorliegenden Zahlen 41,2 Prozent und für 2000 waren es ganze 14,5 Prozent. Der durchschnittliche Abschlag liegt aktuell bei 113 Euro. Das sind bei einer Durchschnittsrente von deutlich unter 1000 Euro mehr als 10 Prozent. Der Weg in die Altersarmut ist durch die AGENDA – Politik, Arbeitsverdichtung, prekäre Arbeitsverhältnisse, Psychostress und Entsolidarisierung vorgezeichnet. Die propagierende Lösung, kapitalgedeckte Alterssicherung, erscheint in der Krise als das was sie ist: Eine staatlich subventionierte, riskante Wette auf die „Blase“, dabei einseitiger Nutznießer, die Versicherungen. Sie ist von den zahlreichen Armen dieser Gesellschaft (14,5 Prozent der Bevölkerung) ohnehin nicht zu bezahlen. Für alle außerhalb der Merkelschen Parallelwelt („Deutschland geht es gut“) ist erkennbar: Die weiträumige Demontage der Sozialstandards zugunsten der deutschen Exportindustrie ruiniert nicht nur das Euro-Projekt, sie schafft auch innenpolitisch ein massives Sozial- und Legitimationsproblem. Die Arbeitslosigkeit und Prekarisierung macht auch vor älteren Arbeitnehmern nicht halt. Im Gegenteil. Auch das Phantomproblem Fachkräftemangel sorgt nicht gerade dafür, dass sich die Personalchefs in den Betrieben mit satten Gehaltsangeboten überbieten. Niemand geht gern mit (lebenslangen) Abschlägen von 10 Prozent und mehr in Altersrente. Die meisten müssen, weil sie nicht mehr können.- Gesundheitlich oder beruflich. Noch kann Substanz aus der sozialintegrativen Phase der Marktwirtschaft mit verzehrt werden. Ist die Aufgebraucht, wird es bitter. Natürlich besteht für die Regierenden kein Handlungsbedarf für ein Verarmungsprogramm. Die Demografie, seit Thomas Malthus „Principle of Population“ (1798) in Katastrophenversagen geübt, wurde noch immer von der Produktivität geschlagen. Das Problem der Marktwirtschaft. Heißt Absatz, nicht Produktion. Auch der Hunger in der Welt hängt nicht an der Produktion. Hunger in der Übergangsproduktion gehört zum Kapitalismus wie der Blazer zu Frau Merkel. Die arbeitenden Menschen müssen seit jeher den restlichen Teil der Bevölkerung mit unterhalten. Kinder, alte Menschen, aber auch Banker, Börsenjobber, Spekulanten, Aktionäre, Hedge-Fond-Manager… Fraglich, was hier die größte Belastung ist. Die Verteilungsmethode ist dabei für das angebliche Demografie-Problem völlig irrelevant. Insgesamt muss das Rentensteuersystem in Deutschland auf dem Prüfstand, hier sollten alle Arbeitnehmer, Politiker, Beamte einzahlen, entsprechend ihres Verdienstes, dann wäre die Belastung für den Rentenbeitragszahler auch wesentlich geringer!
Uwe Schenke
Katja Wolf fordert Rettungsmaßnahmen für Schloss Wilhemsthal: Kulturelles Erbe Thüringens bewahren anstatt verfallen lassen!
Angesichts der massiven Verschlechterung der baulichen Zustände des Barock-Ensembles „Schloss Wilhelmsthal“ nahe Eisenach erklärt Katja Wolf, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE: „Damit bestätigt sich unsere Einschätzung aus der Haushaltsdebatte im Thüringer Landtag und verstärkt die Forderung nach einer zügigen Hilfsleistung für die Schlossanlage.“ Fachleute haben kürzlich weitere Schäden festgestellt. Nun schlage auch die Thüringer Stiftung Schlosser und Gärten, unter deren Fittiche das Land das Denkmalensemble nahe Eisenach nach jahrelanger Untätigkeit und mit falschen Versprechungen gegeben hatte, Alarm.
Die Gefahr des Einsturzes einzelner der neun Gebäude, in dem bereits Georg Philipp Telemann musizierte, ist noch größer als bislang gedacht. Die Dächer des Marstalls und der beiden Kavaliershäuser sind bedroht, zitiert Wolf die Klage des Stiftungs-Direktors Helmut-Eberhard Paulus. „Selbst bereits begonnene Sanierungsarbeiten wie am Corps de Logis können nicht beendet werden. Der Hausschwamm droht sogar auf bereits sanierten Teile wieder überzugreifen.“ Katja Wolf fordert die Landesregierung auf, zu handeln und die einst versprochenen zwei Millionen Euro für Wilhelmsthal bereit zu stellen. Bereits in der Etatdebatte hatte DIE LINKE beantragt, in diesem Jahr wenigstens 500 000 Euro für Wilhelmsthal einzusetzen. Die Abgeordnete weiter: „Mit dem eigenen kulturellen Erbe darf sich der Freistaat keine Spielchen erlauben. Letztlich bringt dieser Wortbruch keine Einsparung, sondern einen Verlust am Kultur-Vermögen des Landes.“
Am 15.12.2011 lud das Eisenacher Frauenzentrum zur wirklich gelungenen Weihnachtsfeier ein. Unter den geladenen Gästen, waren u. A. Christiane Leischner und der Vorstandsvorsitzende der Partei DIE LINKE EISENACH, Michael Richter.
Der Kinderchor der Mosewaldschule führte ein tolles Programm aus Weihnachtsliedern und Gedichten auf.
Im Anschluss, überreichte Christiane Leischner eine Spende von 50,-€, die aus dem Erlös einer Tombola, anlässlich der Weihnachtsfeier unserer Partei zusammen gekommen sind.
Unsere Weihnachtsfeier fand auch im Frauenzentrum statt. Dafür noch ein dickes Dankeschön an die Frauen des Frauenzentrums für die Bewirtung und den tollen Nachmittag.
Michael Richter
Dehoga kritisiert „Bettensteuer“ in Eisenach
Nun konnten wir Leser uns am Wochenende einmal mehr davon überzeugen, dass der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) die Einführung einer „Bettensteuer“ zum 1.Januar 2012 einmal mehr zu Unrecht kritisierte. Bei dieser Steuer, dies wurde in anderen Städten durch Oberlandesgerichte bestätigt, handelt es sich um eine „örtliche Aufwandsteuer“, die unsere Kommunen nach dem Grundgesetz selbst beschließen können. Der Stadtrat hatte bereits 2008 im Haushaltssicherungskonzept die Einführung der Tourismusförderabgabe beschlossen. Die Nichtumsetzung des damaligen Beschlusses hat dazu geführt, dass der Stadt so in den letzten 3 Jahren ca. 1 Million an Einnahmen entgangen ist. Wie wir alle wissen, hat die Stadt weniger ein Ausgabe- sondern ein Einnahmeproblem. In diesem Jahr übernachtete ich, Deutschlandweit in 7 Hotels, in sechs davon musste ich eine Abgabe zahlen, dies tat ich immer im Bewusstsein, dass ich vor Ort die Infrastruktur nutzte, also Straßen, Theater, Schwimmbad oder Museen. Weder in Erfurt noch in Weimar – hier gibt es bereits die „Bettensteuer“ - hat sich dies negativ auf die Übernachtungszahlen ausgewirkt. In unserer Stadt wurde in den letzten Jahren einseitig zu Lasten der Bürger /innen Steuern und Gebühren erhöht, während die Hotels das Privileg der Bundesregierung, der Entlastung der Mehrwertsteuer um 12 Prozent sehr gerne annahmen. Ein Teil davon könnten sie als „Solidarbeitrag“ an die Stadt zurück geben. Darüber hinaus sollte die Dehoga und die Stadt die Tourismusförderabgabe als Chance sehen, den Ausbau der Tourismusförderung in Eisenach zu forcieren, ihn auf ein finanzielles Fundament zu stellen, von dem beide auch in Zukunft profitieren. Gerade im Fokus, dass die von der Stadt zu erbringenden Mittel für die Arbeit der Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH momentan in Höhe von 350000 Euro zu den „freiwilligen“ Aufgaben gehört und so der jährlichen städtischen „Streichorgie“ ausgesetzt ist.
Uwe Schenke, Stadtrat
Standort für Parteiinteresse geopfert!
Es ist schon erstaunlich, wie die Verantwortlichen der Stadt, wie das berühmte „ Kaninchen vor der Schlange stehend“ und es zulassen konnten, dass mit dem Wegfall von oberzentralen Funktionen in Eisenach, für die Bürger/innen wichtige Verwaltungsstrukturen in den letzten Jahren aus Eisenach abgezogen wurden, hierunter gehören Schließung des Verwaltungs- und Arbeitsgerichtes genauso wie das Kataster-, Forst- und Landwirtschaftsamt. Nun wird aber Eisenach ein weiteres Mal geschwächt, mit der Entscheidung – die offensichtlich dem Lobbyismus des Bundestagsabgeordneten Christian Hirte (CDU) zu verdanken ist – die Agentur für Arbeit Eisenach der Direktion in Suhl zuzuordnen und damit einer seit mehr als 20 Jahren bewährten Struktur zuwiderläuft. Die Entscheidung im Nürnberger „Hinterzimmer“ gefällt, hat weder etwas mit Effizienz noch mit der Effektivität der Arbeit vor Ort etwas zu tun, sie ist willkürlich und dem Parteienproporz geopfert wurden. So werden sich nicht nur für die einheimische Wirtschaft die Wege zu den Verantwortlichen verlängern, auch Arbeitsmarktinstrumente, die sich vor Ort bewährt haben, werden darüber hinaus auf den Prüfstand stehen. Ein aus sozialer Verantwortung heraus wichtiger Aspekt, ist bisher aus dem Fokus der Debatten herausgelassen oder nicht erkannt wurden, die angeordnete Vorstellung der Arbeitssuchenden bei einem Amtsarzt. Hier wird für die Arbeitslosen nicht nur der Weg zum Amtsarzt wesentlich länger, denn der führte bisher nach Gotha, sondern dieser Verwaltungsakt kostet uns Steuerzahler natürlich auch wesentlich mehr Geld. Meine Frage an Herrn Hirte, dem Kreistag und der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, „Wo ist ihr Kompass, wo ist die Karte“?
Uwe Schenke, Mitglied Trägerversammlung Jobcenter Eisenach
Chance das Arbeitsgericht Eisenach zu erhalten, wurde verpasst
Gestern Nacht wurde nach langer Diskussion das Haushaltsbegleitgesetz im Thüringer Landtag beschlossen. Dabei wurden leider die Änderungsanträge DER LINKEN. zum Arbeitsgericht Eisenach abgelehnt. Damit hat das Haushaltsbegleitgesetz unverändert Bestand - also wird das Arbeitsgericht Eisenach geschlossen. „Eisenach wird damit geschwächt“ ist sich die Landtagsabgeordnete Katja Wolf sicher. Das Argument dass man mit dieser Maßnahme, den Haushalt konsolidiert, ist für sie nicht nachvollziehbar. Der Eisenacher Bürger wird von nun an auf Reisen geschickt, wenn er einen Rechtsstreit führt. Er muss zum Sozialgericht nach Gotha fahren, das Verwaltungsgericht in Meiningen aufsuchen und nun noch das Arbeitsgericht in Suhl. Das ist für sie nicht im Sinne des Bürgers. Die Schließung ist für Katja Wolf ein falsches politisches Signal für die Region Eisenach. Mit dem Beschluss wurde leider auch die Eisenacher Erklärung der IG- Metall Eisenach völlig außer Acht gelassen, sagt Wolf abschließend.
Katja Wolf
Tradition wird auch in diesem Jahr fortgesetzt
Am 20. Dezember in der Zeit von 14.00 bis16.00 Uhr lädt die Eisenacher Landtagsabgeordnete Katja Wolf alle kleinen und großen Zuckerbäcker zum Plätzchenbacken in ihr Büro ein. Die Küche dort verwandelt sich für diesen Nachmittag in eine kleine Bäckerei.
Katja Wolf will mit dieser Aktion zeigen, wie sehr Ihr die Spendenaktion am Herzen liegt. In diesem Jahr werden die Spenden für die Aktion „Thüringen hilft“ verwendet. Thüringen hilft in Eisenach dem Jugendzentrum Nordlicht. Dort warten die Kinder auf einen neuen Basketballplatz. Gerne möchte die Abgeordnete das Anliegen der Jugendlichen unterstützen.
Es bereitet allen viel Spaß gemeinsam zu backen und damit einen guten Zweck zu erfüllen. Frau Wolf (Die Linke.), Abgeordnete im Thüringer Landtag lädt Kinder wie Eltern oder Großeltern herzlich ein, mit ihr für einen guten Zweck Teig zu kneten, um anschließend daraus leckere Plätzchen zu backen. Diese werden verkauft und der Erlös an die Aktion „Thüringen hilft“ gespendet.
Das weihnachtliche Backen von Katja Wolf ist schon zur Tradition geworden. Zum wiederholten Male findet diese Aktion statt.
Landtag darf Wortbruch nicht unterstützen
"Wenn die Landesregierung glaubt, Wortbruch begehen zu dürfen, sollte dies der Landtag nicht mitmachen", begründet LINKE-Landtagsabgeordnete Katja Wolf den Antrag ihrer Fraktion zur Änderung des Landeshaushaltes 2012, der morgen in die Haushaltsdebatte eingebracht wird. DIE LINKE fordert, dass 500 000 Euro zur Rettung der Schlossanlage Wilhelmsthal bereitgestellt werden. Das Geld dient dafür, dass die nötigsten Arbeiten erledigt werden können und damit der Verfall aufgehalten wird.
Ursprünglich habe das Land der Stiftung Schlösser und Gärten zusätzliche Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro zugesagt, wenn sie die vor sich hin siechende Schlossanlage vom Freistaat übernimmt. "Nicht nur, dass der Finanzminister diese zwei Millionen nicht überweisen will, stattdessen wird der Etat der Stiftung um weitere Millionen gekürzt", so Wolf. Dem dürfe der Landtag seine Zustimmung nicht erteilen, sondern müsse wenigstens einen Teil der zugesagten Summe im Jahr 2012 bereit stellen und den Rest in den Folgejahren nach und nach aufbringen. Ansonsten seien die Mittel für die gerade umgesetzten ersten Sanierungsschritte an der Schlossanlage heraus geworfenes Geld gewesen. Hier müsse kontinuierlich weiter gearbeitet werden. Und dafür sei das von der LINKEN beantragte und mit einem Deckungsvorschlag versehene Geld vorgesehen. Katja Wolf: "Der Landtag sollte sich nicht am Spiel der Landesregierung beteiligen, das da heißt, es gilt das gebrochene Wort."
Hinweis!
Zur bevorstehenden Einführung der Regenwassergebühr im Trink- und Abwasserzweckverband Eisenach-Erbstromtal besteht erheblicher Klärungsbedarf unter den betroffenen Gebührenzahlern. Der Zweckverband hat derzeit die Erfassungsbögen für die Grundstücke verschickt. Weil die Nachfragen der Betroffenen zur Einführung der Regenwassergebühr derzeit nicht mehr allein telephonisch bewältigt werden können, bietet DIE LINKE in Eisenach zusätzlich eine Sprechstunde an, in der die Betroffenen neutral beraten werden. Diese Sprechstunde findet am kommenden Dienstag, den 19.12.12, von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Abgeordnetenbüro von Katja Wolf, Georgenstrasse 25, statt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Als Gesprächspartner steht Sascha Bilay, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Kommunalpolitik in der Landtagsfraktion DIE LINKE zur Verfügung.
Heute, am 10.12.2011 war es so weit. Im Eisenacher „Augustinerbräu“trafen sich die Mitglieder unserer Partei, um einen neuen Vorstand zu wählen.
Auf zwei erfolgreiche, wenn auch schwierige Jahre Vorstandsarbeit blickte Michael Richter, alter und neuer Vorstandsvorsitzender zurück. In seiner Rede wies er auf die kommenden Aufgaben des neuen Vorstandes hin.
Es wird in den kommenden Jahren nicht einfacher für die Menschen in unserer wunderschönen Stadt Eisenach, denn die globale Finanz und Wirtschaftskrise wird um die Kommunen und auch um die Stadt Eisenach keinen Bogen machen. So Michael Richter.
Sehr erfreut war Richter über die Wahl zum Stadtvorstandsmitglied von Hanna Mareike Warlich. Eine erst 14 jährige Schülerin. Wir brauchen Junge Menschen, die ihr Schicksal und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen, denn es ist ihre Zukunft, so Richter.
LINKS WIRGT auch in der Wartburgstadt, so Richter. Das haben die vergangenen zwei Jahre deutlich gezeigt. Wir sind in vielen Bürgeriniativen, Vereinen und auf der Straße präsent.
Diese Arbeit, gemeinsam mit den Menschen unserer Stadt gilt es fortzusetzen.
Die Eisenacher Landtagsabgeordnete und Stadträtin der LINKEN wurde am 10. Dezember von den Mitgliedern ihrer Partei als Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin gewählt.
Frau Wolf brachte in ihrer Rede zum Ausdruck, dass sie als Oberbürgermeisterin verstärkt für mehr Transparenz im Verwaltungshandeln sorgen wolle und die Einwohnerinnen und Einwohner von Eisenach in wichtige Projekte der Stadt einbeziehen werde.
Katja Wolf konnte zur Landtagswahl 2009 das Direktmandat in Eisenach erringen. DIE LINKE sieht gute Voraussetzungen, einen Amtswechsel im Eisenacher Rathaus herbeizuführen. Hier können Sie die Rede des Stadtvorsitzenden Michael Richter zur Nominierung von Katja Wolf nachlesen.
erste Reaktionen zur Nominierung von Katja Wolf
Die Kandidatur von Katja Wolf bietet die Chance, eine engagierte Person mit Ihrem Vertrauen auszustatten. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Sie dafür eine praktisch handelnde "oberste Meisterin der Bürger", nämlich "Oberbürgermeisterin", bekommen werden. Bodo Ramelow
Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Thüringer Landtag
Ich finde es gut, dass Katja Wolf als Oberbürgermeisterin von Eisenach kandidiert, weil DIE LINKE in Thüringen über viele gute Frauen verfügt, die zeigen, dass politische Mitbestimmung auch anders gehen kann. Knut Korschewsky Landesvorsitzender DIE LINKE. Thüringen
Katja Wolf ist für DIE LINKE in Eisenach die richtige Entscheidung, da sie auf den verschiedensten Ebenen die unterschiedlichsten Erfahrungen sammeln konnte. Ich bin überzeugt, dass Katja Wolf auch weiterhin ein offenes Ohr für die Belange der Eisenacherinnen und Eisenacher hat. Christiane Leischner
stellvertretende Vorsitzende des Stadtrates Eisenach
Die Lage von Eisenach ist kompliziert und nicht einfach zu bewältigen. Ein Oberbürgermeister darf sich deshalb nicht darauf beschränken, den Mangel zu verwalten. Wir brauchen eine Persönlichkeit mit Visionen, wie sich die Stadt künftig weiter entwickeln soll. Katja Wolf steht dafür, diesen schwierigen Prozess zusammen mit den Eisenacherinnen und Eisenachern gemeinsam zu gestalten. Sascha Bilay
Kreisvorsitzender DIE LINKE. Wartburgkreis-Eisenach
Ich verbinde mit dem Namen Katja Wolf kommunalpolitische Kompetenz, Zielstrebigkeit, Ausdauer und Offenheit. Eine LINKE Oberbürgermeisterin, die unsere schöne Stadt dringend braucht. Michael Richter
Stadtvorsitzender DIE LINKE. Eisenach
Die Oberbürgermeisterwahl wird für mich die erste Wahl überhaupt sein und ich werde meine Stimme nicht an einen janusköpfigen Harlekin in einem Elfenbeinturm verschenken. Ich wähle Katja Wolf. Für die Zukunft unserer Stadt ist sie in diesen schweren Zeiten die Richtige. Tobias Wolfram Sprecher der Linksjugend Eisenach
Katja Wolf (DIE LINK.) : Langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen durch umweltverträgliche Produktion
Als „hochinteressant und mehr als begrüßenswert“ wertet LINKE-Landtagsabgeordnete Katja Wolf die neue Wendung innerhalb des Erörterungsverfahrens zum Bau einer Salz-Pipeline vom K+S-Werk in Neuhof an die Werra. Die Gemeinde Gerstungen und die Stadt Witzenhausen hatten auf der ersten Sitzung er Erörterung eine mögliche Alternative zur dieser Pipeline vorgestellt. Ein Energieunternehmen plant im Landkreis Bad Hersfeld ein Kraftwerk, dessen Abwärme ausreichen würde, um die gesamten Abwässer aus den Werken an der Werra und Fulda der K+S Kali GmbH einzudampfen. „Sollte dies tatsächlich so gelingen, wäre ein großer Schritt zu einer echten Entlastung der Werra und somit auch der Weser“, so Wolf. Dass diese Variante nun von zwei Kommunen ins Spiel gebracht werde, lasse allerdings auch Zweifel an der Ernsthaftigkeit der bisherigen Alternativsuche durch K+S aufkommen.
Wolf forderte die Genehmigungsbehörde auf, die Alternativen ernsthaft in Betracht zu ziehen. So sei die nachhaltige Produktion von Kalidünger möglich und damit auch eine langfristige Sicherheit für die Arbeitsplätze gegeben.
Katja Wolf
Katja Wolf (DIE LINKE.) : Kali-Abwasserversenkung sofort stoppen!
"Keiner weiß, wo sie ist, keiner weiß, wohin sie geht und Langzeitfolgen können für die Umwelt verheerend sein", beschreibt Katja Wolf das Problem bereits versenkter Salzlauge. Mittlerweile sei etwa eine Milliarde Kubikmeter Lauge in den Boden gepresst worden. Nach Schätzungen der Werrra-Weser-Anrainer-Konferenz sollen davon etwa 60 Prozent nicht mehr im Plattendolomit sein.
Diese Lauge wird damit zur Gefahr für die betroffene Gegend. "Inzwischen wird zugegeben, dass das Gestein nicht dicht ist und sich die Lauge in andere Schichten bewegt. Eine klare Bedrohung für das Trinkwasser - nicht nur in Gerstungen!", warnt die Umweltpolitikerin. Die Linkspolitikerin fordert, einer weiteren Versenkgenehmigung nicht zuzustimmen. "Leider gibt es aber in dieser Richtung Signale aus Kassel, dass es eine Verlängerung der Genehmigung geben soll, wenn auch nicht über die volle beantragte Menge.
Katja Wolf begrüßt die Stellungnahme der Thüringer Behörden im Verfahren. Diese hatten sich gegen eine weitere Versenkung ausgesprochen. "Jeder Tropfen Lauge im Untergrund ist einer zu viel. Die Gefährdung ist nicht weg zu reden. Trinkwasser ist wertvoll. Nicht umsonst war früher das Vergiften von Brunnen eines der schwersten Verbrechen." Die Abgeordnete gibt aber auch zu bedenken, dass darüber hinaus weitere Versagensgründe bestehen. So sei in Dankmarshausen für jeden sichtbar, wie die Lauge wieder an die Oberfläche tritt und ganze Wiesen zu Salzwiesen werden lässt. Katja Wolf hat dazu mit ihrem Fraktionskollegen Tilo Kummer das "Wasser" analysiert. "Die festgestellten 115 Gramm Salz pro Liter Oberflächenwasser haben unsere Vorstellungskraft bei weitem übertroffen!", betont Frau Wolf. Die Gefährdung der Umwelt sei damit für jeden sichtbar, so die Abgeordnete, die in der Region ihren Wahlkreis hat. "Es gibt Alternativen. Dazu gehört, die Lauge besser auszunutzen, auch wenn das am Ende für den Konzern weniger profitabel ist!
Dies würde die Einleitung der Salzabwässer in die Werra auf Jahrzehnte festschreiben
Anlässlich des heute beginnenden Erörterungsverfahrens zum Bau und Betrieb einer 60 Kilometer langen Salzwasserleitung des Konzerns K+S von Neuhof nach Philippsthal, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Katja Wolf:
"Hier sollen Mensch und Umwelt dafür büßen, dass sich ein weltweit agierender, höchst profitabler Konzern über Jahrzehnte auf dem Umweltauge blind gestellt hat, und dies mit Duldung der Regierungen aus Hessen und Thüringen." Die LINKE Landtagsabgeordnete verweist darauf, dass mit der geplanten Leitung Salzabwässer aus dem Werk in Neuhof transportiert und dann in die Werra geleitet werden sollen. "Das geschieht auch schon jetzt, allerdings über Lastwagentransporte", so Frau Wolf weiter. Im Erörterungsverfahren wird das Regierungspräsidium Kassel alle Einwendungen gegen den Bau prüfen. Insgesamt liegen dort über 5.000 Einwendungen vor.
"Der Bau dieser Leitung würde die Einleitung der Salzabwässer in die Werra auf Jahrzehnte festschreiben - ohne dass es ein tragfähiges Zukunftskonzept gibt, das ein absehbares Ende von Einleitung und Versenkung zum Ziel hat", kritisiert die Umweltpolitikerin. Wolf fürchtet, dass die "vergleichsweise dürftigen Anstrengungen von K+S zur Vermeidung und Verwertung der beim Produktionsprozess entstehenden Salzlauge wieder gegen Null streben werden".
Katja Wolf
Haben wir eine Verfassungsschutzkrise, diese Frage stellen sich hier viele Bürger unseres Landes. Ob in der Bundestagsdebatte oder die Anhörung in der zuständigen Thüringer Parlamentarischen Kontrollkommission (PKK) wurden die Hauptfragen zumindest gestellt. Haben die Behörden neofaschistische Mörder wissentlich unterstützt, haben sie diese finanziert, ausgerüstet und sie zu ihren Mordtaten animiert? Sollten diese Fragen bejaht werden, sind die antifaschistischen Grundlagen der Bundesrepublik Deutschland erschüttert. In diesem Fall hätten Staatsorgane, die per Eid auf den Schutz der Verfassung verpflichtet sind, über Jahrzehnte diesen Auftrag aktiv und bewusst zuwidergehandelt. Sie hätten die Verfassung systematisch und nicht im Einzelfall gebrochen. Der Verzicht auf den möglichen Zugriff auf die drei Hauptverdächtigen, der sich immer mehr erweiternde Kreis von unmittelbar Verdächtigen, die Unbekümmertheit, mit der die Terrorgruppe am helllichten Tage mordete und ihre Mordinstrumente aufbewahrte, die Einbettung der Terrorgruppe in das braune Netzwerk und die sichtbare Nähe von Beamten des Verfassungsschutzes zu Tatorten der Morde, all diese Momente legen auch in ihrer Häufung den Verdacht zwingend nahe, dass von Zufall keine Rede sein kann. Es gibt ein weiteres Indiz, dass den Blick bis in die Spitze unseres Staates lenkt. Auch dies wurde im Bundestag und im Landtag benannt. Warum sind Zeitungen und nichtstaatliche Stellen innerhalb weniger Tage in der Lage, Fakten über neofaschistische Ausbreitung zu nennen, die unsere Bundesregierung nur unter Druck der Ereignisse anerkennt. Erfreulich ist die Bereitschaft zur Prüfung des NPD-Verbotes. Wir werden sehen, was dies ergibt. Vieles in dieser Erklärung ist so oder ähnlich schon anderswo gesagt worden. Gefolgt ist dem nicht viel. Im Kern aller Überlegungen muss stehen, dass dem antifaschistischen Auftrag der Verfassung wieder Geltung verschafft werden muss. Wir brauchen daher keine neuen Gesetze, sondern Politiker und Staatsorgane, die den Geboten des Grundgesetzes folgen. Ein weiteres Problem, was auch nicht ganz neu ist, dass der Verfassungsschutz sich einer neuen Struktur öffnen muss und so auch für die Politik transparenter und empathischer wird. Die Herren Genzel (SPD) und Fiedler (CDU), seit Jahren Mitglied der PKK (Parlamentarischen Kontrollkommission) heulen am lautesten, sie haben aber in ihrer Kontrolltätigkeit in den letzten Jahren auch versagt! Wer, wenn nicht sie, hätte das Recht aber auch die Pflicht zu mehr Kontrolle des Thüringer Verfassungsschutzes umsetzen müssen. Vor Jahren war ein Abgeordneter der PDS/LINKEN aus der Thüringer PKK ausgetreten, auch weil er erkannte, dass sich diese Behörde ohne ein entsprechendes Gesetz nicht kontrollieren lässt. Uwe Schenke
Wir Eisenacherinnen und Eisenacher erinnern an die 182 Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt seit 1990
In den letzten Tagen überschlagen sich die Nachrichten über die unglaubliche Mordserie des thüringischen Neonazis Trios und ihrer Helfer. Viele Menschen sind fassungslos über diese Gewalttaten. Wir, das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach, trauern um die Ermordeten. Mit einer Lichterkette und einer Mahnwache am Montag den 28. November um 17 Uhr in der Karlstraße erinnern wir an alle Menschen, die in den letzten Jahren Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt geworden sind.
Mit dieser Aktion wollen wir unsere Empörung über die 182 Todesopfer seit 1990 ausdrücken. Sie wurden heimtückisch von Rechtsextremisten ermordet.
Wir sind zutiefst entsetzt über das jetzt bekannt gewordene Ausmaß des neuen
Terrors von Neonazis. Unverständlich ist auch das Versagen der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern, gerade auch in Thüringen,
Unser Mitgefühl und unsere Verbundenheit gelten den Angehörigen der Opfer rechtsextremer Gewalt. Wir trauern mit ihnen. Um ihrer und um unser aller Willen erklären wir: Wir werden uns mit unserer ganzen Kraft weiter dafür einsetzen, dass sich Verbrechen wie diese nicht mehr wiederholen können und dürfen.
Gedenken heißt auch Verantwortung zu übernehmen und Alltagsrassismus an allen Stellen und zu jeder Zeit wahrzunehmen, öffentlich zu benennen und entschieden abzulehnen. Gedenken verlangt auch, Rechtsextremismus und Rassismus auf allen gesellschaftlichen Ebenen entschieden entgegenzutreten. Viele Menschen zeigen seit Jahren in Eisenach Gesicht gegen Rechtsextremismus.
Wir rufen alle Eisenacherinnen und Eisenacher auf, am Montag, 28. November 2011 ab 17 Uhr in Eisenach vom Rathaus beginnend in der Karlstraße mit einer Lichterkette und einer Mahnwache gemeinsam an die 182 Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt zu erinnern und zu gedenken.
Über die Notwendigkeit der Übertragung der Grundversorgung der Bevölkerung in die öffentliche Hand
Seit Beginn der Privatisierungswelle in den deutschen Kommunen Anfang der 90er Jahre können die Bürger flächendeckend steigende Preise, Gebühren und Abgaben für Leistungen der Grundversorgung wie Wasser, Energie, Mobilität, Kommunikation, Wohnraum etc. feststellen. Im Gegenzug dazu sind Service und Qualität in vielen Bereichen der Grundversorgung durch private Anbieter der Leistung dem Wettlauf der Kostensenkung zum Opfer gefallen. Der Begriff Privatisierung leitet sich vom lateinischen Wort "privare", übersetzt "rauben" ab. Ein privates Unternehmen kann auf dem freien Markt nur bestehen, wenn es besser als seine Konkurrenten auftritt. Zum einen mit qualitativ besseren Leistungen bzw. Produkten, welches Investitionen in Innovationen voraussetzt. Investitionen werden aus den erwirtschafteten Gewinnen gespeist. Zum anderen kann es seine Mitkonkurrenten über den Preis aus dem Rennen werfen. Gleiche Leistungen/Produkte mit niedrigeren Preisen bedeuten im Gegenzug Kostensenkung. Diese erfolgen in der Regel über Senkung der Arbeitskosten. Wie die Vergangenheit und die Erfahrungen zeigen, werden diese Kostensenkungen durch Lohndumping und oder Personalentlassungen erreicht und dies zu Lasten der Allgemeinheit (Steuerzahler und Sozialhaushalte) und manchmal sogar zu Lasten der Sicherheit. Hat ein privates Unternehmen eine Monopolstellung auf dem Markt, so kann es den Preis selbst bestimmen und beliebig nach oben festlegen. Ein Wettbewerb ist ausgeschlossen, da mittels Monopolstellung mögliche Mitbewerber aus dem Feld gedrängt werden. Die Politik wird erpressbar. Ziel jedes privaten Unternehmens ist die Rendite bzw. Gewinnmaximierung. Diese betriebswirtschaftliche Rationalität steht dem Ziel des Allgemeinwohls, der Gemeinnützigkeit diametral entgegen. Durch ca. 5.000 Lobbyisten in und um Berlin herum wurde die Privatwirtschaft und auch Banken zusätzlich zum größten Subventionsempfänger dank erpressbarer und willfähriger Politik. Gewinne privatisieren und Verluste/Kosten vergesellschaften haben dabei mit "höherer Effizienz" des privaten Unternehmertums nichts zu tun. Auf Dauer kommt es dem Staat sehr teuer, wie die zunehmende Staatsverschuldung uns zeigt. Wenn es um das Allgemeinwohl, um die Gemeinnützigkeit geht, kann es also bei der Leistungserbringung für die Daseinsvorsorge nicht allein und hauptsächlich um Rendite-Kennziffern gehen. Hier müssen zwangsläufig andere Kennzahlen im Mittelpunkt stehen. Leistungsanbieter mit gesetzlichem Gemeinwohlauftrag, also Unternehmen der öffentlichen Hand, müssen gesetzlich verpflichtet und demokratisch kontrolliert folgende wesentliche Kennzahlen erfüllen: Universalversorgungsgebot
Versorgungssicherheit
Preisschutz
Umweltschutz- und ziele
Investitionen
Beschäftigtenschutz.
Profitorientierte Unternehmen werden bei solchen gesetzlichen Vorgaben bzw. staatlichen Regulierungsversuchen zur Sicherung des Allgemeinwohls schnell ihr Interesse verlieren, da sie ihrer Renditejagd im Wege stehen. Der heutige Neoliberalismus und seine Globalisierungsstrategen vertreten grundsätzlich als ihre Handlungsprämisse Privat vor Staat, Profit vor Gemeinnützigkeit und Markt vor Regulierung. Die Ergebnisse solchen Privatisierungswahns kann man überall in der Welt, nicht nur in Deutschland "bewundern". Neben Preissteigerungen und Serviceverschlechterungen über Streckenstilllegungen der DB, zunehmende Zugunglücke und Ausdünnung Postfilialnetz bis hin zum Zusammenbrechen von Strommasten bei Schneefall, zeugen von der Genialität privaten Unternehmertums hierzulande. Demgegenüber bedeutet Gemeinwohl: Leistungen für alle zu moderaten Preisen
Sozialtarife für Geringverdiener
Umweltgesichtspunkte berücksichtigen
Attraktivität Nah- und Fernverkehr
Übergang zu erneuerbaren Energieträgern
Ausschluß Kommerzialisierung von
öffentlichen Diensten aller Art
Regionalisierung statt Globalisierung
Ausschluß internationaler Beteiligungen
lebensstandardsichernde Löhne... .
Diese Aufzählung könnte man fortsetzen. Die Vorteile und der nachhaltige Nutzen für die Gesellschaft wären unbestritten. Gemeinwohl vor Gewinn ist machbar, wie die Geschichte bis Ende 80er/Anfang 90er Jahre in Deutschland zeigte. Verluste auf der einen Seite wurden schon damals durch Gewinne auf der anderen kommunalen Seite ausgeglichen. Das Versorgungsniveau der Bevölkerung hatte keinesfalls darunter gelitten, im Gegensatz zur heutigen Zeit. Gesetzliche Regelungen, welche die Privatisierungen begünstigten und förderten und den Kommunen die Luft zum atmen nehmen, müssen auf allen Ebenen und für alle Bereiche zurückgenommen werden. Kleinere Kommunen sollten sich in kommunale Verbünde zusammenschließen, um ihre Kräfte zu bündeln und die Effizienz zu erhöhen. Zurücknahme der Kommerzialisierung von Unternehmen der Grundversorgung, welche sich in öffentlichem Eigentum befinden, aber nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden mit entsprechend fatalen Folgen für die Allgemeinheit (hohe Preise für geringere Leistungen...). Als Fazit muß festgestellt werden, daß die Privatisierungspolitik der letzten 20 Jahre verheerende Folgen für die Allgemeinheit und die öffentliche Hand brachte und nur zum Vorteil der Renditejäger der Privatwirtschaft dienlich war. Dieser Prozeß muß dringend umgekehrt werden, um ein weiteres Ausbluten der Kommunen zum Nachteil des Gemeinwohles zu verhindern. Eine Rückverstaatlichung für die öffentliche Hand, gepaart mit wahrer demokratischer Kontrolle, käme der Allgemeinheit viel billiger als die jetzige Abzockmentalität von Bürgern und Staat durch die privaten Leistungsanbieter!
Norbert Göpfert
Mitglied Stadtvorstand DIE LINKE Eisenach
Katja Wolf (DIE LINKE. ) fassungslos über den Umgang der Landesregierung mit Schloss Wilhelmsthal
„Die Antwort des Staatsekretärs Dr. Deufel erschreckt mich. Ich bin fassungslos über so viel Ignoranz.“, so kommentiert Katja Wolf ihre Anfrage im Landtag.
Seit Jahren liegt die Schlossanlage der Landtagsabgeordneten am Herzen. Mit vielen parlamentarischen Initiativen versuchte sie das Ensemble zu retten. Als der Komplex in die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten überging, sah sie darin einen richtigen Schritt. Jedoch will nun die Landesregierung ihr Versprechen, Gelder für das Projekt einzustellen, nicht erfüllen. Auf ihre Anfrage hin, hatte die Landesregierung noch im Frühjahr versichert, dass die versprochenen Landesmittel von 2 Millionen an die Stiftung gehen würden. Dies ist leider bis heut nicht geschehen. Auf ihre Nachfrage heute im Thüringer Landtag bestätigte sich leider, dass die Landesregierung nicht zu Ihrem Wort steht.
„Damit wird klar, dass die Landesregierung in keinster Weise ihrer Verantwortung gerecht wird. Man lässt nun die Stiftung und ihrem Direktor mit allen Problemen alleine.“
Mit der Antwort der Landesregierung sieht Katja Wolf die Nachhaltigkeit der Maßnahmen der Park- und Schlossanlage in Gefahr. Man stellt an die Stiftung viele Forderungen, die jedoch keinen Pfennig kosten dürfen. Die Abgeordnete verweist darauf, dass gerade mit großem Aufwand begonnen wurde, den Park wiederherzustellen. "Wenn jetzt nicht kontinuierlich weiter gefördert wird, ist das bisher in die Hand genommene Geld verloren es wäre eher eine Verschwendung. Wilhemsthal braucht kontinuierliche Pflege und eine weitere Sanierung!“
Es sei schlimm genug, dass sich das Land Thüringen mehr als stiefmütterlich um das Schloss gekümmert hat. „Dies ist mehr als bitter!“ resümiert Wolf abschließend und appelliert an die Landesregierung, zumindest die angekündigten Mittel zur Verfügung zu stellen.
Die Antwort der Landesregierung ist im Internet zu verfolgen – auch im Nachgang.
Über die Seite des Thüringer Landtags, Plenum online, ist der Tagesordnungspunkt 41 (Fragestunde) zu finden. Es handelt sich um die letzte Anfrage mit der Drucksache 5/3531.
Mit freundlichen Grüßen Katja Wolf (MdL)
Aktion gegen Salzlaugen-Versenkung
Die Genehmigung der Salzlaugenversenkung läuft Ende dieses Monats aus. Kali+Salz hat nun einen neuen Antrag gestellt, weitere zehn Jahre Lauge zu versenken. "K+S versucht zwar, mit blumigen Ankündigungen von seinen Umweltsünden abzulenken, aber am Ende bleibt die immense Belastung von Mensch und Natur durch verpresste hoch konzentrierte Lauge statt einer tatsächlichen Erhöhung der Umweltstandards", kritisiert Katja Wolf, Sprecherin für Umweltpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.
Abgeordnete der LINKEN werden am Samstag in Kassel zusammen mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, BUND, Grüne Liga, NABU, Naturfreunde, Verband für Angeln und Naturschutz, Deutscher Kanu Verband, Werra-Weser-Anrainerkonferenz und der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Werratal gemeinsam gegen die Laugenversenkung protestieren.
Katja Wolf erneuert die Forderung, die Lagenversenkung zu beenden. K+S müsse endlich ein schlüssiges Konzept vorlegen, wie Werra und Weser wieder naturnah werden sollen und dieses bis 2010 umsetzen! Werra und Weser müssen endlich wieder Süßwasserflüsse werden!
Die Aktion findet am Samstag, 19. November, 11 bis 13 Uhr, auf dem Wochenmarkt an der Markthalle Kassel, oberer Eingang (Graben, 34117 Kassel), mit dem Motto "Wir bringen das Salz zurück!" statt.
Katja Wolf (MdL)
Katja Wolf (DIE LINKE.) Hainich nicht länger als Stiefkind behandeln!
Nach der Verleihung der UNESCO-Welterbeurkunde für die deutschen Buchenwälder und damit für den Nationalpark Hainich erklärt Katja Wolf, Sprecherin für Umweltpolitik der LINKE-Landtagsfraktion.
"Mit dieser Auszeichnung wird nicht nur die inhaltlich und fachlich hervorragende Arbeit des Nationalpark-Teams im Hainich gewürdigt, sondern auch der Fokus auf die Zukunft des Parks gelenkt. Der Freistaat muss sich nun der Verantwortung für den Nationalpark und dessen Arbeit noch bewusster werden, steht doch diese Fläche nun noch stärker auch im Blickpunkt des internationalen Interesses. Das birgt sowohl für die Umwelt als auch für die touristische Entwicklung der Region und des Landes vielfältige Chancen", so Wolf.
Ein erster richtiger Schritt sei gewesen, den Nationalpark nicht in die Forstanstalt öffentlichen Rechts zu integrieren. Nun müsse das Land auch den nächsten Schritt gehen und den Nationalpark personell und finanziell angemessen ausstatten. Derzeit gebe es zu wenig Mitarbeiter, und selbst die vorgesehenen Stellen seien nicht alle besetzt.
"Dieser Umgang ist einer Welterbestätte nicht würdig", erklärt die Umweltpolitikerin der LINKEN. Die Abgeordnete hofft, dass man die Auszeichnung nun auch bald mit einer Veranstaltung im Hainich würdigt. "Solch ein Ereignis muss gefeiert werden!"
Aus der Zeitung den Sachstand beim Tor zur Stadt zu erfahren, ist interessant aber frustrierend!“, resümiert Eisenachs LINKE- Stadtratsmitglied Katja Wolf. Die mehrfache Nachfrage aus den Reihen der Fraktion der Linken, ob denn für die notwendigen Fördermittel für den zukünftigen neuen Busbahnhof Anträge beim Land gestellt seien, hätten OB Matthias Doht und sein Mitarbeiter Jens Hartlep nicht nur klar bejaht, sondern auch Häme und Spott über den Fragestellerinnen ausgeschüttet. Nun sei in der Zeitung genau nachzulesen, dass dies eben nicht der Fall sei. „Wie mir das zuständige Bauministerium bereits bestätigte handelt es sich bei dem, was die Stadt da vorgelegt hat, nicht um Fördermittel-Anträge, sondern ausschließlich um die Fördermittel-Anmeldungen. Der Unterschied klingt banal, ist er aber nicht. Landesmittel fließen nur mit einem Antrag, nicht auf die eher unverbindlichen Anmeldungen. Ohne bewilligten Antrag also kein Busbereitstellungsplatz, ohne diesen keine Umverlegung des Busbahnhofs“, konstatiert Wolf.
Sie frage sich nun jedoch, warum der OB und sein Büroleiter offensichtlich falsche Fakten auf den Tisch legten. „Wissen sie es beide nicht besser oder lügen sie bewusst?“. Wolf fordert eine Richtigstellung vor dem Stadtrat und eine Entschuldigung bei dessen Mitgliedern durch den OB.
Um solche Irritationen künftig zu vermeiden und das gemeinsame Ziel, eines funktionierenden Busbahnhofes sowie einer vernünftigen Bebauung entlang der Bahnhofstraße, zu erreichen, bietet die Linke-Landtagsabgeordnete neuerlich ihre und die Mithilfe der Stadtratsfraktion an. Wolf: "Dazu müssen die Informationen aus der Verwaltung dann aber auch belastbar sein und der Wahrheit entsprechen".
Wider aller Vernunft!
Die Logik der Entscheidungsfindung der Agentur für Arbeit aus Nürnberg , die Zusammenarbeit der Stadt Eisenach mit der Agentur für Arbeit Gotha zu beenden und Suhl zu zuordnen, kann nur mit der örtlichen, wirtschaftlichen und territorialen Unkenntnis dieser Behörde entschuldigt werden. Gerade der Einsatz arbeitsmarktpolitische Instrumente hat sich in Eisenach in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Politik und Agentur für Arbeit in Gotha in den letzten Jahren bewährt. Diese Entscheidung ist eine politische Fehlentscheidung und stößt auf unser Unverständnis, vor allem auch deshalb, weil wie ich informiert bin, sich der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte (CDU) für die Standortveränderung in Richtung Suhl in der letzten Zeit sehr engagiert hatte. Dies macht die ganze Problematik für die Stadt und ihren seit 21 Jahren gewachsenen Strukturen nicht besser, eher schlechter. Nun kann man diese Entscheidung für richtig oder falsch halten, was sie aus meinem Fokus nicht leisten kann ist, die Bürokratie abzubauen, ebenso wenig werden sich die Wege, nicht nur für die einheimische Wirtschaft verkürzen und vor allem aber werden vereinbarte und bewährte örtliche Arbeitsmarktinstrumente auf den Prüfstand stehen. Weder ist in diese Entscheidung eine vor uns liegende Kreisgebietsreform, noch der Oberbürgermeister in diese Entscheidung mit einbezogen wurden. Gewachsene Strukturen vor allem örtliche Arbeitsmarktstrukturen zwischen der Wirtschaft, und Arbeitsamt werden sich so wesentlich schwieriger gestalten. Darüber hinaus wird der erst im Januar 2011 vereinbarte Vertrag zwischen der Stadt Eisenach und der Agentur für Arbeit Gotha zum Ausbau des Jobcenters zur Makulatur. Hier sollten noch einmal die Vertreter der Kommunen, die dem Arbeitsamtsbezirk Gotha angehören sich zu Wort melden!
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Schenke, Mitglied Trägerversammlung Jobcenter Eisenach, Stadtrat Eisenach
Katja Wolf (DIE LINKE.) : Gewinne bei Kali und Salz in höhere Umweltstandards inverstieren
Aus der heutigen Pressemitteilung von Kali und Salz geht hervor, wie gut sich die Bilanz des Unternehmens verbessert hat. Die K+S Gruppe hat auch im dritten Quartal des laufenden Jahres Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich steigern können. „Es wäre jetzt der richtige Schritt mehr Geld in einen umweltverträglicheren Abbau zu stecken“, sagt die umweltpolitische Sprecherin der Linken Katja Wolf. K+S gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Standard- und
Spezialdüngemitteln. Leider steht Umweltschutz nicht ganz oben auf der Agenda des Konzerns. Katja Wolf erneuert in diesem Zusammen ihre Forderung an K und S einen Teil der deutlich steigenden Gewinne für höhere Standards im Umweltschutz aufzuwenden, unter anderem auch Alternativen zur Laugenverpressung zu nutzen und auf die Haldenerweiterung zu verzichten, sagt die Abgeordnete abschließend.
Katja Wolf
GEMEINSAMER AUFRUF: AKTION GEGEN SALZLAUGENVERSENKUNG
VON BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE, BUND, GRÜNE LIGA, NABU, NATURFREUNDE,
VERBAND FÜR ANGELN UND NATURSCHUTZ, DEUTSCHER KANU VERBAND, WERRA-WESERANRAINERKONFERENZ,
BI FÜR EIN LEBENSWERTES WERRATAL
Von einer dreisten Lüge will die Eisenacher Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Katja Wolf, nicht sprechen. Es bestätige sich aber nun doch das ungute Gefühl, dass die Landesregierung schon im Sommer wusste, "dass das Versprechen auf finanzielles Engagement des Landes für das Schloss Wilhelmsthal nichts weiter ist als Gerede". Jetzt stelle sich heraus, dass allen Versprechungen zum Trotz kein Cent an Hilfe aus dem Landeshaushalt an die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten geht. "Die Landesregierung will anscheinend warten, bis die Stuckdecke des Telemannsaales eingestürzt ist, um dann begründen zu können, warum sie nichts tut", fürchtet Wolf. Auf ihre Anfrage hin, hatte die Landesregierung noch im Frühjahr versichert, dass die versprochenen Landesmittel von 2 Millionen Euro an die Stiftung gehen würden. "Damals war noch die Rede davon, dass dies mit einem zeitlichen Verzug geschehe. Nun aber will sich das Land ganz aus der Verantwortung stehlen, das darf nicht sein!" Katja Wolf fordert die Landesregierung auf, zu ihrem Wort zu stehen und umgehend die Mittel zur Rettung des akut einsturzgefährdeten Telemannsaales freizugeben. Mit einer Mündlichen Anfrage versucht die Abgeordnete der LINKEN nun zu klären, was die Landesregierung weiter mit der historisch wichtigen und traumhaft schönen Immobilie vor hat. Wenn man in der unrühmlichen Tradition der letzten 20 Jahre bleibe, sei der Verfall nicht aufzuhalten.
Die Abgeordnete verweist darauf, dass gerade mit großem Aufwand begonnen wurde, den Park wiederherzustellen. "Wenn jetzt nicht kontinuierlich weiter gefördert wird, ist das bisher in die Hand genommene Geld verloren. Wilhemsthal braucht kontinuierliche Pflege und die weitere Sanierung!"
Die Linksfraktionärin kündigt weitere parlamentarische Initiativen an und sagt: "Wenn sich Minister Matschie gerade wieder am Reformationstag über das reiche kulturelle Erbe Thüringens freut, dann müsste die Landesregierung eigentlich erkennen, dass diese Freude auch eine Verantwortung zum Erhalt beinhaltet. Da reichen Feiertagsreden nicht aus."
Katja Wolf (MdL)
Maßnahmenpaket nur im Eigeninteresse von k+s
"Die so durchschaubare Umwelt-Charme-Offensive von k+s wird bei den betroffenen Kommunen und deren Bürgern kaum als ernsthaft rüber kommen", wertet linke-Umweltexpertin Katja Wolf. Wer gerade beantragt habe, weitere 46 Millionen Kubikmeter salzlauge über zehn Jahre in den Untergrund versenken und die Abfallhalden verdoppeln zu wollen, sei mit seinen Ankündigungen für Gewässerschutz nur wenig glaubhaft. Zumal alle Welt wisse, dass nach Angaben des Konzerns selbst über die Hälfte dieses versenkten Mülls nach wenigen Jahren im Grundwasser oder in der Werra zu finden seien.
Alle Anstrengungen von k+s zur Vermeidung von salzhaltigem Müll aus der Kaliproduktion seien löblich, sich aus Sicht von Wolf greifen die vom Kasseler Düngemittelhersteller im sogenannten "Maßnahme packet" angedachten Projekte zu kurz.
Alle Maßnahmen seien ausschließlich nach der wirtschaftlichen Rentabilität geprüft worden. Der Konzern setzt nur um, womit sich Profit machen lasse.
"Wenn 2015 immer noch sieben Millionen Kubikmeter Kalilauge als Müllentstehen, reicht das nicht, ist der Werra und der Umwelt nicht wirklich geholfen", so Wolf.
Dass k+s nun ankündige, im nächsten Jahr den Antrag für den Bau einer Pipeline Richtung Nordsee einreichen, wertet Wolf als zweiten Teil der Charme-Offensive von k+s um "gut Wetter für die Genehmigung für die Verlängerung der Versenkung zu machen. Diese Spiel auf Zeit ist bekannter Teil der Taktik. Solange der Konzern seine Hausaufgaben bei der Vermeidung und konsequenten Verwertung des bei der Kaliproduktion anfallenden Abwasser nicht mache, seien alle anderen Ankündigungen nur wenig überzeugend.
Ebenso wenig sieht sie keinerlei Bewegung in der Frage der Kalihalden. "solange es Firmenphilosophie ist, die Halden in den nächsten Jahren zu verdoppeln und nicht unter Tage zurück zu bringen, ist alles Gerede von Nachhaltigkeit eine Farce. Hier werden vielen Generationen schwere Altlasten hinterlassen". Es bräuchte dringend ein echtes Umdenken des Konzerns, keine wohlinzinierten Ablenkungsmanöver, so die Umweltpolitikerin der LINKEN.
Katja Wolf
Katja Wolf (Die Linke. ) Landesregierung steht für Stagnation
Am Ende des Monats jährt sich der Amtsantritt der Landesregierung zum 2. Mal. Für Katja Wolf der richtige Augenblick ein kurzes Resümee zu ziehen. Am 30. November ist Ministerpräsidentin Lieberknecht zwei Jahre im Amt. Die Bilanz der bisherigen Regierungsarbeit der Thüringer CDU/SPD-Koalition falle ernüchternd aus, so die Landtagsabgeordnete: "Bei den für Thüringen wichtigen Vorhaben, wie der Verwaltungsreform oder der Bildungspolitik, stehen die Koalitionäre wechselseitig auf der Bremse. Da stolpert zusammen, was nicht zusammen gehört."
Seit Beginn der Legislatur drücke sich die schwarz-rosa Koalition um die großen Themen herum. "Das Prinzip dieser Regierung lautet, sich gegenseitig in Schach zu halten. Aber weder das Aussitzen von Entscheidungen noch das Verschleppen auf den Sankt Nimmerleinstag bringen Thüringen voran", moniert die Abgeordnete der Linkspartei. Dass bislang die Verwaltungsreform noch nicht angegangen wurde, sei "eine schwere Hypothek für Thüringen". Zudem sei eine Veränderung bei der Kommunalabgabenpolitik weg von Zwangsbeitragen hin zu sozial gerechten Gebühren längst überfällig und aus dem von der SPD vollmundig angekündigten längerem gemeinsamen Lernen sei am Ende nur ein Schulreförmchen in homöopathischer Dosis geworden. Wolf erneuert gemeinsam mit ihrer Fraktion im Thüringer Landtag die Forderung der LINKEN, eine Volksabstimmung zum künftigen Schulkonzept zu initiieren.
"Diese Regierung tut offenkundig das Gegenteil von dem, was sich die Bevölkerung wünscht", sagt Wolf. Erst kürzlich hatte der ThüringenMonitor festgestellt, dass eine Mehrzahl der Thüringer sich für eine Strukturreform ausspricht. "Diese schwarz-rosa Koalition verschafft Thüringen Stagnation auf hohem Niveau und sorgt damit leider für verlorene Jahre für Thüringen", so Katja Wolf abschließend.
Katja Wolf (MdL)
„Tor zur Stadt“ überraschend und wenig überzeugend
„Da passen bisherige Aussagen und die gestrigen nicht zusammen!“, urteilt Katja Wolf.
Noch in der letzen Stadtratssitzung hätte der Oberbürgermeister Geheimniskrämerei betrieben. Nun sei die Katze aus dem Sack: bisherige Planungsgrundlagen seien kurzerhand über Bord geworfen.
„Alle bisherigen Planungen verfolgten das Ziel der Verkehrsberuhigung der Bahnhofstraße, der Anbindung des Marktes durch die Waldhausstrasse und der Sicherstellung eines bestmöglichen Busverkehrs. Diese wichtigen Punkte scheinen alle sang- und klanglos über Bord geschmissen zu sein.“
Das größte Problem sieht Wolf im Umgang mit der KVG und deren Fahrgäste. „Wo sollen Menschen ein- und umsteigen, wenn der Stadtbusbahnhof weg ist und der Ersatz offensichtlich noch nicht fertig gestellt?“
Es habe im Stadtrat die klare Zusage gegeben, dass der Stadt-Busbahnhof erst zur Verfügung gestellt werde, wenn es gute Alternativen gebe oder der Neubau fertig ist. „Dies ist mit der vorgestellten Zeitschiene nicht im Traum machbar!“, stellt die Stadträtin, die auch Mitglied im Ausschuss für Bau, Verkehr und Umwelt ist, fest. Es deute sich an, dass der gut funktionierende Busverkehr in Eisenach den einseitigen Interessen eines Investors weichen müsse. Dies sei in keinem Fall hinnehmbar.
Bisherige Planungen seien auch immer von der Möglichkeit einer Tagungs – oder Stadthalle in dem Bereich gegenüber des Bahnhofs ausgegangen. Der Weg sei mit dem Entwurf eindeutig ad absurdum geführt, ärgert sich Wolf.
„Ich hoffe, dass in den Beratungen der Gremien der Stadt nicht wieder alles durchgeboxt wird.“ Notwendig sei das kritische Hinterfragen der Pläne und das klare Bekenntnis zum Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt.
Kalilauge Gesprächsthema beim RP in Kassel
Abgeordnete aus Hessen und Thüringen fordern parteiübergreifend rasches Ende der Laugenversenkung
Im Regierungspräsidium in Kassel steht Ende November eine weitreichende Entscheidung in Sachen laugenhaltige Abwässer des Unternehmens K+S an. Es wird zu entscheiden sein, ob und in welchen Mengen das Unternehmen künftig einen Teil seiner Abwässer weiterhin in den Untergrund versenken darf. „Diese Entscheidung bewegt nicht nur die Abgeordneten des hessischen Landtages über alle Parteigrenzen hinweg, sondern auch die Kollegen in Thüringen, Niedersachsen und NRW. Daher ist in Zusammenarbeit mit dem Grünen Abgeordneten Carsten Meyer und dem Umweltausschussvorsitzenden Tilo Kummer aus dem Thüringer Landtag die Idee eines fraktions- und länderübergreifenden Gesprächs beim RP als zuständiger Genehmigungsbehörde entstanden, die von vielen örtlich und fachlich zuständigen Kollegen quer durch die Parteienlandschaft unterstützt wurde. Wir haben uns daher am Montag dieser Woche in partei- und länderübergreifender Runde beim RP über die anstehenden Entscheidungen unterrichten lassen,“ so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion in Wiesbaden, Sigrid Erfurth, die die Koordination des Gespräches übernommen hatte.
Die örtlich zuständigen Abgeordneten des Hessischen Landtages Dirk Landau (CDU), Lothar Quanz und Thorsten Warneke (SPD), Sigrid Erfurth (Grüne) und Marjana Schott (Linke), sowie Carsten Meyer (Grüne), Tilo Kummer und Katja Wolf (Linke) aus dem Thüringer Landtag nahmen an dem Gespräch mit Vizepräsident Hans Peter Conrad und den fachlich zuständigen Mitarbeitern teil.
Die Abgeordneten machten deutlich, dass wegen der möglichen Gefahren für das Trinkwasser die Versenkung der laugenhaltigen Abwässer in den Untergrund so rasch wie möglich zu beenden sei. Besonders die Thüringer Abgeordneten wiesen auf Probleme hin, die sich in Folge der Verteilung der Abwässer im Untergrund ergäben und die aus heutiger Sicht nicht verlässlich eingeschätzt werden könnten. Katja Wolf verwies darauf, dass es sieben Jahre dauere, bis die versenkten Laugen diffus in die Werra austreten. „Bei einem solch langen Zeitraum kann nicht ausgeschlossen werden, das heute versenkte Laugen in einigen Jahren zu einer Schädigung des Trinkwassers in Gerstungen führen.“ Hier sagte Vizepräsident Conrad: Es werde keine unbefristete Verlängerung geben. Es sei auch fraglich, ob gestattet werden könne, wie von K+S beantragt, weitere 10 Jahre Lauge zu versenken Außerdem müsse das Unternehmen über ständiges Monitoring nachweisen, dass keine Gefährdung für das Trinkwasser vorliege, so dass im Bedarfsfall rechtzeitig eingeschritten werden könne. Man arbeite daran, die künftige Genehmigung so auszugestalten, dass die im Maßnahmenpaket von K+S angekündigten Reduzierungspotentiale der Abwässer erfasst würden, und wolle damit sicherstellen, dass die Laugenreduzierung verlässlich erreicht werde.
Von den hessischen Abgeordneten wurde darauf hingewiesen, dass das Unternehmen in den öffentlichen Äußerungen häufiger den ernsten Willen zur Reduzierung habe vermissen lassen. Dirk Landau gab seiner Verärgerung Ausdruck, dass es bis Mai 2011 gedauert habe, bis K+S die Unterlagen für den Antrag zur Verlängerung der Versenkerlaubnis vollständig vorgelegt habe, obwohl seit Jahren bekannt sei, dass im November dieses Jahres über das hoch komplexe Thema entschieden werden müsse. Die Abgeordneten nahmen zur Kenntnis, dass im Regierungspräsidium derzeit mit Hochdruck daran gearbeitet wird, eine neue gerichtsfeste Versenkerlaubnis zu erstellen, die dem Unternehmen ein zwar ein gewisses Zeitfenster lässt, die laugenhaltigen Abwässer deutlich zu reduzieren, aber auf der anderen Seite die Gefährdung des Trinkwassers ausschließt.
Als bisher nicht zufriedenstellend gelöst bezeichneten Sigrid Erfurth und Marjana Schott den Umgang mit den Haldenabwässern, die ähnlich stark belastet sind wie die Produktionsabwässer. Zwar fallen sie in geringerer Jahresmenge an als die Produktionsabwässer, dafür aber über den unvorstellbar langen Zeitraum von nahezu 1000 Jahren. Das Regierungspräsidium meint auch die Lösung dieses Problems lege den Bau einer Fernleitung – im Idealfall zur Nordsee – nahe.
Im Vorfeld der nächsten anstehenden Diskussion um die Absenkung der Grenzwerte, über die bis Ende 2012 zu entscheiden ist, wies Tilo Kummer darauf hin, dass es wünschenswert sei, neben dem Grenzwert Chlorid weitere Parameter zu beschreiben, die die schädlichen Einflüsse auf den Gewässerzustand noch besser abbilden.
Lothar Quanz und Thorsten Warnecke machten deutlich, dass zwar noch eine weite Wegstrecke zurück zu legen sei auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lösung, dennoch habe sich aber auch schon viel getan, und es müsse weiter im Verbund mit anderen Bundesländern an der Realisierung der Fernleitung gearbeitet werden.
Schulamt Eisenach von Schließung bedroht
Gestern Morgen ging es durch die MDR Nachrichten: Weimar, Worbis, Gera, Suhl und Gotha sollen die Standorte für die fünf neuen Thüringer Schulämter werden. Das sagte Kultusminister Christoph Matschie am Abend gegenüber der Presse. Der Plan des Bildungsministeriums sei mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht abgesprochen und gehe nun in die Ressortabstimmung. Das Thüringer Kabinett hatte bereits im März beschlossen, die Zahl der Schulämter von elf auf fünf zu reduzieren. So sollen allein beim Personal jährlich rund 4,1 Millionen Euro eingespart werden, bei den Mieten noch einmal rund 600.000 Euro im Jahr. Die Zahl der Stellen werde von derzeit 283 auf 227 sinken, kündigte Matschie an. Betrachtet man sich die fünf Namen, fällt auf, Eisenach gehört nicht dazu. Die Eisenacher Landtagsabgeordnete Katja Wolf meint dazu: „Dies ist ein schmerzlicher Verlust für Eisenach.“ Die Verringerung der Schulämter ist aus finanziellen Gründen durchaus verständlich, aber dass es gerade wieder Eisenach trifft, zeigt für sie ein fehlendes Bewusstsein der Landesregierung für die Stadt.
Neben der Schließung des Schulamtes soll es in Wartburgstadt ja noch weitere Veränderungen geben. So ist die Schließung des Arbeitsgerichtes noch immer im Gespräch. „Das sind Verluste, die eine Stadt wie Eisenach nicht so schnell kompensieren kann, meint Katja Wolf abschließend.
Staatsschnüffler im Einsatz:
In dieser Woche konnten wir in den Thüringer Medien erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass seit 2009 die bayerische Polizei illegal Computer von Bürgern angegriffen hat. Der sogenannte „Staatstrojaner“ spioniert nicht nur die Kommunikation aus, sondern kann den ausgespähten Rechner komplett fernsteuern. Dies ist aber nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Online-Durchsuchung rechtswidrig. Fast scheinheilig sichert die Bundesregierung zu, „die Frage eines möglichen Missbrauchs des Spähprogrammes aufklären zu wollen“. Der Bundesinnenminister Hans – Peter Friedrich gibt aber nur zu, was bereits nicht länger zu bestreiten ist. Einigen CDU/CSU Scharfmachern geht es aber offensichtlich nicht darum, rechtswidrige Schnüffelaktionen zu verhindern, sondern sie auch noch zu legalisieren. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans Peter Uhl warf Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser – Schnarrenberger (FDP) als Antwort auf deren Kritik an der Überwachungspraxis vor, sie schicke die Ermittler scheinheilig in eine „rechtliche Grauzone“. Die Schnüffelaktionen der Polizei sind aber keine Grauzonen, sondern Gesetzesbruch! Kanzlerin Merkel hat sich zwischenzeitlich hinter Innenminister Schäuble gestellt und eine rasche Einführung von Online- Durchsuchung gefordert:“Es dürfe keinen Raum geben, in dem Terroristen sich sicher fühlen“, erklärte sie auf einem Parteikongress zum neuen CDU-Grundsatzprogramm in Hanau. Das ist eine „Aufklärung“ im Sinne der Herrschenden: Die Opfer der Schnüffler werden unter Terrorverdacht gestellt. Rechtsstaatlich geht anders!
Uwe Schenke
Umfrage bestätigt Politik der LINKEN für eine Gebietsreform
"Nachdem selbst eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene Umfrage unter der Thüringer Bevölkerung gezeigt hat, dass sich fast 80 Prozent aller Befragten für eine Verwaltungs- und Gebietsreform aussprechen, muss die CDU ihre Stillstandpolitik beenden und die SPD darf sich nicht länger verschaukeln lassen", fordert die Eisenacher Landtagabgeordnete Katja Wolf.
Vorab wurde bekannt, dass im aktuellen Thüringen-Monitor auch die Einstellung der Menschen zu einer möglichen Gebietsreform in den Kommunen abgefragt wurde. Eine übergroße Mehrheit habe sich demnach für eine Fusion von Gemeinden und Landkreisen ausgesprochen, wenn dadurch die Verwaltungen gestrafft werden könnten. "Das wissenschaftlich fundierte Ergebnis bestätigt unsere seit Jahren gesammelten Erfahrungen in den Kommunen, dass die Menschen viel weiter sind, als einzelne Teile der Landespolitik dies wahrhaben wollen", sieht sich die Linkenpolitikerin bestätigt.
Nach ihrer Einschätzung bestünde jenseits von Koalitionsvereinbarungen zwischen CDU und SPD eine parlamentarische Mehrheit, den Willen der Bevölkerung nach effizienteren Strukturen im Einklang mit einer umfassenden Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform auch tatsächlich umzusetzen. LINKE, SPD und Grüne würden ausreichend große Schnittmengen in dieser Frage aufweisen. "Letztlich muss aber die SPD für sich entscheiden, ob sie weiter essentielle Wahlversprechen brechen will", betont Wolf. Gerade als Eisenacherin liegt mir eine Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform sehr am Herzen. Eisenach braucht eine zukunftsweisende und auch zukunftssichernde Entscheidung und das so schnell wie möglich.
Für die Landespolitikerin müsse im Ergebnis der Umfrage nunmehr geklärt werden, welchen Stellenwert die von der Ministerpräsidentin eingesetzte Expertenkommission haben solle. Weitere Untersuchungen zur Stimmungslage im Land würden jetzt nicht mehr benötigt und ausgearbeitetes Datenmaterial habe die Enquetekommission des Landtages zusammengetragen. "Die Landesregierung sollte in Fragen der Verwaltungsvereinfachung mit gutem Beispiel vorangehen und die Kommission umgehend wieder auflösen", fordert abschließend Katja Wolf.
DIE LINKE EISENACH SPENDET AN DAS EISENACHER TIERHEIM
Ende August veranstaltete das Büro von Katja Wolf ein Sommerfest um die schöne Jahreszeit ausklingen zu lassen und Motivation für neue Aufgaben und Kommendes zu sammeln. Gut besucht, trotz Regens konnte man gut 100 Euro Spenden verzeichnen. Diese Spende ist dem Eisenacher Tierheim zu Gute gekommen
Katja Wolf
Katja Wolf : Gemeinsamer Protest gegen Nazis vor dem Landtag
Nachdem ich am Samstag gegen NPD in Eisenach auf die Strasse gegangen bin, werde ich mich auch morgen an den Protesten gegen die Kundgebung der NPD am Landtag beteiligen, sagt die Landtagabgeordnete Katja Wolf. Am 15. September 1935 wurden im faschistischen Deutschland die antisemitischen „Nürnberger Gesetze“ beschlossen. Genau 76 Jahre später, am 15. September 2011, wollen die Neonazis der NPD in Erfurt vor dem Gebäude aufmarschieren, in dem die Gestapo, berüchtigte Folter- und Mordtruppe der Nazis, ihren Sitz hatten. Die NPD hat für den späten Nachmittag parallel zur Plenarsitzung eine Kundgebung am Landtag geplant.
Im Vorfeld dieser Kundgebung hat sich der Thüringer Landtag entschlossen, dass sich das Parlament gemeinsam gegen diese bewusste Provokation wendet, da diese Kundgebung eben genau auf den Tag 76 Jahre nach der Verabschiedung der sogenannten Nürnberger Rassegesetze im Jahr 1935 stattfinden soll. Der Landtag wird an diesem Tag bewusst diesen Teil der deutschen Geschichte thematisieren und damit seinen Protest gegen die NPD ausdrücken. Das ist ein gutes Zeichen, resümiert Wolf, gemeinsam zu protestieren.
Man wird gemeinsam am morgigen Tag deutlich machen, dass in Thüringen kein Platz für extremistisches Gedankengut ist, sagt Wolf.
So wird es im Außenbereich eine szenische Lesung stattfinden. Ihr Titel lautet Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung, Beraubung, Deportation, Zwangsarbeit und Ermordung. Sie veranschaulicht anhand zahlreicher Quellenzitate die Judenverfolgung in Deutschland und insbesondere in Thüringen. Es werden Rüdiger Bender (Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne), Dr. Martin Borowsky (Deutsch-Israelische Gesellschaft) und Dr. Andreas Schneider (Bildungszentrum der Polizei) sowie Studierende der Universität Erfurt gemeinsam mit dem ehemaligen Buchenwald-Häftling Gert Schramm lesen. Im Foyer werden an einem kleinen Informationsstand der Landeszentrale für politische Bildung Publikationen zur Zeitgeschichte verteilt. Darüber hinaus ist geplant, im Anschluss an die NPD-Kundgebung symbolisch mit Besen und Kehrschaufel die Hinterlassenschaften der NPD-Kundgebung zu entsorgen.
Katja Wolf
ERFURT. Eine Landesarbeitsgemeinschaft "Laizismus" in und bei der Partei DIE LINKE.Thüringen hat sich am 10. September in der Landeshauptstadt konstituiert. Die LAG "Laizismus" zählt derzeit bereits 23 eingetragene Mitglieder aus sechs Kreisverbänden. Als Landessprecherin bzw. -sprecher wurden einmütig gewählt: Kristin Kretschmer (Jena) und Siegfried R. Krebs (Weimar). Weitere Vorstandsmitglieder sind Helga Borchert (Sömmerda) und Uwe Schenke (KV Eisenach).
Drei der vier Vorständler: v.l. Uwe Schenke, Kristin Kretschmer, Siegfried R. Krebs.
In der Gründungserklärung dieses neuen innerparteilichen Zusammenschlusses heißt es u.a.: Die LAG „Laizismus" in der Partei DIE LINKE.Thüringen setzt sich ein für den Laizismus als einer Säule für einen demokratischen und sozialen Staat entsprechend folgendem Leitmotiv: „DIE LINKE bekennt sich zur Religions- und Meinungsfreiheit ebenso wie zur strikten Neutralität gegenüber allen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Sie betrachtet das religiöse Bekenntnis und dessen Ausübung als individuelles Freiheitsrecht in der Verantwortung des Individuums. Sie wendet gegen jede Privilegierung und Diskriminierung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und fordert von diesen die Achtung und Befolgung aller im Grundgesetz und anderen Rechtsvorschriften vorgegebenen Regelungen. DIE LINKE setzt sich ein für eine klare Trennung von Staat und Religionen/Weltanschauungen im Sinne eines konsequenten Laizismus."
Zur Umsetzung dieses Grundsatzes beschloß die Versammlung ein ausführliches 10-Punkte-Positionspapier mit Forderungen an die Landes- und Bundespolitik; darin heißt es u.a.:
1. Gesetze und öffentlicher Raum müssen religiös und weltanschaulich neutral sein.
2. Das öffentliche Bildungswesen muß religiös und weltanschaulich neutral sein.
3. Ablösung der sogenannten Staatsleistungen an die Kirchen.
4. Abschaffung von Rechtsprivilegien der beiden sogenannten Amtskirchen.
5. Abschaffung von Steuerprivilegien der Kirchen.
6. Abschaffung von Finanzprivilegien derjenigen Religions- und Weltanschaungsgemeinschaften, die K.d.ö.R. sind.
7. Beendigung der amtskirchlichen Priesterausbildung auf Kosten des Staates.
8. Allgemein übliche Mitarbeiterrechte auch für die Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen und Betrieben.
9. Keine öffentliche Militärseelsorge mehr.
10. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat kein Kirchenfunk zu sein.
Uwe Schenke, Eisenach
Katja Wolf (Die Linke.): Die Grundsteuererhöhung - Aufwand und Nutzen mehr als fraglich
Vor einiger Zeit hat der Stadtrat beschlossen die Grundsteuer zu erhöhen. Momentan gehen die Briefe an die Betroffenen Haus- und Garagenbesitzer raus. Schon damals sprach sich meine Fraktion gegen die Erhöhung im Eisenacher Stadtrat aus. Die Mehrheit dort beschloss aber zur Gesundung der Stadt die Grundsteuer auf 400 v.H. anzuheben. Praxisbeispiele zeigen aber nun deutlich, dass es so mit der Genesung der Stadtfinanzen so nix werden kann. Bei vielen Betroffenen liegt die Erhöhung im Cent Bereich. Ein Betroffener Bürger zeigte mir seinen Bescheid 0,25 Euro. Stellt man den Verwaltungsaufwand und das Porto gegenüber, muss man schnell feststellen, dass mit der Erhöhung keinem geholfen wurde. „Bei solchen Beträgen hätte es die Verwaltung lieber lassen sollen“, resümiert die Stadträtin.
Das wäre auch möglich, weil nach der Rechtssprechung in atypischen Fällen von der Abgabenerhebung abgesehen werden kann. Ein atypischer Fall liegt beispielsweise dann vor, wenn die Steuereintreibung mehr Kosten verursacht, als dadurch eingenommen werden kann, sagt Katja Wolf abschließend.
Katja Wolf: Abwasserinvestitionen müssen überprüft werden
Angesichts der absehbar zurückgehenden Landesförderung für Investitionen im Abwasserbereich und des gegenwärtig durch Zweckverbände in Thüringen weitergehenden Kläranlagenbaus sei zu befürchten, „dass die Bürger noch stärker als bisher schon zur Kasse gebeten werden“, so Katja Wolf, Abgeordnete der Linksfraktion, am Montag in einem Pressegespräch. Zusammen ihrem Kollegen Tilo Kummer forderte sie die Landesregierung auf, nach Wegen zu suchen, um diese Belastungen zu verringern. Bisher sind 71 Prozent der Thüringer Bevölkerung an Kläranlagensystemen angeschlossen. Dabei hat eine Analyse der Gewässersituation in Thüringen ergeben, dass „Anschlussgrad und Gewässergüte nicht unbedingt etwas mit einander zu tun haben“, wie Tilo Kummer betonte. Er schlug daher vor, Abwasser-Investitionen dort zurückzustellen, wo die Gewässerqualität die EU-Kriterien erfüllt. Wo es trotz eines hohen Anschlussgrades bedenkliche Stickstoff- und Phosphat-Einträge gebe, müsse der Verantwortung der Landwirtschaft nachgegangen werden.
An alle Vereine, Verbände, Organisationen, Einwohnerinnen und Einwohner in Eisenach
Sehr geehrte Eisenacherinnen und Eisenacher, werte Gäste,
die NPD wird am Samstag, den 10.09.2011 in Eisenach eine landesweite Demonstration durchführen. Mit ihrem Aufruf „Deutschland den Deutschen- Wir sind das Volk“ hetzt sie offensiv gegen Menschen aus anderen Ländern.
Rechtsextremes Gedankengut führte schon oft zu Krieg, Gewalt und Tod. Das Attentat in Oslo und auf Utøya, das jüngste Beispiel dafür, mahnt uns: „Wehret den Anfängen und den geistigen Brandstiftern!“
Wir, das Eisenacher Bündnis gegen Rechtsextremismus, werden am 10.09.2011, mit einer Kundgebung und einer Demonstration ein Zeichen für ein weltoffenes und demokratisches Eisenach setzen.
Beginn: 11.30 Uhr am Bahnhof. Ab 12 Uhr Demonstration vom Bahnhof zum Karlsplatz. Kundgebung und Aktionen. Danach Demonstration durch die Innenstadt bis zum Theater, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.
Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto: „BUNTE VIELFALT STATT BRAUNER EINFALT!“ Wir rufen alle Eisenacherinnen und Eisenacher auf, sich an unserer Demonstration und Kundgebung zu beteiligen. Zeigen Sie damit, dass Eisenach vielfältig und bunt ist. Wir wollen den Neonazis unsere Stadt nicht überlassen!
Mit welchem Thema die Neonazis auch immer um die Köpfe der Menschen werben: Hass, Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Abschaffung der Demokratie bleiben ihre Ziele. Ihre ausländerfeindlichen Parolen entbehren jeglicher Grundlage. Menschen aus anderen Ländern bereichern unsere Stadt kulturell und wirtschaftlich.
Bitte geben Sie diesen Aufruf an Freunde, Nachbarn, Bekannte und viele andere weiter. Bitte kommen Sie alle zu unserer Kundgebung und Demonstration "BUNTE VIELFALT STATT BRAUNER EINFALT!" am Samstag, 10.09.2011, ab 11.30 Uhr, Bahnhof.
Oberbürgermeister Das Bündnis gegen Rechtsextremismus
Mathias Doht Eisenach
Kreisvorstand wurde neu gewählt Am Sonnabend den 03. September 2011 wählte der Kreisverband DIE LINKE. Wartburgkreis – Eisenach seinen Vorstand. Hier wurde die funktionierende Doppelspitze erneut mit 95% bestätigt.
Die Jugendherberge in Lauterbach war Ort der Gesamtmitgliederversammlung zur Neuwahl des Kreisvorstandes und zur Wahl der Delegierten des dritten Landesparteitages in Thüringen.
Für die kommenden zwei Jahre sind gewählt: Kreisvorsitzende
Anja Müller
Sascha Bilay Stellvertretende Kreisvorsitzende
Christian Schmidt
Michael Lemm Schatzmeisterin
Karin May weitere Mitglieder
Christine Dommer,
Christiane Leischner,
Christian Schaft,
Florian Müller und
Michael Richter
Alternative 54 unterstützt „Theater am Markt“
Die automatische Diätenerhöhung der Landtagsabgeordneten stößt zu Recht auf viel Unmut der Bürgerinnen und Bürger im Freistaat Thüringen. Viele BürgerInnen sehen in der rückwirkenden Diätenerhöhung im Thüringer Landtag kein gutes Zeichen und das zu Recht. Die Landtagsabgeordneten der LINKE kritisieren seit Jahren dieses Verfahren. Aus der Not heraus gründete die damalige PDS Fraktion den Verein Alternative 54 und die Abgeordneten der Linken spenden seither ihre Diätenerhöhungen für soziale Projekte.
Monat für Monat summieren sich die Abgeordnetenspenden und lagen Ende Juli bei insgesamt 725.445 Euro, die seit Bestehen des Vereins der PDS- bzw. LINKEN Parlamentarier im Jahr 1995 an soziale Vereine und Projekte in ganz Thüringen ausgereicht wurden. Auch zahlreiche Vereine aus Eisenach wurden durch die „Altennative 54“ unterstützt. Am Montag, den 5. September werden dem Theater am Markt 300 Euro überreicht.
Seit langem fordern die LinkspolitikerInnen, dass die Diätenanpassungen beispielsweise an die Tarifregelungen für den öffentlichen Dienst oder an die Rentenentwicklung gekoppelt werden.
„Der Automatismus der regelmäßig steigenden Erhöhung muss aufhören, so die Landtagsabgeordnete Katja Wolf. Jedoch ist dies im Artikel 54 der Thüringer Verfassung so geregelt. Es bedarf dringend einer Verfassungsänderung. Die Parlamentarier der Linkspartei halten den momentanen Zustand für falsch, da sie eine Form von „Selbstbedienungsmentalität“ darstellt. In diesem Jahr ist die automatische Diätenerhöhung besonders umstritten, da von den Landesbediensteten ein persönlicher Beitrag zur Haushaltskonsolidierung durch zeitweiligen Verzicht auf die Besoldungserhöhung abverlangt wird. „Wenn man von Bediensteten derartige Beiträge fordert, müssen die Abgeordneten beispielhaft vorangehen“, ist Wolf überzeugt. Bei der längst überfälligen Reform der Zahlung der Abgeordnetendiäten müssen aus Sicht der LINKEN auch die Pensionszahlungen an Ex-Abgeordnete und ehemalige Minister mit auf den Prüfstand. Sonderprivilegien für Abgeordnete und Minister sind nicht mehr zeitgemäß. Diese sollten wie alle Arbeitnehmer in die staatliche Rentenversicherung einzahlen und somit ganz normale Rentenansprüche erwerben. Das würde nicht nur die sozialen Kassen entlasten, sondern wäre gerecht gegenüber jeder Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer, so Katja Wolf abschließend.
Veranstaltungshinweise für den 1. September dem Antikriegstag
Der Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie die Ortsverbände der Parteien Die Linke. und Bündnis 90/Grüne rufen für Donnerstag, den 1. September, 16.30 Uhr zu der traditionellen Kundgebung anlässlich des Welt-Antikriegstages vor dem Eisenacher Rathaus auf.
An diesem Tag jährt sich zum 72. Mal der Beginn des von Nazi-Deutschland ausgelösten 2. Weltkrieges. Ein besonderer Grund, unter dem Motto „Nie wieder Faschismus, die Welt braucht Frieden“ die Stimme für eine friedliche Welt zu erheben.
Es spricht unter anderem Renate Licht, Vorsitzende des DGB Thüringen.
Mehr oder weniger
Klimawandel - Lebenswandel
Donnerstag, 1. September
19.30 Uhr
Annenkirche Eisenach
Ein Abend mit
Ralf-Uwe Beck (Vortrag)
Alexander Blume (Piano)
Maximilian Blume (Perc., Gesang)
Veranstaltet vom Initiativkreis gegen Kernenergienutzung
Katja Wolf: Ein Haushaltsentwurf wäre ein gutes Signal für Eisenach
„Der Oberbürgermeister sollte nicht warten, sondern umgehend den von ihm als möglich angesehenen Haushaltsentwurf für die Stadt Eisenach vorlegen“, so reagiert Linke-Landtagsabgeordnete Katja Wolf auf eine entsprechende Ankündigung von Matthias Doht. Auch wenn noch Fragen bezüglich der Rückzahlung der Bedarfszuweisungen aus den vergangenen drei Jahren offen seien, sollte der Rathauschef „diesen Weg zur kommunalen Finanz-Normalität“ beschreiten. Auch Wolf zeigt sich erfreut, dass die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt wieder angestiegen sind. Allerdings sei damit wieder belegt, wie sehr die Stadt von der Automobilindustrie abhängig sei. „Diese industrielle Monostruktur der Stadt wird uns immer wieder vor Probleme stellen“, sagt die Landespolitikerin voraus.
Nun aber gelte es mit einem städtischen Haushalt, die Finanzen und damit auch die freiwilligen Leistungen zu ordnen sowie die „Finanz-Hoheit des Stadtrates“ wieder herzustellen. Dies sei nicht für die Verbände, Vereine und anderen Einrichtungen wichtig, die auf die Hilfe der Stadt angewiesen seien, sondern auch die "für die kommunalpolitische Arbeit", so die Stadträtin.
Für Katja Wolf ist die Zeit ohne einen beschlossenen Haushalt auch ein demokratisches Problem. Nicht nur der Stadtrat ist in diesem Fall entmachtet, auch die Einwohner/innen der Stadt haben kaum Gestaltungsmöglichkeiten. Ebenso zentral, stimmt sie mit Doht überein, sei ein solcher Haushalt aber auch als Signal an die Landesregierung: „Zum einen müssen die Strukturen, soweit das von Landesseite machbar ist, geändert werden, zum anderen aber muss die für 2012 vom Finanzminister angedrohte Kürzungs-Orgie bei den Kommunalfinanzen ganz schnell vom Tisch“, so Wolf abschließend.
Liebe MitstreiterInnen,
anbei eine wichtige Information zu den Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 10.09.2011. Wir suchen dringend noch Ordner. Bitte melden.
Hier die Information zum Weitergeben:
An alle Vereine, Verbände, Organisationen, Einwohnerinnen und Einwohner in Eisenach
Sehr geehrte Damen und Herren,
die NPD wird am Samstag, 10.09.2011 in Eisenach eine landesweite Demonstration durchführen. In ihrem Aufruf „Deutschland den Deutschen- Wir sind das Volk“ hetzt sie offensiv gegen Menschen aus anderen Ländern.
Rechtsextremes Gedankengut führte schon oft zu Krieg, Gewalt und Tod. Das Attentat in Oslo und auf Utøya ist das jüngste Beispiel dafür und mahnt uns: „Wehret den Anfängen und den geistigen Brandstiftern!
Wir, das Eisenacher Bündnis gegen Rechtsextremismus, werden am 10.09.2011, 10.00 mit einer Kundgebung auf dem Markt ein Zeichen für ein weltoffenes und demokratisches Eisenach setzen. Daran schließt sich eine Demonstration durch die Innenstadt sowie eine weitere Kundgebung bis ca. 18.00 Uhr an.
Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto: „BUNTE VIELFALT STATT BRAUNER EINFALT!“
Wir rufen alle Eisenacher und Eisenacherinnen auf, sich an unserer Demonstration und Kundgebung zu beteiligen. Zeigen Sie damit, dass Eisenach vielfältig und bunt ist. Bitte geben Sie den Aufruf weiter: Kein Platz für Nazis in Eisenach!
Das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach
Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach
mailto: bgr@tuz-eisenach.de
War Karl Marx zu seinen Lebzeiten ein Hellseher?
Karl Marx wusste schon Mitte des 19. Jahrhunderts, was wir heute tagtäglich als Realität erleben!
"In unseren Tagen scheint jedes Ding mit seinem Gegenteil schwanger zu gehen. Wir sehen, daß die Maschinerie, die mit der wundervollen Kraft begabt ist, die menschliche Arbeit zu verringern und fruchtbarer zu machen, sie verkümmern läßt und bis zur Erschöpfung auszehrt. Die neuen Quellen des Reichtums verwandeln sich durch einen seltsamen Zauberbann zu Quellen der Not. Die Siege der Wissenschaft scheinen erkauft durch Verlust an Charakter. In dem Maße, wie die Menschheit die Natur bezwingt, scheint der Mensch durch andere Menschen oder durch seine eigne Niedertracht unterjocht zu werden." Marx 1856, MEW 12/3-4
Eine treffendere Charakterisierung der "wohlfahrtssteigernden freien Marktwirtschaft", des Kapitalismus, ist wohl kaum möglich. Jeder "Fortschritt", jede wissenschaftlich-technische Neuerung innerhalb der bisherigen und auch gegenwärtigen kapitalistischen Entwicklungsgeschichte diente letztlich nicht der Befriedigung der grundlegenden Bedürfnisse der Menschen und der gesamten Menschheit an sich, sondern nur der Befriedigung der ureigensten Interessen des jeweiligen Wirtschafts- und Finanzkapitals und seiner Vermehrung. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen auf unseren Planeten, die unter dem Joch von Zins und Zinseszins schmachten und malochen, brachte es Not, Elend, Krieg, ständigen Überlebenskampf. Selbst in der sogenannten "Sozialen Marktwirtschaft" in den westlichen "Demokratien" brachte es für die Mehrheit nur billige Gratifikationen zur Beruhigung der Massen, welche für dieses System widerstandslos domestiziert wurden und heute noch werden, obwohl sie selbst der eigentliche Schöpfer des gesellschaftlichen Reichtums waren und sind! Der Reichtum der einen ist auch gleichzeitig die Armut der anderen, wie wir heute tagtäglich sehen und erfahren können. Welchen Stellenwert hat unter diesem System eine Demokratie, wenn die wahre Macht in den Händen der Besitzer des gesellschaftlichen Reichtums liegt. Wer die ökonomische Macht besitzt, verfügt auch gleichzeitig über die politische Macht. Um diese Macht zu erhalten, wird letztlich jedes Recht, jedes Menschenrecht, auch jedes Verfassungsrecht mit Füßen getreten, wie wir heute sehen können, notfalls auch mit polizeilichen und militärischen Mitteln. Erst wenn die Mehrheit der in diesem System unterjochten Menschen ihre wirkliche reale Lage und Situation erkennen, diese Erkenntnis in ihrem Bewusstsein reift, kann es sich gemeinsam und entschlossen von diesem System befreien. So viel Polizei und Militär können die Besitzer des gesellschaftlichen Reichtums nicht aufbringen, um diese Massen in ihrer Bewegung aufzuhalten und zurückzudrängen. Da diese Massen noch nicht bereit und in der Lage dazu sind, dazu noch sehr zerstritten und zersplittert in unterschiedlichen Interessen, ist Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung das Gebot der Stunde! Packen wir es gemeinsam an!
Norbert Göpfert
Ankündigung: LINKE nächste Woche auf Energietour
Nachdem die Linksfraktion mit großer öffentlicher Resonanz ihr Energiekonzept "Energierevolution statt grüner Kapitalismus" vorgestellt und in einer ersten Runde mit Experten diskutiert hatte, wird sie nun - wie schon länger geplant und angekündigt - mit Akteuren vor Ort in Betrieben und Einrichtungen beraten. Sie wird es auch am Dienstag einen Halt im Wartburgkreis während der einwöchigen Thüringer Energietour geben.
Teilnehmer sind u.a. der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Bodo Ramelow, der energiepolitische Sprecher Manfred Hellmann, die Eisenacher Abgeordnete Katja Wolf und der Bundestagsabgeordnete Frank Tempel.
Anspruch der Linksfraktion ist es dabei weniger, die vielfältigen Möglichkeiten Thüringens zu erleben, über die die Abgeordneten durch ihre Aktivitäten in den Regionen einen guten Überblick haben. Sie wollen vor allem erfahren, an welchen Stellschrauben für eine nachhaltige Energiewende - sprich "Energierevolution" - konkret gedreht werden muss. Entsprechende Überlegungen sollen in eine überarbeitete Fassung des LINKEN Energiekonzeptes einfließen
Ablauf für Dienstag den 09.08.2011
10:00 Uhr Mühlhausen Pro geos (Geothermie)
Wolferoder Weg 5 99976 Beberstedt
12:00 Uhr Creuzburg Pollmeier Massivholz GmbH & CoKG,´Pferdsdorfer Weg 6 99831 Creuzburg
Thema: Holzpeletts versus stoffliche Nutzung ? Oder besser, intensiver den Wald nutzen?
14:00 Uhr Eisenach Vorstellung der Firma Juwi durch Ralf Pässler
WKB Katja Wolf Georgenstr. 25 99817 Eisenach
16:00 Uhr Besuch des Urwald Camps Harsbergstr. 4
99826 Lauterbach
Katja Wolf (Die Linke.): Landesregierung gefordert: klare Absage an Giftmüll!
Wenn Katja Wolf die Antwort der hessischen Landesregierung auf eine Anfrage der LINKEN liest, beschleicht sie ein ungutes Gefühl. In Hattdorf-Wintershall, in direkter Nachbarschaft zu Thüringen, befindet sich eine Kaligrube, welche aus heutiger Sicht langfristig unsicher ist. Die Stützpfeiler sind zu klein dimensioniert. Dementsprechend muss dieser Grubenbau unter Tage gesichert werden. Dies macht man mit Versatz, kein ungewöhnliches Vorgehen. Ähnliches passiert in Merkers. Ungewöhnlich wird es aber, wenn statt des üblichen Salzes „bergwerkfremder Abfall“ ins Spiel kommt. Es werden die Stützpfeiler also nicht mit Steinsalz wie in Thüringen unterstützt, sondern mit Müll. Und der hat es in sich. Die Antwort listet unter anderem Deponiesickerwasser, Kesselstaub mit gefährlichen Stoffen und Filterstaub mit gefährlichen Stoffen auf – typischer Giftmüll. K+S macht also noch kräftig Gewinn mit der Sicherung von Gruben, die Einlagerung ist hochgradig lukrativ.
Als wäre dies nicht schon beunruhigend genug, weißt Wolf darauf hin, dass diese Praxis auch in Thüringen droht. Gerade wurde sie von der Landesregierung in einer Umweltausschusssitzung darauf hingewiesen, dass weit mehr als die bisher angegebene Grubenbauten im Werrarevier nicht den heutigen Sicherheitsbestimmungen entsprechen würden. Dies hätte K+S dem Erfurter Ministerium mitgeteilt.
Da die Sanierung dieser Gruben in der finanziellen Verantwortung des Landes liegt, ist mit dieser Feststellung ein großes Risiko verbunden. Summen im hohen dreistelligen Millionenbereich stehen im Raum. Und hier kommt der Müll wieder ins Spiel. Wolf fürchtet einen möglichen Deal zwischen Landesregierung und dem Kalikonzern. Das Motto könnte lauten: „Wir dürfen Giftmüll als Versatz einlagern, dafür wird es für euch billiger!“.
Das will die Abgeordnete unbedingt verhindern. „Die Risiken, die mit der Einlagerung von Giftmüll unter Tage verbunden sind, sind unkalkulierbar. Die Asse ist da mahnendes Beispiel.“ Sie forderte die Landesregierung auf, diesem Ansinnen von Anfang an eine klare Abfuhr zu erteilen. „Es ist verrückt, dass auf der einen Seite riesige Abraumhalden geschaffen werden, die die nachfolgenden Generationen auf Jahrhunderte belasten werden und auf der anderen Seite Giftmüll zur Stabilisierung eingefahren wird! Das mag der Gewinnmaximierung dienen, ist aber volkswirtschaftlicher Wahnsinn!“ so Katja Wolf.
Antragsammlung des Volksbegehrens „Für gerechte und bezahlbare Abgaben“ geht in den Schlusssport
Am Sonnabend, den 25. Juni 2011, zum Tag der offenen Tür im Landtag, startete die Sammlung der Unterstützerunterschriften für das Volksbegehren „Für gerechte und bezahlbare Abgaben“. Die Bürgerallianz (Dachverband der Bürgerinitiativen gegen überhöhte Kommunalabgaben) hat sich in einer Beratung dazu ausgesprochen, nachdem ein entsprechender Gesetzesentwurf im Thüringer Landtag von den Regierungsparteien abgelehnt worden war.
Innerhalb von sechs Wochen müssen nun Landesweit 5000 Unterstützerunterschriften gesammelt werden.
Noch gut eine Woche haben die Bürgerinnen und Bürger Zeit sich an der Unterschriftensammlung zu beteiligen. Am 5.August endet die Antragssammlung. Wir hoffen das bis nächsten Freitag noch der ein oder andere Unterschriftsbogen bei uns ausgefüllt wird, sagt die Landtagsabgeordnete Katja Wolf.
Unterschriftsbögen können im Büro der Abgeordneten Katja Wolf /MdL DIE LINKE. Georgenstraße 25, Eisenach bzw. 03691-735218 abgeholt werden. Auch werden wir die Bögen per Post an Interessierte versenden, teilte das Wahlkreisbüro mit.
Weltnaturerbe Hainich: Lippenbekenntnisse helfen nicht weiter!
Nachdem am 25. Juni dem Nationalpark Hainich der Titel Weltnaturerbe zuerkannt wurde, erklärt Katja Wolf, Sprecherin für Umweltpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: "Dies ist ein wunderbarer Erfolg für dieses einmalige Biotop und Anerkennung für die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Parks. Damit verbunden sind eine steigende nationale und internationale Aufmerksamkeit sowie eine höhere Verantwortung für die Weiterentwicklung des Profils des Hainichs!"
Allerdings sei das Engagement der Landesregierung für den Hainich keinesfalls zufriedenstellend: "Die Personalausstattung im Nationalpark ist unverantwortlich niedrig", moniert die Umweltexpertin der LINKEN. Auf Anfrage der Linksfraktionärin an die Landesregierung wurde deutlich, dass die Beschäftigtenzahl im Nationalpark Hainich weit unter dem Plan liegt. Dieser müsse mit mehr als einem Drittel weniger Personal auskommen als veranschlagt. Statt 16 MitarbeiterInnen würden nur 11 beschäftigt. "Das ist auch im Vergleich mit anderen vergleichbaren Parks empörend wenig", so Frau Wolf weiter. Die Linksfraktionärin moniert, dass sich die Landesregierung "feiern lässt für die Anerkennung des Hainichs als Weltnaturerbe, aber nicht einmal die notwendigen Rahmenbedingungen schafft, um den Nationalpark u. a. entsprechend zu pflegen und über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen". Es sei "absolut unverständlich", warum sich an dieser Situation absehbar kaum etwas ändern solle. Schließlich habe die Landesregierung auf erneute Nachfrage der Abgeordneten deutlich gemacht, dass keinerlei Planungen in dieser Richtung bestehen würden.
"Lippenbekenntnisse helfen nicht weiter, es muss endlich gehandelt werden. Wir brauchen nicht nur die schnellstmögliche Besetzung der geplanten Stellen, sondern sogar eine Aufstockung", fordert die Abgeordnete der LINKEN. Nur so könne das Erbe des Nationalparks bewahrt und seine Potentiale erweitert werden, fügt Frau Wolf mit Blick auf die touristische und wirtschaftliche Nutzung sowie fachliche Betreuung des Hainichs hinzu.
Katja Wolf
Katja Wolf (MdL): Schockiert und fassungslos über die Bluttat in Norwegen
Ich bin zutiefst schockiert und fassungslos angesichts der Anschläge in Norwegen und verurteile diese fürchterliche Bluttat. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Ich verurteile diese schändliche Gewalttat, die mehr als 90 Todesopfer eingefordert hat zutiefst. In solchen Augenblicken kann man nur innehalten und mit den Angehörigen fühlen. Es ist die Zeit der Trauer und des Mitgefühls. Aber wir müssen auch Antworten auf die Fragen finden: Wie konnte so etwas passieren? Wie kann man solche rechtsextremen und islamfeindliche Taten verhindern?
Das Geständnis und die bisher bekannten Einlassungen des norwegischen Attentäters zeigen ein Weltbild, das von Hass auf Muslime, Linke und Andersdenkende geprägt ist und das die multikulturelle Gesellschaft als Feindbild ausmacht. Diese Haltung, die sich beim Attentäter ins absolut Fanatische gesteigert hat, hat zu der grauenhaften Tat in Oslo und Utoja geführt. Vor Norwegen und Europa liegt nun ein langer Weg der Aufarbeitung, sagt Wolf abschließend.
Agieren der Landesregierung bei Gebietsreform auch für Eisenach fatal: Ohne Ziel, ohne Plan und ohne Nachhaltigkeit
„Ohne Ziel, ohne Plan und ohne Nachhaltigkeit - das sind die Markenzeichen der Thüringer Landesregierung im Agieren um eine Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform“, stellt die Linke im Thüringer Landtags im Zusammenhang mit den jüngsten Erklärungen der Landesregierung fest, nun doch auf ein Gutachten zur Gebietsreform verzichten zu wollen. Dieses Arbeiten bereitet mir gerade als Eisenacherin großes Kopfzerbrechen, sagt die Landtagsabgeordnete Katja Wolf. Wir brauchen Lösungen und das so bald als möglich. Wie dringend zeigen nicht zuletzt die Verhandlungen um das Eisenacher Theater. Lösungen für die Region werden gebraucht.
„Der Zickzack-Kurs zeigt, dass der Konflikt jetzt ins Innenministerium verlagert werden soll. Das hilflose Agieren der Landesregierung ist Ausdruck der unseligen Patchwork-Strategie, bei der am Ende das eine nicht zum anderen passt“, so die Eisenacherin Katja Wolf weiter. Ständig würden neue Botschaften ins Land gesendet - mal wolle man ein Gutachten, dann wieder keines und erst vor wenigen Tagen habe man durch eine Überarbeitung des Landesentwicklungsplans und der Reduzierung von Grundzentren erste Tatsachen geschaffen. „Durch dieses Handeln ohne Konzept und Plan werden die Akteure im Land in Dauerstress versetzt. Das hat nichts mit einer durchdachten Strategie unter Einbeziehung der Akteure zu tun! Das ist ein koalitionäres Kreißen, um offenkundig Mäuse zu gebären!“, moniert die Abgeordnete der LINKEN. Einzig erfreulich sei, dass man nun doch kein teures Gutachten beauftragt habe.
DIE LINKE hatte das taktische Lavieren der CDU immer als ein Spiel auf Zeit verstanden. Eine neue Untersuchung über die Möglichkeiten einer Gebietsreform sei schließlich unnötig, habe doch die Enquetekommission des Landtages in der letzten Legislatur das Thema ausführlich untersucht und umfangreiche Datensammlungen ausgewertet. Neue Expertisen seien deshalb nicht erforderlich. Zuletzt hätten sich die Koalitionsfraktionen nur noch darüber gestritten, ob das Gutachten wegen der hohen Kosten europaweit ausgeschrieben werden müsse. Ein inhaltliches Arbeiten am Thema fand nicht mehr statt. „Es ist mir schleierhaft, weshalb sich die SPD in dieser Kernfrage zur Zukunft Thüringens dermaßen hat vertrösten lassen. Damit hat die SPD nach den Stichwahlen und der Kita-Reform ein weiteres Kernelement ihrer Wahlversprechen mit Füßen getreten“, unterstreicht Wolf.
Die neue Kursrichtung der Landesregierung laute nun, statt weiterer Untersuchungen das Innenministerium mit Vorschlägen möglicher Behördenreformen zu beauftragen. Dabei sei der Innenminister zuletzt schon daran gescheitert, den Fragenkatalog für das bisher angestrebte Gutachten zu formulieren. Zudem sei zu befürchten, dass federführend das Landesverwaltungsamt beauftragt werde, die möglichen Behördenauflösungen zu untersuchen. Das Landesverwaltungsamt ist dem Innenministerium direkt nachgeordnet und die größte Landesbehörde im Freistaat. „Gerade diese Mammutbehörde steht seit Anfang an in der Kritik. Wenn nun ausgerechnet das ‚schwarze Loch’ den Prüfauftrag erhalten sollte, wird der Bock zum Gärtner gemacht“, so die Einschätzung von Katja Wolf.
Katja Wolf verweist darauf, dass Ihre Fraktion mit zahlreichen Initiativen immer wieder auf die Notwendigkeit eines Gesamtplans hingewiesen und eigene Gesetzesvorschläge und Parlamentsanträge auf den Weg gebracht hat. Thüringen braucht Lösungen. „Wir werden auch weiterhin aus unserem Konzept zur Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform neue parlamentarische Schritte ableiten“, kündigt Katja Wolf für ihre Fraktion abschließend an.
Katja Wolf (MdL)
Berufsschulsanierung mit bitterem Beigeschmack
„Wenn das Wasser im Gebäude steht, ist der Jammer groß!“, so kommentiert Katja Wolf den Beginn der Sanierung der Eisenacher Berufsschule.
Die linke Landtagsabgeordnete, die auch im Stadtrat sitzt, kritisiert vor allem das Vorgehen der Landesregierung. Diese hatte die Stadt in ihrer Finanznot gezwungen, am alten Standort zu bleiben. „Alle wissen, dass dieses Gebiet stark hochwassergefährdet ist. Schon bei einen sogenannten HQ20 steht der Komplex 50cm im Wasser.“ Rein statistisch gesehen also mindestens alle 20 Jahre. Das haben gerade neue Hochwasserberechnungen des Landes bestätigt. Trotzdem besteht die Landesregierung bei der Förderung auf eine Sanierung am alten Standort und hinterlässt das Risiko der Stadt.“, empört sich Wolf. Sie erinnert daran, dass die Stadt als Schulträger die Verantwortung im Schadensfall trägt- Eisenach ist nicht gegen Hochwasser versichert. „Das finanzielle Risiko tragen Einwohnerinnen und Einwohner!“, so die Abgeordnete.
Außerdem wies sie darauf hin, dass mit dem Anbau weitere Fläche in der Flussaue versiegelt werden. Dies verschlimmere die Situation weiter.
„Der bittere Beigeschmack dieser Sanierung wird bleiben.“, stellt Wolf fest.
Katja Wolf (Die Linke.): Schließung von Arbeitsgerichten nur nach eingehender Situationsanalyse
Mit Blick auf Medienberichte über die angeblich geplante Schließung des Arbeitsgerichtes ins Eisenach und Jena bzw. deren Zusammenlegung mit den Standorten Suhl und Gera fordert die Eisenacher Landtagsabgeordneten Katja Wolf der Fraktion DIE LINKE, eine umfassende Situations- und Standortanalyse der Thüringer Arbeitsgerichtsbarkeit und die Offenlegung der Untersuchungs- und Prüfergebnisse.
"Eine Schließung von Gerichten ist nur dann angebracht, wenn derzeitige Situation und voraussichtliche Entwicklung dies rechtfertigen, die Bürgernähe und Erreichbarkeit für Rechtsuchende keine Einbußen erleiden und die Lösungen zumutbar für die Beschäftigten auch mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind", so Wolf. Die Beschäftigten und die Standortkommunen müssten in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Deshalb hat die LINKE eine umfangreiche Kleine Anfrage zur Arbeitsgerichtsbarkeit in Thüringen an die Landesregierung gerichtet.
Wolf erinnert in diesem Zusammenhang an "den peinlichen Fehlgriff der damaligen CDU-Landesregierung bei ihren Schließungsplänen für das Landgericht Mühlhausen", die seiner Zeit erhebliche Proteste in Mühlhausen und Umgebung ausgelöst hatten. Nach kritischer Prüfung sei damals deutlich geworden, dass über die Schließung einfach am "grünen Tisch" ohne ausreichende Prüfung, ohne Einbeziehung der Kommunen und Beschäftigten entschieden worden war. "Solche inhaltlichen und Verfahrensfehler müssen im jetzigen Entscheidungsprozess zu den Arbeitsgerichtsstandorten verhindert werden", mahnt die LINKE-Politikerin an. Vor allem die Entwicklung der Verfahrenszahlen müsse genau unter die Lupe genommen werden - auch in Zusammenhang mit inhaltlichen und prozessrechtlichen Entwicklungen im Arbeitsrecht, zum Beispiel bei Fragen des Kündigungsschutzes. Die Landesregierung soll in ihrer Antwort auf die Anfrage auch offenlegen, nach welchem - möglichst nachvollziehbaren - Kriterienkatalog die Entscheidung über Schließung bzw. Erhalt der Arbeitsgerichtsstandorte ablaufen soll. "Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass die Verfahrenszahlen an den Arbeitsgerichten auch leider wieder ansteigen können", so Wolf. Abschließend kündigt die Politikerin an, dass in Auswertung der Antwort der Landesregierung das Thema im Justizausschuss beraten werden soll - auch mit Blick auf anstehende Haushaltsberatungen. In diesen Diskussionsprozess sollen nach Vorstellungen der LINKEN die Betroffenen vor Ort einbezogen werden.
Dass man sich vor Ort mit der Entscheidung wenig anfreunden kann, zeigte gestern auch der IG- Metallbevollmächtigter Uwe Laubach. Im Sinne der Arbeitnehmer sollte man noch einmal über die Ankündigung nachdenken, sagt Wolf abschließend.
Mit freundlichen Grüßen
Katja Wolf (MdL)
Wolf: Steuersenkungen schizophren
Die aktuelle Ankündigung der Bundesregierung, die Steuer senken zu wollen, seien völlig absonderlich.
“Die Finanzsituation der öffentlichen Haushalte ist nicht nur prekär, sie ist katastrophal. In Eisenach sind wir gezwungen, dauernd Steuern, Eintrittspreise und Gebühren zu erhöhen. Die Belastungen, die den Bürger/innen dadurch entstehen sind kaum noch akzeptabel.” Dementsprechend sei es schizophren Steuern durch den Bund zu senken, die dann durch andere wieder doppelt und dreifach genommen werden müssten.
Der Bund habe die Verantwortung, für eine ausreichende Finanzausstattung der Kommunen zu sorgen. “Wir haben in Eisenach nicht den Hauch einer Chance, einen ausgeglichen Haushalt zu verabschieden. Steuersenkungen sind nicht nur destruktiv, sie sind auch heuchlerisch.” Gerade die Rolle der FDP ist dabei für Wolf völlig absurd. In Eisenach hatte diese in den letzten Wochen und Monaten einer Reihe von Erhöhungen von Steuern und Gebühren zugestimmt.
“Die Bürger durchschauen dieses “linke Hosentasche - rechte Hosentasche -Spiel”.
Wir brauchen auf Bundesebene ein gerechtes Steuersystem.” Der Staat habe ein Einnahme-, kein Ausgabeproblem. Reichensteuer, ein gerechtes Mehrwertsteuersystem, Kerosinsteuer, ... das wären die Aufgaben, die dringend zu lösen sind. Steuersenkungen dürften im Moment nicht auf der Tagesordnung stehen, so Wolf.
Das gezielte Schüren von Sozialneid und der Versuch, die vom System des „freien“ Marktes Benachteiligten und „Präkarisierten“ gegeneinander auszuspielen, macht nun auch vor den kleinen Selbständigen nicht halt. So wird den Selbständigen, die Hartz IV beantragen unterstellt, dass sie sich „Arm rechnen“. Schaut man sich diese Gruppe der Selbständigen an, stellt man fest, dass es sich um „Solo – Selbständige“ handelt. Sie arbeiten als Autovermieter, Hausmeister, Blumenhändler, Heilpraktiker, bieten Hundepension an, was sie eint ist, dass sie vorwiegend im Dienstleistungssektor arbeiten und neben ihrer Selbständigkeit gleichzeitig Hartz IV beziehen, weil ihr Einkommen unter dem Existenzminimum liegt. Immer mehr Menschen in der BRD, die sich eine eigene berufliche Existenz aufgebaut haben, erhalten die staatliche Grundsicherung. Keine Gruppe unter den Erwerbstätigen ist in den letzten Jahren so gewachsen, wie die der Solo – Selbständigen. Im Jahr 2010 wurden 2,3 Millionen, was sechs Prozent aller Erwerbstätigen entspricht gezählt. Die Zahl dieser kleinen Selbständigen, die ihre Einkünfte mit Hartz IV aufstocken müssen, ist nach Angaben der BA von 2007 bis 2010 so um mehr als 50000 auf 125000 Hilfsbedürftige gestiegen. Davon verfügen 85000 nur über ein Einkommen von weniger als 400 Euro, 25000 verdienen bis zu 800 Euro, der Rest wenig darüber. Schaut man sich die Altersstruktur genauer an, stellt man fest, dass es besonders ältere Beschäftigte betrifft, die aus unterschiedlichsten Gründen aus ihrer bisherigen Erwerbs- und Berufstätigkeit herausgefallen sind und in der (Schein-) Selbständigkeit dann schließlich das letzte Mittel der Existenzsicherung sehen. Weil sie aus Altersgründen nicht mehr in ein verträgliches Arbeiter- oder Angestelltenverhältnis kommen und ihr Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist, sehen sie in den zeitlich auf ein oder eineinhalb Jahre befristeten Existenzgründungsdarlehen, mit denen sie kleine Geschäfte oder selbständige Dienstleistungsangebote aufbauen, ihren letzten persönlichen Ausweg vor der Verarmung. Sie müssen dazu Konzepte ausarbeiten und sich regelmäßig von den Sachbearbeitern des Jobcenters auf Umsatz und Rendite überprüfen lassen. Ausgerechnet diese buchstäblich armen Selbständigen nimmt die Bundesagentur für Arbeit aufs Korn und verlangt eine befristete Bezugsdauer von Hartz IV Leistungen. Die Würde des Menschen, im GG Paragraf 1 festzementiert, gilt auch für diese Gruppe der Beschäftigten!
Uwe Schenke
Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Die Sowjetunion gehört damit zu dem Land, dass die meisten menschlichen Opfer und die größten Verwüstungen während des Zweiten Weltkrieges zu verkraften hatte. Die aktuellen Forschungen gehen von 27 Millionen Toten Staatsangehörigen der damaligen Sowjetunion im Ergebnis des „Vernichtungskrieges im Osten“ aus.
DIE LINKE. Wartburgkreis-Eisenach gedenkt anlässlich des 70. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion der Opfer des Krieges am Dienstag, den 28. Juni 2011 um 18.00 Uhr auf dem Eisenacher Friedhof, Ehrenmal für die sowjetischen Soldaten. Zu diesem Anlass wird auch die restaurierte Innschrift am Ehrenmal neu präsentiert.
Sascha Bilay
Kreisvorsitzender
Gute Voraussetzungen für den Schutz des Weltnaturerbes Hainich schaffen
Angesichts der Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees, dass der Hainich zum Weltnaturerbe gehören wird, erklärt Katja Wolf, Sprecherin für Umweltpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. "Der Verleihung dieses Titels ist eine weitere Bestätigung für die Einzigartigkeit des Nationalparks. Nun ist die Politik gefragt, mit diesem Erbe verantwortungsvoll umzugehen und es zu wahren."
Der Schutz des Nationalparks sei eine langfristige Aufgabe. "Als erster Schritt müssen die Rahmenbedingungen für den Erhalt und die Pflege des Nationalparks grundlegend verbessert werden", fordert die Linksfraktionärin. Dazu gehöre eine bessere personelle und materielle Ausstattung des Nationalparks, denn schließlich seien vorhandene Personalstellen nicht einmal voll besetzt worden. "In einem zweiten Schritt muss eine Aufstockung der Stellen im nächsten Haushalt erfolgen", fordert die Umweltpolitikerin der LINKEN.
Mit Skepsis sieht Frau Wolf das Vorhaben, auch den Hainich in die Forstanstalt aufzunehmen. "Den Nationalpark in einer Anstalt unterzubringen, die in erster Linie der Waldbewirtschaftung dient, muss grundsätzlich hinterfragt werden", so die Politikerin abschließend.
Theater- und Orchesterförderung bleibt unklar
Angesichts der Ungewissheit über die zukünftige Förderung der Theater und Orchester kündigt die Linksfraktion einen Antrag für die nächste Landtagssitzung an. „Ein Bekenntnis der Regierungskoalition zum Erhalt der Thüringer Theater- und Orchesterlandschaft steht immer noch aus. Es ist ein untragbarer Zustand, dass Öffentlichkeit und Parlament nur fragmentarisch Auskunft darüber erhalten, was die Landesregierung in Sachen Kulturförderung plant. Notwendig sind konkrete Beschlüsse statt schöner Worte“, sagt die Eisenacher Landtagsabegeordente der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Katja Wolf.
Die Idee, Theater und Orchester nach regionaler und überregionaler Bedeutung zu unterscheiden, wirke angesichts der dringend nötigen Entscheidungen reichlich unüberlegt. Von Kriterien für diese Einordnung höre man auch dem Hause Matschie gar nichts, nur dass die Häuser sich selbst entsprechend eingeschätzt hätten. Ob sie da schon wussten, dass die Förderung durch das Land daran festgemacht wird? Dann hätten sich vielleicht sämtliche Einrichtungen als überregional bedeutsam qualifiziert und es wäre ihnen nicht zu verübeln gewesen.
„Nach den Aussagen der kommunalen Träger kann von fast unterschriftsreifen Verträgen keine Rede sein. Noch besteht wohl auch keine Einigkeit, welches Haus in welche Spalte eingeordnet wird. Und wie die Kommunen einseitig eine Rückkehr zum Flächentarif finanzieren sollen, steht völlig in den Sternen“, konstatiert Wolf. Der Verzicht auf Haustarife sei eine richtige Forderung, aber die Landesregierung müsse einen deutlichen Teil dazu beitragen. Aus dieser Pflicht könne sie sich nicht herausverhandeln, so die Politikerin der LINKEN weiter.
Ein wirkliches Konzept für die Theater- und Orchesterfinanzierung wäre der solidarische Kulturförderausgleich, wie ihn DIE LINKE seit langem fordert. „Dabei werden alle Kommunen in die Förderung der Spielstätten einbezogen und die Finanzierung würde nicht die Haushalte einzelner Städte und Kreise belasten. So wie immer auch aus dem Umland Besucher in die Vorstellungen kommen, sollten deren Kommunen auch die Häuser mitfinanzieren. Leider fehlt Minister Matschie zu einem solchen Schritt der Mut“, so Wolf abschließend.
Katja Wolf
Verschleierung des antidemokratischen und rassistischen Charakters der "Deutschen Burschenschaft" beenden
"Nun sollte jeder begriffen haben, dass die Deutsche Burschenschaft kein Platz für Demokraten ist", reagiert Katja Wolf, Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, auf Veröffentlichungen des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL am heutigen Tag.
Demnach gilt innerhalb des Akademikerverbandes "Deutsche Burschenschaft" als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Verband die Zugehörigkeit "zum deutschen Volk". Sie wird - ganz offenbar in nationalsozialistischer Tradition stehend - rassistisch bestimmt. Auf dem sogenannten "Burschentag" des Verbandes, der an diesem Wochenende in Eisenach in Ihrem Wahlkreis stattfindet, steht unter anderem der Ausschluss einer "Burschenschaft" aus dem Dachverband der "Deutschen Burschenschaften" auf der Tagesordnung, die ein Mitglied aufgenommen haben, dessen Eltern chinesischer Herkunft sind.
"Die Deutsche Burschenschaft und die darin organisierten Verbindungen stehen für eine autoritäre, nationalistische, völkische und strukturkonservative Tradition. Aufgrund der politischen und personellen Überschneidungen zur extremen Rechten hat die Deutsche Burschenschaft eine Scharnierfunktion zwischen Konservatismus und Neonazismus", so die Abgeordnete weiter. Die nun bekannt gewordene rassistische "Abstammungslehre" der "Deutschen Burschenschaft" bestätige diese Einschätzung. Bundesweit stünden zudem mehrere Burschenschaften unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.
In der Vergangenheit hatten mehrfach Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker an Veranstaltungen und Festveranstaltungen der "Deutschen Burschenschaft" teilgenommen und ihr so einen demokratischen Charakter verliehen. Die Eisenacherin fordert, "die Verschleierung des antidemokratischen, rassistischen und völkischen Charakters der Deutschen Burschenschaft durch Teilnahme an Veranstaltungen oder gar Grußworte zu beenden". Dies war auch leider in Eisenach zu oft der Fall. Erst im April begrüßte der OB die Burschenschaften.
Katja Wolf zeigt sich zudem verwundert, dass die Thüringer Landesregierung erst jüngst nicht bereit oder in der Lage war, eine Anfrage zu dem Thema qualifiziert zu beantworten.
Katja Wolf
Katja Wolf : Keine neue Hängepartie für Opel-Beschäftigte!
Angesichts der Verunsicherung durch die Meldung eines möglicherweise bevorstehenden Verkaufs von Opel durch General Motors fordert die Eisenacherin Katja Wolf und Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: "Der Wahrheitsgehalt der Berichte muss hieb- und stichfest geprüft werden, um sich gegebenenfalls unverzüglich einzuschalten!"
Für die Beschäftigten bei Opel und den Zulieferer-Betrieben sei die nun entstandene Situation ein unhaltbarer Zustand. Bisher sei von GM laufend betont worden, dass das Unternehmen gut aufgestellt sei. "Woher jetzt plötzlich andere Einschätzungen kommen und Spekulationen über einen Verkauf die Runde machen, ist nicht nachvollziehbar. Die Landesregierung sollte jetzt nicht nur abwiegeln, sondern darauf drängen, dass Gerüchte umgehend ausgeräumt werden", fordert Wolf abschließend.
Katja Wolf
Kirchentag und geplanter Strategiewechsel:
Was haben Kirchentag und angemahnter Strategiewechsel im Kriegsgebiet Afghanistan gemeinsam, in beiden haben Kirchenvertreter das Wort. Hier auf der einen Seite Frau Margot Käßmann, die sich klar gegen den Krieg in Afghanistan wendet, auf der anderen Seite ein Militärbischof, der vor Beginn kriegerischer Auseinandersetzung, „Helm ab zum Gebet“ von den Bundeswehrangehörigen fordert. Nun hätte ich mir gewünscht, dass außer Beten und Feiern auf dem Kirchentag auch noch ein klares Bekenntnis gegen den Krieg, den Einsatz Deutscher Truppen in Afghanistan und anderen Orts erarbeitet wurden wäre. Hier hätten sich dann Atheisten und Gläubige mit einer Sprache wieder gefunden, leider ist diese Chance einmal mehr vertan wurden. Nun war ich selbst ein gutes Jahrzehnt Berufssoldat und durfte hier, entsprechend unserer Verfassung, an der Verteidigung, als strategisches Instrument der Politik, unseres Landes beitragen. Seit Jugoslawien und Afghanistan steht unsere Armee aber vor veränderten strategischen Herausforderungen, die aus meinem Fokus bis heute eigentlich nicht vom GG gedeckt sind, sie wurden „dank“ der SPD/Grünen Koalition in ein Angriffskrieg verheizt, dem sie nicht gewachsen sind. Die Tötung der 3 Soldaten, aber auch die getöteten Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder der letzten Tage durch ISAF – Bomben, zeigt einmal mehr, dass die militärische Strategie gescheitert ist. Strategie benötigt auch Ziele, die waren für Afghanistan klar festzementiert, nicht eins wurde nach UNO Angaben erreicht. Wer die Suche nach veränderter Strategie wirklich umsetzen will, sollte dies vielleicht einmal mit „friedlichen“ Mitteln umsetzen. Wer vor Ort, Frieden will, das Leben der Zivilbevölkerung schützen und ihnen Sicherheit auf sozialen und kulturellen Gebiet vermitteln will, wer darüber hinaus keine Soldaten einer Gefahr aussetzen möchte, muss den Weg für Friedenskooperation frei machen und strategisch den Einsatz Deutscher Soldaten beenden. Der Deutsche Freidenker Verband hat den Anfang mit seinem Bekenntnis „Soldaten raus aus Afghanistan“ gemacht, ich hoffe auf den Friedenswillen der vielen Kirchenmitglieder. Gemeinsam sollte es uns gelingen, „dass nie wieder eine Mutter ihren Sohn beweint“. Uwe Schenke
Entlassung des TAVEE-Geschäftsführers könnte für Gebührenzahler teuer werden
„Es ist nach Einschätzung der Landesregierung durchaus möglich, dass der bisherige Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Eisenach-Erbstromtal, Herr Thomas Fritz, gegen seine Entlassung klagt, vor dem Gericht Recht bekommt und anschließend die Gebührenzahler dafür aufkommen müssen“, informiert der Kreisvorsitzende der LINKEN, Sascha Bilay.
Der Linksabgeordnete Frank Kuschel wollte in einer Anfrage von der Landesregierung die Details der Kündigungsregelungen zwischen dem Zweckverband und dem Geschäftsführer wissen. Zwar konnte bzw. wollte die Landesregierung hierzu keine Auskünfte geben. Allerdings stellte sie klar, dass bei einer unwirksamen Kündigung des Arbeitsverhältnisses geprüft werden müsste, ob diese Kosten auf die Wasser- und Abwassergebühren umgelegt werden könnten. Hierzu zählen neben den Gerichts- und Anwaltskosten auch mögliche Zahlungen für einen Vergleich und von Abfindungen. „Sollte sich herausstellen, dass durch handwerkliche Fehler der Verbandsführung ein finanzieller Schaden entstanden ist, darf dieses nicht zu Lasten der Gebührenzahler gehen. Hier müssen letztlich die Bürgermeister aus ihren Gemeindehaushalten den Schaden tragen“, fordert Bilay.
Der Kommunalpolitiker fordert die Verbandsführung auf, schnellst möglich Klarheit darüber zu schaffen, welches Konzept hinsichtlich des umstrittenen Geschäftsführers verfolgt wird. Die bloße Zustellung der Kündigung und weiteres Abwarten würden nur Frustration und Ungewissheit sowohl bei den Beschäftigten als auch unter den Bürgerinnen und Bürgern erzeugen. „Hier muss endlich deutlich ausgesprochen werden, mit welchem Personal welche Zukunft eingeschlagen werden soll. Alles andere wird das zerrüttete Verhältnis nicht befrieden und weiterer Vertrauensverlust bedeuten“, unterstreicht abschließend Sascha Bilay.
Sascha Bilay
Kreisvorsitzender
Politik muss auch Spaß machen
Unter diesem Motto ist in diesem Jahr auch wieder die Landtagsfraktion der Linken beim diesjährigen Unternehmenslauf dabei. Die Eisenacherin Katja Wolf wird das Team, wie auch 2011 unterstützen und sich auf die Strecke begeben.
Nach seinem Debüt 2009 geht RUN, der Thüringer Unternehmenslauf in eine weitere Runde. Am 8. Juni 2011 um 19.00 Uhr fällt für die Mitarbeiter von Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Organisationen der Startschuss. Die Anmelderliste ist groß.
Rund 5 Kilometer lang ist die neue, optimierte Strecke durch die historische Erfurter Innenstadt. Die Linke wird bei jedem Wetter antreten, so Katja Wolf kampfesmutig abschließend.
Katja Wolf (MdL)
Kommunale Verankerung der LINKEN in Thüringen und Hessen ausbauen
„In einer gemeinsamen Beratung von Thüringischen und Hessischen Kommunalpolitikern der LINKEN wurden nicht nur die jüngsten Kommunalwahlen in Hessen ausgewertet, sondern auch weitere Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit diskutiert“, informieren die beiden Kreisvorsitzenden der LINKEN in der Wartburgregion, Anja Müller und Sascha Bilay.
Als symbolischer Ort der Beratung wurde Gerstungen ausgewählt, um so in unmittelbarer Nähe zur Thüringisch-Hessischen Landesgrenze die weitere Zusammenarbeit zu diskutieren. Die Stadt an der Werra bildete zugleich auch den ersten Ansatzpunkt der politischen Gemeinsamkeiten. Die ungebremste Einleitung von salzhaltigem Abwasser in die Werra durch den Düngemittelkonzern K & S wird abgelehnt. Hier müssten nach Auffassungen der LINKEN die beiden Landesregierungen endlich aktiv werden, um die Umwelt und die Bevölkerung vor den Auswirkungen der Umweltverschmutzung zu schützen. „Bloße Lippenbekenntnisse und freundliche Arbeitsgruppensitzungen in der Region reichen nicht aus. Stattdessen müssen endlich klare Ansagen an die Konzernleitung gemacht werden, dass das Unternehmen wie jeder anderer Betrieb auch seinen Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen hat und nicht lustlos in der Umwelt ankippen darf“, fordern die Linkspolitiker.
Auf der Beratung wurde ebenfalls vereinbart, künftig mindestens einmal jährlich gemeinsame öffentliche Veranstaltungen durchzuführen. Dabei sollen auch politische Ansprüche mit Aktionen verbunden werden, die Menschen dazu einladen, sich stärker als bisher für gesellschaftliche Veränderungen zu engagieren. „DIE LINKE ist eine Mitmachpartei, die davon lebt, dass sich jede und jeder einbringt. Wir bleiben die Partei für den Alltag“, betonen abschließend Anja Müller und Sascha Bilay.
Anja Müller, Sascha Bilay
Kreisvorsitzende
Katja Wolf gratuliert Ihren KollegInnen in Bremen
Ich freue mich für meine Partei und meinen Kollegen in Bremen. Wir haben es zum 2. Mal geschafft in die Bürgerschaft einzuziehen. Die Linke. hat sich damit in dem kleinsten Bundesland Deutschlands etabliert.
Einige hätten sich vielleicht gewünscht, dass wir in Bremen rausgeflogen wären bzw. ein schlechteres Ergebnis einfahren. Insbesondere die, die in Bremen für eine Politik verantwortlich sind, die nicht gerade optimal war, insbesondere im sozialen Bereich. ..."
kommentiert die Eisenacher Landtagabgeordnete die Bürgerschaftswahl in Bremen, bei der DIE LINKE nach der Prognose zwischen 5,5 und 6 Prozent der Stimmen geholt hat.
Wir konnten wieder einziehen und das mit mehr als fünf Prozent, das ist ein klares Zeichen für unsere Politik, sagt die Landtagabgeordnete.
Dieses Ergebnis setzt aber auch ein klares bundespolitisches Signal. Es ist eine schwere Schlappe für die Bundesregierung, unterstreicht Wolf abschließend.
Katja Wolf
Katja Wolf befürchtet, dass K+S den Runden Tisch nur als Feigenblatt benutzt
„Dialog ist immer gut. Nur am Ende muss dem Reden auch Handeln folgen“, merkt Katja Wolf, umweltpolitische Sprecherin der LINKE-Landtagsfraktion, zur Wiederaufnahme der Arbeit des Runden Tisches „Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion“ an.
Eine saubere Werra lasse sich eben nicht herbei reden. Vielmehr müsse K+S endlich bereit sein, dafür auch etwas zu tun, unterstreicht die Umweltpolitikerin, die befürchtet, „dass der Konzern die Arbeit am Runden Tisch nur als Feigenblatt nutzt, um Zeit zu schinden. Zeit, in der die Werra nach dem Weiter-So-Prinzip mit Kalilauge belastet, das Grundwasser gefährdet und verschmutzt wird“.
Aus genau diesem Grund haben die LINKE-Fraktionen ja ein Gutachten in Auftrag gegeben, so Frau Wolf weiter. Es gehe darum, zu zeigen, dass es möglich sei, Gewässerschutz und Erhalt der Arbeitsplätze zu vereinbaren. Die Linksfraktionen rechnen noch in diesem Jahr mit Ergebnissen. Dabei werde deutlich, „welche Produktionsverfahren zum Schutz der Umwelt und zur Erhöhung der Ausbeute angewendet werden könnten, wenn K+S bereit wäre, nur einen Teil seiner enormen Gewinne in neue Techniken zu investieren. Trinkwassergefährdung und die Versalzung Werra sind vermeidbar“, betont Katja Wolf und kündigt an: „Die Ergebnisse des Gutachtens stellen wir natürlich auch gerne dem Runden Tisch zur Verfügung.“
Katja Wolf
Schulnetzplan zeigt Konzeptionslosigkeit der Verwaltung
Der Entwurf der Fortschreibung des Schulnetzplanes für die Stadt Eisenach hat in der Öffentlichkeit zu Verwirrung und Verunsicherung geführt. Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat war noch niemals zuvor ein so konzeptionsloses Papier als Grundlage der Diskussion um das Schulnetz durch die Verwaltung vorgelegt worden.
Offensichtlich ist, dass der Vorschlag der Verwaltung vor dem Hintergrund des mehr als knappen Stadtsäckels zuallererst dem Grundsatz größtmöglicher finanzieller Einsparungen für die Sanierung und Instandhaltung der Schulgebäude folgt. Aber selbst da ist keine durchgängige Logik zu erkennen. Zudem sehen wir es als falsch an, Schulstandorte an rein fiskalischen Kriterien festzumachen. Im Vordergrund stehen die Kinder und Jugendlichen, die Lehrer und Eltern, die erwarten, dass mit einer Schulnetzplanung langfristig ein geordneter, gesicherter Schulbetrieb möglich ist und die Wege zur Schule so kurz wie möglich sind.
Wir unterstützen als Fraktion und Stadtvorstand DIE LINKE dieses Anliegen der Eltern, Schüler und Lehrer der betroffenen Schulen und ihren Protest und ermutigen sie, Alternativen vorzuschlagen und für ihre Umsetzung zu streiten. Als Fraktion im Stadtrat haben wir selbst auch Vorschläge für die Beratung im zuständigen Ausschuss und für die öffentliche Diskussion zur Fortschreibung des Schulnetzplanes unterbreitet und erwarten, dass die Verwaltung die Bürgerinnen und Bürger in die nachfolgenden Debatten nach der Einbringung des Verwaltungsentwurfs in der Stadtratssitzung am 19. Mai 2011 aktiv
einbezieht.
Freundliche Grüße
Karin May Michael Richter
Fraktionsvorsitzende Vorsitzender des Stadtvorstandes
LINKE-Landtagsfraktionen geben Studie zu alternativen Produktions- und Entsorgungsverfahren im Kalirevier in Auftrag
Die beiden LINKEN-Fraktionen im Hessischen und im Thüringer Landtag haben mit Blick auf den Düngemittelhersteller Kali und Salz (K+S) eine Studie zu „Alternativen Produktions- und Entsorgungsverfahren im thüringisch-hessischen Kalirevier“ in Auftrag gegeben. Dazu und anlässlich der heutigen Aktionärsversammlung von K+S erklärt Katja Wolf, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag:
„Gewässerschutz ist machbar! Das wollen die beiden LINKEN-Landtagsfraktionen aus Hessen und Thüringen in einer Studie zu ‚Alternativen Produktions- und Entsorgungsverfahren im thüringisch-hessischen Kalirevier‘ belegen.“
K + S betreibe einen unsere Lebensgrundlagen gefährdenden Raubbau an wichtigen Bodenschätzen, so die umweltpolitischen Sprecherinnen der beiden Landtagsfraktionen, Katja Wolf aus Thüringen und ihre Kollegin Marjana Schott aus Hessen.
Man habe deshalb den Diplom-Geologen und Geochemiker Dr. Ralf Krupp, der bereits mehrfach Studien zur Werraversalzung durch K+S erarbeitet habe, damit beauftragt aufzuzeigen, dass die Kaliproduktion mit weit weniger Umweltzerstörung, weniger Bergbaufolgeschäden und einer höheren Ausbeute betrieben werden könnte.
Katja Wolf: „Wir wollen K+S und den Landesregierungen deutlich machen, welche Produktionsverfahren zum Schutz der Umwelt und zur Erhöhung der Ausbeute angewendet werden könnten, wenn K+S bereit wäre, nur einen Teil seiner enormen Gewinne in neue Techniken zu investieren. Trinkwassergefährdung und die Versalzung Werra sind vermeidbar.“
Leider zeige der Konzern derzeit kein Interesse, in umweltverträglichere Produktionsverfahren zu investieren. Genau damit sei es möglich, auch zukünftig die Arbeitsplätze zu sichern. Es sei nicht hinnehmbar, dass K+S über seine Lobbyarbeit in Brüssel selbst den ‚Stand der Technik‘ in der Kaliproduktion definiere. Mit dem wenig überraschenden Ergebnis, dass dabei die Gewinnmaximierung des Konzerns an erster Stelle stehe, so Schott und Wolf abschließend.
Hinweis: Erste Ergebnisse der Studie erwarteten die beiden Fraktionen bereits im September.
Katja Wolf
Ist das Ende der 1-Euro-Job in Sichtweite gerückt?
„1-Euro-Job“, das klingt nach „billig“, sie sind aber weder gut noch billig. Nicht gut, weil sie oft menschenunwürdig sind, und nicht billig, weil sie eines der teuersten Unterfangen bundesdeutscher „Arbeitsmarktpolitik“ überhaupt sind. Allein 2010 gab die Bundesagentur dafür 1,7 Milliarden Euro aus. Die 1-Euro-Jobs sind immer von Erwerbslosenverbänden, Gewerkschaften, linken Parteien, dem Handwerk und jüngst auch vom Bundesrechnungshof mit Recht kritisiert und bekämpft worden. Nicht ohne Grund. Die derzeit rund 170000 Langzeitarbeitslosen werden oft unter Androhung harter Sanktionen für Tätigkeiten rekrutiert, die entweder reguläre Beschäftigung ersetzen oder durch „Lohnkostenvorteile“ private Wettbewerber auf dem Markt verdrängen. Laut Bundesrechnungshof kommen über die Hälfte der 1-Euro-Jobs nicht rechtens zu Stande. In immer selteneren Fällen „handelt es sich um eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung bei einem geeigneten Träger“. Kommt nun das Ende der Billiglöhnerei? Nein. Ministerin von der Layen will die Vergütung der in den Maßnahmen Beschäftigten nicht erhöhen. Ihr geht es darum, Einsparungen bei den Jobcentern durchzusetzen. Deshalb plant sie, die Vergabe der 1-Euro-Jobs für deren Nutzer weniger attraktiv zu machen. Künftig soll die „Betreuungspauschale“ von maximal 500 Euro gekürzt werden. Damit aber würde sich der Einsatz von Arbeitslosen als Gärtner oder als Hausmeisterhelfer in Schulen und Altenheimen nicht mehr lohnen. Der Stopp der 1-Euro-Jobs als Gelddruckmaschine für einige Maßnahmeträger ist zu begrüßen. Aber nur, wenn die gestrichenen Gelder der Arbeitsmarktpolitik erhalten bleiben, statt in der Kasse den Finanzminister zu landen. Es gibt genug Bedarf an Weiterbildungsmaßnahmen, die ihren Namen verdienen und guter öffentlich geförderten Beschäftigung.
Uwe Schenke
Katja Wolf (Die Linke.): Aus der Katastrophe lernen
Heute am 26. April 2011 jährt sich zum 25. Mal die Atomreaktorkatastrophe in Tschernobyl. Für Katja Wolf ein Tag zum mahnenden Gedenken an die vielen Strahlenopfer, die es auch heute noch gibt, aber ihrer Meinung auch ein Tag mit Blick auf einen Umstieg in eine friedliche und zukunftsfähige Energiewirtschaft. Die umweltpolitische Sprecherin sagt: „nach 25 Jahren ist es an der Zeit die richtigen Konsequenzen zu ziehen.“ Der Autoausstieg ist ihrer Meinung zwingend.
Tschernobly ist 25 Jahre her, Fukushima erst wenige Wochen. Beide Vorfälle bereiten den Menschen Sorge und stellen eine unvergleichbare Katastrophe dar.
Infolge des Unglücks in dem nur wenige Kilometer von der weißrussischen Grenze gelegenen Kraftwerk wurden weite Gebiete der Ukraine, Russlands und Weißrusslands verseucht. Die Strahlung, die der Explosion von mindestens 200 Hiroshima-Atombomben entsprach, breitete sich auch über weite Teile Europas aus.
Katja Wolf
Verwundert über den Minister
Mit großer Verwunderung habe ich die Äußerungen von Minister Jörg Geibert zu Ostern aufgenommen. Ohne Frage, dass es eine Lösung für Eisenach geben muss, steht aus Frage.
Die Linke hat mit Ihrem Gesetzentwurf (Gesetz zur Stärkung der Wartburgregion durch kommunale Neugliederungsmaßnahmen) vor gut 5 Monaten versucht, darüber zu diskutieren. Jedoch wurde der Gesetzentwurf abgelehnt und das ohne jegliche Beratung im zuständigen Ausschuss. Damit hat die Regierungskoalition eine große Chance vergeben, ist sich Wolf sicher. Deshalb ist sie nun mehr als verunsichert, dass gerade jetzt der Vorschlag von CDU Minister Geibert kommt. Warum hat man nicht in Ruhe über unseren Gesetzentwurf beraten.
Die Eisenacherparlamentarierin verweist darauf, dass Ihre Fraktion nicht nur den Gesetzentwurf im Dezember sondern bereits auch schon fast genau drei Jahre vorher einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht hatte.
Schon damals hat man sich einer sachorientierten Debatte verweigert und den Gesetzentwurf ohne eigene Vorschläge abgelehnt.
„Die Aussagen des Thüringer Innenministers überraschen, hatte er doch im Dezemberplenum entschieden gegen einen Gesetzentwurf der LINKEN zur Einkreisung Eisenachs in den Wartburgkreis gesprochen. Es ist kaum zu unterstellen, dass Herr Geibert erst in den letzten Tagen zu neuen Erkenntnissen gekommen ist“, hinterfragt Katja Wolf.
In meinen Augen wird das Land seiner Verantwortung in dieser Frage nicht gerecht. Denn man hat um die Probleme Eisenachs zu lösen, extra eine Arbeitsgruppe gebildet, dieser gehört auch der Minister an, jedoch wurden dort die Vorschläge von Herrn Geibert nie beraten. Das stellt man sich schon die Frage, was man dort beredet und ob mit so einer Äußerung nicht auch eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre aufs Spiel gesetzt wird, wenn man an die Öffentlichkeit geht, ohne mit den Betroffenen gesprochen zu haben.
unter diesem Motto fand die Thüringer Antikriegs-Kundgebung am Ostersamstag von 10 Uhr bis 12 Uhr in Ohrdruf statt. Aufgerufen hatten zu dieser Kundgebung neben der Partei Die LINKE, die Grünen und der DGB. Im Vorfeld der Veranstaltung wurde an der Ohrdrufer Kaserne 81 Kreuze, für jeden in Afghanistan getöteten deutschen Soldaten eins, aufgestellt. Über 150 Menschen machten sich um kurz nach zehn auf den Demonstrationszug ab Bahnhof Ohrdruf in Richtung Marktplatz. Viele waren nach mehreren Jahren zum ersten Mal wieder dabei - und brachten jetzt ihre Kinder mit. Aus aktuellem Anlass waren neben den Friedenstauben auch Anti-AKW-Transparente im Zug vertreten. Zur Kundgebung auf dem Marktplatz in Ohrdruf war die Gruppe dann auf 200 angewachsen.
Ein Liedermacher begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit alten und neuen Songs, mehrere Redner der LINKEN und Grünen sprachen sich für die Beendigung der Kriegseinsätze und der schnellstmöglichen Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke. 2010 war das verlustreichste Jahr am Hindukusch. Dieser Krieg bringt den Menschen in Afghanistan nur Leid und keine sichere Zukunft. Trotzdem hat die NATO beschlossen den Krieg bis 2013 weiter zu führen und wird diesen vermutlich auch danach nicht beendet haben. Als treuer Verbündeter heißt das für die Deutsche Regierung, weiter so. Und damit nicht genug, auch anders wo sieht man Gelegenheit deutsche Soldaten in den Krieg zu schicken. Als ob es nicht schon genug Not und Elend gäbe. Solange sich Deutschland an militärische Einsätze beteiligt, treffen wir uns weiter –auch im kommenden Jahr- zum Friedensostermarsch in Ohrdruf!
Uwe Schenke
Linke und ihr Verhältnis zum Laizismus
Für Karl Marx war, zumindest was Deutschland betrifft, die ‘Kritik der Religion im Wesentlichen beendigt’. Er sah das Religiöse entlarvt als ‘Seufzer der bedrängten Kreatur’ und, bekanntlich, als ‘Opium des Volkes’. 128 Jahre nach seinem Tod tun sich seine linken Nachfahren, ob in der SPD, bei den Grünen oder der Partei DIE LINKE nun schwerer. Zu diesem Thema führt der Stadtvorstand der Partei DIE LINKE am 27.April,19:00 Uhr im Augustiner Bräu, eine Bildungsveranstaltung durch. Referent an diesem Abend ist Uwe Schenke, bekennender Freidenker.
Das System Leiharbeit muss kritisch hinterfragt werden
Anlässlich der morgigen in Eisenach stattfinden Zeitarbeitermesse im Bürgerhaus äußert sich der Stadtvorsitzende der Linken Michael Richter kritisch zu Thema Zeitarbeit. Die Entwicklung der Zeitarbeiterbranche mahnt uns alle zum Handeln.Die Zeitarbeit - und damit prekäre Beschäftigung – boomt: Der Anteil der Beschäftigten in der Leiharbeitsbranche in Thüringen betrug per 30.06.2010 rund 3,7 Prozent. Deutschlandweit lag der Anteil zum gleichen Zeitpunkt bei knapp 3 Prozent. Dies geht aus den Antworten auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zur Entwicklung der Leiharbeit in Thüringen hervor. Festzuhalten ist, Lohndumping innerhalb der Zeitarbeitsbranche konnte bis jetzt nicht gestoppt werden.
Hier ist nach Ansicht der Linken schnelles Handeln geboten. Dazu gehören vor allem die Einführung des Mindestlohnes für die Zeitarbeitsbranche und die Verbesserung des Kündigungs- und Arbeitsschutzes für Leiharbeiter.
So fordert die Fraktion die Linke schon seit längerem die drastische Eindämmung von Zeitarbeitsplätzen und die Schaffung unbefristeter sozialversicherungspflichtiger und vor allem Existenz sichernder Arbeitsplätze für Thüringen.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist das Gebot der Stunde! sagt Michale Richter abschließend und greift damit die Forderung der Gewerkschaften auf.
Schulreform nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg
Angesichts aktueller Diskussionen zur Novelle der Thüringer Schulordnung erklärt die Eisenacherin Katja Wolf: „Das, was Herr Minister Matschie jetzt an Umgestaltungen im Thüringer Schulsystem vorschlägt, ist teilweise längst überfällig. Dies allerdings über die Köpfe der betroffenen Lehrer, Schüler und Eltern hinweg anzuweisen, ist der völlig falsche Weg und birgt die Gefahr des Scheiterns noch ehe mit der notwendigen Umgestaltung auch nur ansatzweise begonnen wurde.“ Mit diesem Agieren ist sein Vorhaben zum Scheitern verurteilt.
Die Landtagsabgeordnete verweist auf die Notwendigkeit der Umgestaltung des Schulsystems in Thüringen. „Längeres gemeinsames Lernen, gemeinsamer Unterricht von Schülern mit und ohne Förderbedarf und die Stärkung reformpädagogisch orientierter Ansätze an den Schulen müssen die Ziele einer Schulreform sein. Wir wollen eine neue Schule der individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers ohne Beschämung. Dies kann man aber nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg anweisen und von jetzt auch gleich geschehen. Dafür müssen alle am Bildungsprozess beteiligten Akteure gewonnen und motiviert werden“, fordert Frau Wolf.
Allerdings müssten vor einer solchen Umgestaltung der Schullandschaft die notwendigen personellen und sonstigen Voraussetzungen an den Schulen geschaffen werden. „Eine Bildungsreform, ausgetragen auf den Rücken der Pädagogen und damit zu Lasten der Bildungsqualität, lehnen wir ab. Eine Bildungsreform muss zu einer spürbaren Verbesserung der Bildungsqualität führen und darf nicht zu einer von oben durchgedrückten Strategie von halbherzig umgesetzten Wahlversprechen verkommen“, so Katja Wolf abschließend.
Zukunftsfähige Kommunalwirtschaft!?
(Karin May)
Am 5. April 2011 fand im Bürgersaal des Gothaer Rathauses die Auftaktveranstaltung für das im Jahr 2012 im Freistaat Thüringen geplante demografische Themenjahr Kommunalwirtschaft statt. Gestaltet wurde sie vom „Verbundnetz für kommunale Energie“ – ein Diskussionsforum ostdeutscher Kommunalpolitik.
Die Vorträge befassten sich mit den Aspekten der demografischen Entwicklung in Thüringen mit ihrer besonderen Relevanz für die Kommunalwirtschaft. Nach dem vorgelegten statistischen Material verlor Thüringen von 1990 bis 2009 knapp 14% der Landesbevölkerung. Nach der Prognose werden es bis zum Jahre 2030 noch einmal gut 18% sein. Insgesamt wird dies von 1990 bis 2030 einen Bevölkerungsrückgang um 800 000 Personen ausmachen. Die Landesbevölkerung wird damit auf ca. 1,84 Mio. im Jahre 2030 sinken. Vom Bevölkerungsverlust überdurchschnittlich betroffen ist die Stadt Suhl mit 42% und die Landkreise Kyffhäuserkreis (35,3%), Greiz (32,6%), Saalfeld-Rudolstadt (30,8%) und das Altenburger Land (29,4%) von 2009 bis zum Jahre 2030. Der Wartburgkreis liegt mit einem Rückgang um 23,8% im Mittelfeld der Thüringer Landkreise. Für die Stadt Eisenach fällt der Verlust um 5,3% vergleichsweise noch gering aus. Einzig die Städte Erfurt, Jena und Weimar können mit einem Bevölkerungszuwachs rechnen.
In dem Tagungsmaterial wird festgestellt: „Hauptursache ist und bleibt die geringe Fertilität – auch in Thüringen werden zu wenige Kinder geboren.“ Es wurde die durchschnittliche Geburtenzahl von 1,4 Kinder pro Frau genannt – eine Zahl, die mich an ein Gedicht von Erich Kästner mit dem Titel „Patriotisches Bettgespräch“ erinnerte, wo ein Minister sich vor dem Landtag über den Geburtenrückgang echauffiert: „Auf tausend Deutsche kämen wohl pro Jahr gerade 19 Komma 04 Kinder. 04! Und so was hält der Mann für wahr! Dass das nicht stimmen kann, sieht doch ein Blinder. Die Kinder hinterm Komma können bloß von ihm und anderen Ministern stammen. Und solcher Dezimalbruch wird mal groß! Und tritt zu Ministerien zusammen.“ In diesen Rahmen passte die Aussage des Thüringer Ministers für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Herr Christian Carius, der in seinem Vortrag schlussfolgerte, dass vor dem Hintergrund der negativen demografischen Entwicklung die kommunalen Dienstleistungen entweder teurer werden oder zurückgebaut werden müssten – ein Angebot, dass auf jeden Fall nach Alternativen verlangt.
In der Tat bedeutet ein Geschehenlassen der negativen Bevölkerungsentwicklung für die Kommunen unter den Bedingungen des Staus quo eine immer geringer werdende Finanzausstattung und erhebliche Auswirkungen auf die Aufgaben der Daseinsfürsorge wie die Wohnungswirtschaft, der ÖPNV, die Energieversorgung, der Abfallwirtschaft, der Wasserver- und entsorgung , der Kultur etc. Deshalb können und dürfen künftige Handlungstrategien sich nicht auf ein Reagieren im neoliberalen Sinne beschränken. Der Analyse des Ist-Zustandes müssen Maßnahmen folgen, die Thüringen für junge Menschen attraktiv macht und ihnen erlaubt, verantwortungsvoll Kinder aufzuziehen und die den Seniorinnen und Senioren ein selbst bestimmtes Leben sichert.
Dazu gehören natürlich eine ganze Menge Veränderungen qualitativer Art, die eigentlich mit Händen zu greifen und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind. DIE LINKE kann dabei sehr viel mehr tun als nur Verheißungen auf eine bessere Zukunft.
Die nachdenklichen, ernsten Gesichter der Bürgermeister, Landräte, der Verwaltungsangestellten und der Abgeordneten aus kommunalen Vertretungen und dem Landtag am Ende der Veranstaltung lassen hoffen, dass in dem geplanten demografischen Themenjahr 2012 die Ursachen der auf dem Kopf stehenden Alterspyramide klar benannt und die Handlungsoptionen sich darauf richten, lebens- und liebenswerte Arbeits- und Lebensbedingungen in Thüringen zu schaffen. Dazu gehört mit Sicherheit kein Niedriglohn.
Wolf stützt B19-Stellungnahme der Naturschutzbeiräte
Sanfte Alternativen möglich
„Wir müssen diesen Unfug so schnell wie möglich beenden“, findet LINKE-Landtagsabgeordnete Katja Wolf.
Sie nicht nur an einigen Sitzungen zum Thema „B19-Verlegung“ teilgenommen, sondern auch die umfangreichen Unterlagen zum Raumordnungsverfahren gesichtet . Danach bleibt ihr Einschätzung: „Dieses Projekt ist unsinnig, alle Varianten sind an Mensch und Natur vorbei geplant, die Planungsgrundlagen sind an vielen Stellen oberflächig, die Verkehrsprognosen viel zu optimistisch und das eigentlich Ziel wird nicht erreicht“, so Wolf. Lediglich die Ortsumgehung von Etterwinden sei sinnvoll, alles andere gehöre umgehend auf den Abfallhaufen der Planungsgeschichte. Für fadenscheinig halte sie die Argumentation, eine Ortsumgehung gebe es nur mit der Umverlegung der B19 über Mosbach. „Das ist ein Totschlagargument. Natürlich ist die Verkehrsberuhigung des Ortes wichtig. Sie geht aber auch ohne die große Lösung!“ ist sich Wolf sicher.
Das eigentliche Ziel dieser Verlegung aus dem Raum Etterwinden/Wilhelmsthal durch den Thüringer Wald bis nach Wutha sei ja gewesen, vor allem dem Schwerlastverkehr eine schnellere Anbindung an die A4 zu verschaffen.
Es gibt Alternativen für die bessere Anbindung des Südthüringer Raumes. Mit der vorgeschlagenen Lösung werde nur neuer Verkehr angezogen, die Belastungen würden sogar noch steigen, ist sich die Abgeordnete und Stadträtin sicher. „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten! Dieser Weg ist aber eine Sackgasse!“ Stattdessen bräuchten wir Konzepte, LKWs weg zu bringen von der Straße.
„Es wird nur ein massiver, zerstörerischer Eingriff in die Natur erreicht, der zudem noch die Anwohner der künftigen Neubaustrecke massiv belastet. Von den negativen touristischen Folgen gar nicht zu sprechen“, so Wolf. Und auch bei den Baukosten fürchtet Wolf, dass diese nicht bei den jetzt angegebenen 100 bis rund 140 (je nach Variante) Millionen Euro bleiben werden.
Die Flächenversiegelung wäre enorm – auf Kosten der Natur aber auch nachfolgender Generationen. „Das kann nicht unser Ernst sein!“
Wolf wirft auch die Frage nach Grenzen menschlichen Handelns auf. „Müssen wir den Kamm eines Mittelgebirges mit ungebremsten 100km/h überwinden? Muss ein unberührtes Waldstück für den Geschwindigkeitswahn geopfert werden? Ich finde nein!“
Für die Linke-Politikerin bleibt das Fazit: „Diese Strecke macht keinerlei Sinn. Hier sollen Millionen gegen die Natur und den Menschen verbaut werden. Das kann nicht Sinn nachhaltiger Politik in Thüringen sein“.Alternativ sei es möglich die vorhandene Strecke sensibel zu erweitern, Überholmöglichkeiten und Kriechspuren zu schaffen, den Schwerlastverkehr stärker auf die Autobahnen umzuleiten.
„Diese neue B19 darf nie gebaut werden! Der Preis ist viel zu hoch. Ökologisch wie ökonomisch.“, so Wolf abschließend.
Problematik der Werraversalzung steht auf der Tagesordnung eines länderübergreifenden Treffens
Das Thema der Werraversalzung ist seit einigen Jahren ein großes Problem der Region. Von an Anfang hat sich die Linke damit beschäftigt und Alternativen gefordert.
Mit diesem Umweltproblem befassen sich aber nicht nur Thüringer Abgeordnete und Kommunalpolitiker. Seit geraumer Zeit treffen sich Landtagsabgeordnete aus Hessen und Thüringen regelmäßig. Die Thüringer Abgeordneten Tilo Kummer, Katja Wolf, und die hessische Landtagsabgeordnete Marjana Schott stehen im ständigen Austausch. Am nächsten Montag kommt zudem die Europaabgeordnete Sabine Wils einem Gespräch hinzu.
Besprechen will man das weitere Vorgehen zum Thema in den betroffenen Landtagen und dem europäischen Parlament.
Folgende Schwerpunkte sollen besprochen werden:
Hauptthema: alternative Methoden der Kaliproduktion, vorgetragen von Dr. Ralph Krupp (evtl. dazu Vorbereitung von Anfragen in den Parlamenten und einer Veranstaltung im Herbst)
Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus dem Besuch einer Thüringer Delegation bei der EU - Kommission
Fragen der Haftung von K und S
eventuell Anforderungen aus der Meeresschutzrichtlinie im Zusammenhang mit der Pipeline an die Nordsee
bei Bedarf bzw. Notwendigkeit weitere Aspekte
Katja Wolf
Der Stadtrat und Vorsitzende des Sozial- und Bildungsausschusses in Eisenach, Uwe Schenke, führt am 04.April, seine monatliche Bürgersprechstunde von 16 bis 17 Uhr in den Räumen der Partei „Die Linke“, Georgenstraße 25 durch. Im Mittelpunkt der Sprechstunde stehen die neuen Beschlüsse des Bundestages zu SGB II und XII sowie die Auswirkungen des Haushaltssicherungskonzepts der Stadt. In der Sprechstunde können natürlich die Bürger auch andere Anliegen und Probleme vortragen. Zu dieser Zeit ist Uwe Schenke telefonisch erreichbar unter 213022. Termine können vorab unter Telefon 842236 oder unter der E-Mail-Adresse, uweatze@gmx.de vereinbart werden.
Uwe Schenke,
Vorsitzender Sozial- und Bildungsausschuss Eisenach
Eisenach, den 03.04.2011
Widerstand ist Recht!
Grundgesetz, Artikel 20:
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Arbeitslose, wenn sie euch jetzt durch neue kommunale Zwangsarbeitsdienste den Rest an Menschenwürde nehmen wollen, den sie euch noch gelassen haben, dann gibt es nur eines: Leistet Widerstand!
Hartz IV-Empfänger, wenn sie euch nicht mehr Rentenversichern, weil sie der Auffassung sind, dass ihr ohnehin nicht so alt werden braucht, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!
Eltern, wenn sie euch die Unterstützung für die Kindererziehung nehmen wollen, weil sie statt in die Zukunft eurer Kinder in die Zukunft systemrelevanter Banken und Unternehmen investieren, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!
Wohngeldempfänger, wenn sie euch den Heizkostenzuschuss streichen, weil sie meinen, dass es in Deutschland durch die Klimakatastrophe und längere AKW-Laufzeiten warm genug ist, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!
Familien, wenn sie euch weismachen, dass ihr auch aus eigenem Verschulden als Leistungsempfänger bei den Tafeln euer Essen kaufen müsst, während die sogenannten Leistungsträger an den anderen Tafeln tafeln können, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!
Kinder, wenn sie euren Eltern jetzt auch das Elterngeld von Hartz IV nehmen, obwohl sie wissen, dass über 1,3 Millionen Kinder in Deutschland von Armut betroffen sind, und sie euch vorlügen, dass ihr trotzdem die gleichen Chancen wie andere Kinder habt, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!
Alleinerziehende Mütter, wenn ihr tagsüber mit euren Kindern durch die Innenstädte irrt, damit euch
zuhause nicht die Decke auf den Kopf fällt, ihr von den letzten zwei Euro vierzig eurem Kleinkind ein
Gebäckstück beim Bäcker kauft, und abends dann im Fernsehen hört, dass Deutschland ein Kinder- und Familienfreundliches Land ist, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!
Deutsche, wenn sie euch wieder einmal demagogisch vorgaukeln, dass an der Krise nicht das
herrschende Profitsystem von Banken und Unternehmen schuld ist, sondern eure ausländischen
Nachbarn, denen es oft noch schlechter geht als euch, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!
Bürgerinnen und Bürger, wenn sie euch immer wieder predigen, dass ihr über eure Verhältnisse gelebt habt, obgleich ihr genau wisst, dass die herrschenden Verhältnisse andauernd von uns leben, dann gibt es nur eines:
Leistet Widerstand!